Brief Albrechts von Österreich an Lipolt Krajíø z Krajku

Lieber getreur von Kreig! Als du uns geschriben und geklagt hast, wie dir der von Rosenberg etleiche dörfer und auch etleich der dein beraubt und angriffen habe, das haben wir wol verstanden und lassen dich wissen, das uns der egenente von Rosenberg auch geschriben und geklagt hat, wie du in und die seine angreifen und scheden zuziehen wellest; und wann unser genediger herre der Römisch kunig, bei dem wir ietz neulich sein gewesen, mit uns verlassen hat, dir und auch dem von Rosenberg ze schreiben, daz ir all solich sachen in güten lasset angesteen und in ungüten miteinander nichts ze schaffen habet, untz auf solich verhörung, so der von Schawmberg und der von Meissaw, si bed oder ir einer, zwischen eu tun werdent, als das vormals verlassen ist: davon begern wir an dich mit ernste, daz du das also tun und die sachen in güten angesten lassen wellest untz auf dieselben verhörung und dem von Rosenberg und den sein in der zeit dhain angriff nicht tust,wan wir das dem von Rosenberg zu gleicher weis auch geschriben haben; und wenn dir die vorgenenten, der von Schawmberg und der von Meissaw, si bed oder ainer, ainn tag benennen, daz du denn darauf komest, so hoffen wir, daz ir bei demselben tag gütleich miteinander geslichtet und ubereinbracht werdet. Geben zu Wien an dem heiligen weinacht abent anno etc. vicesimo secundo. - (24. 12. 1422)



zurück zur Hauptseite