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[1.]
Noch deme als dy kinder der menschen, die do wonthen off dem felde gennanth Sennor, noch der synthfluth bedochten noch betrachten nicht, was got gelobeth hatte hern Noe vnde seynen vetern, do her sprach: „Mit nichte wil ich vorbas vortherben den menschen noch alles fleisch mit der synthflut; des czu eynem czeichen wil ich setczen meynen regenbogen yn dy wolken des hymels, das frede czwischen mir vnde der erden sey“, sunder dasselbige volk missetrawthe vnde czweyfelte an gotes rede vnde gelobde vnde forchten aber dy zcukunftige synthfluth vnde huben an zcu bawen eyne veste stath vnde darynne eynen groszen vesten vnde hochen torm. Der almechtige got strofthe ere unweisheyt vnde torstikeit vnde beweisthe seyne gotliche macht vnde theylte an derselbigen stath dy czunghen vnde rede yn LXXII sprochen.
Vnde von dem wart der thorm genannt Babel, das alzo vil gesprochen ist als eyne beschemunghe der czungen. Vnde aldo bleib dye windische sprache, von dannen dy Wenden genannt sind.


[15.]
[346] Der furste vnd herczog Boyzwoy, der hild getrewlich den cristengelauben vnde merethe den. diß that auch dy heilige Ludimilla, seyne hawßfrawe, vnd tothen das mit allem fleiße, als vil alß sie kunden vnd mochten, yn eren furstethum vnde hirschaft. der herczog Boyzwoi, der hatte czwene sone mit seyner hawßfrauwen Ludimilla, Spitingneum vnd Wratislaum.
Noch dem tode Boÿzwoi des fursten yn Behemen, der do ersten cristen was, Spittingneus seyn son behild dy hirschaft, vnd noch dem tode Spittingnei seyn bruder Wratislaus qwam an das herczogthum vnd regirte das land vnd bawthe sinthe Jorges kirche off dem slosse zcu Proge, aldo her noch begraben wart. der selbige Wratislaus nam eyn gemal Drahomir, dy was von eynem harten geslechte zcu glewben. diße Drahomiree dy hatte czwene sone mit eren heren Wratislao: den heiligen Wenczeslaum, der do gote vnd den lewten was anneme vnd behegelich durch seÿne togunt, der ander was Boleslaus, der durch seyner bosheit wille vnd durch den tod seynes bruders was gehessig vnd allen lewthen vorsmelich.

[16.]
Yn den geczeiten nam Behemerland czu yn dem cristengelawben. ader Drahomir dy was geneigen czu den apgothen vnd bette dy an. dornoch kortczlich starb seliclich der herczog Wratislaus vnd der [347] gab vnde befuel seynen son, den heiligen Wenczeslaum, an seynem tode seyner großen, der heiligen Ludimilla. ader Drahomir, dy czoch vnd generthe den vngutigen Boleslaum vnd hild en an zcu leben noch hedenischer weyse.
ader dy heilige frawe sancta Ludimilla, dy do was dy erste cristenynne yn Behemerlande, dy was vol togunt vnd heilikeit vnd eyne czirunge des landes. dy larte den heiligen Wenczeslaum von jogunt off das heilige ewangelium vnd gote zcu dinen vnde hild en zcu allen togunden. vnd alßo wuchß off der heilige Wenczeslaus vnde der heilige geist entczunte seyn hercze yn gotlicher liebe, das her zcunam yn aller togunt vnde heilikeit. so lauchte her mit seynem guten leben als eyn clarer morgenstern vnd von seyner heiligen ler wart das land erlaucht. der heilige Wenczeslaus der hild dy kewscheit seynes leibes vnd der zelen, her begerte dy marter zcu leiden vmb gotis wille vnde vmb dy worheit willen des cristenlichen glawbens, den her offenbarlich bekante vnd lorte. her lebete yn großer demütikeit vnd yn gestrenheit seynes leibes, her vaste, her betthe, her wachte, her gab almoßen, her was gutig vnd barmherczig vnd zcu allen gutten vnd heiligen werken gereÿt. Es geschach, das dy neydische Drahomir dy begerte zcu erhoget werden yn dem herczogthum zcu Behemen vnd was gram erer sweger, der heiligen frawen sancta Ludimille, dorvmen das sie geeret wart von den guten lewthen, dy sie lib hatten durch erer demutikeit vnd heilikeit Allen. dorvmen das sie sie abehendig brengen mochte von deßem leben, do sante sie czwene wutreichte manne czu er, als Tynnam vnd Cononam, off das sloß Theten. die erwurgeten dy heilige frawe sancta Ludmilla vnd ere zele wart von Cristo offgenomen yn das ewige leben.

[17.]
Dor noch dy wutreichte dy Drahomirynne, dy wuthe vnde vorvolgete dy glewbigen cristenmenschen vnd [348] thath den leide, wo sie kunde ader mochte. ader er erstengeborner son Wenczeslaus der hild veste vnd gentczlich dÿ heilige cristenliche lere, dy her gelarte hatte von seyner großmuter sancta Ludimilla vnd rieff her weder vnd sammelte dy menschen, dy seyne muter, dy grawßame Drahamir, voriagete vnd vortriben hatte, vnd tath den cristen alle gute. der heilige Wenczeslaus, der von seynem vater Wradislao was zcu eynem herczogthum vnd zcu der hirschafft zcu Behemen benomet vnd entpholen vnde angeborn, sint das her der eddelste son was, so hild her sich dach in der hirschafft ßo demuticlich, das her selber vorsichticlich schicte weyn vnd ablath zcu der heiligen messen. her trug auch des nacht awß seynem walde vnde posche das holtcz aff seynen schawldern vnd legete das vor dy torn der witwen vnd der weißen. durch sulcher demutikeit willen wart sanctus Wenczeslaus vorsmehet von der hoffart seÿnes volks. sunderlich vorsmehete en eyn furste, der hoffertig was, der nicht ferre von seinem lande was, vnd begunde seyn land zcu beschedigen vnde vorterben, wo her konde, vnd legete zer ab dem herczogthum zcu Behemen, alzo das der heilige Wenczeslaus betwungen wart von not, das her sich muste weder en setczen vnd sammelte eyn volk vnde czoch em entkegen zcu felde, off das her befrethe seyn volk. do qwam der hochtragende herczog czu sinte Wenczeslao, den her vorsmehete, vnd both em an den streit vnde ließ em sagen, das her mit em streiten welde. do sante der heilige Wenczeslaus seyne boten czu dem herczog vnd lies em sagen: es ist, das du begeret host meyn herczogthum. worvmen sullen dy getottit werden, ober die du begerest zcu hirschen? ich aber beger nicht, das das bluth der deynen sulde vorgoßen werden. dorvmen is, das du begerst eynen streit, zo streite mit mir vnd oberwynd mich alleyne vnd hirsche yn frede ober dy deynen vnde meynen. ist aber, das ich dich oberwinde, zo sullen dy deyne seyn vnder meyner hirschafft. do dis horte der herczog von Germen, do glowbethe her das frolich zcu thuen vnd mit sancto Wenczeslao alleyne zcu streiten vnd es halden, als her es vorheischen hatte, vnd that dorober eyne vorsicherheit vnd vorphlichtikeit. vnd das tat auch das volk von beiden heren der herczogen. do nw dy czwene alleyne zcu sampne gyngen vnde solden streiten, do worden gesehen dy heiligen engil nochvolgen vnd beleten den heiligen Wenczeslaum, vnde eyn lichbars crewcze, das ging vnd lauchte vor seynem antczlitcze. do dis sah der herczog von German, do vil her vor en neder vnde bath gnode. do sprach zcu em der heilige Wenczeslaus: gee heym vnd bis genugig an deme, das du host, ich beger nicht des deynen. gee yn frede. dornoch wart der heilige Wenczeslaus an das keyssers hoff geruffen zcu eyme gespreche vnd zcu eynem rothe der hern des landes zcu haben. do wart der heilige Wenczeslaus gehindert, das her nicht qwam, wen her sich zer müethe vnde hatte grosse erbeit yn gots dinste yn wachen vnd yn gebethe, vnd sulche gute werke dy sewmten yn, das her nicht schier zcu hofe qwam zcu dem keser. dorvmen so wenete vnd gedochte der keißer vnd dy fursten, das her von egenwillikeith nicht komen welde vnd alzo sewmte, das sie in nicht enharten. dorvmen gebot der keißer den fursten vnd den heren, dy zcu em worn komen, das nymandes sulde offstehen kegen den fursten von Behemen noch em keyne ere erbithen. do nw qwam der heilige Wenczeslaus ÿn den hoff des keißers vnd der fursten, do sach der keißer, wy das dy heiligen engil furten den heiligen Wenczeslaum vnd eyn guldynne crewcze stund em off seyner stirne, das scheyn gar clar. do viel der keyßer mit seynen fursten neder vnde bothen gnode. dornoch sprach der keißer, her sulde beten, was her welde haben von em, das welde her em eben. do bath her [350] den arm von sinthe Veith des merterers. den gab em der keser. den brochte her mit en gen Proge vnd bawethe eyne schone kirche zcu Proge yn sinthe Veits ere vnd bat den heiligen bischoff Wolffgang, der dye czeit besorgete yn geistlichen guttern von gots dinste Behemen, das her geruchte zcu komen vnde dy kirche zcu weyn. der bischoff Wolffgang wontc zcu Reynßbürg. do sprach der bischoff: meyn lieber son, was darffest du meyn zcu der weÿhünghe? habe ich dach gesehen yn meynem hirzen dy bawunge vnd offrichtunge der kirchen vnd das sie erhoget vnd geweyet ist von gote alreit. ader das ich deyner begerunghe gnug thue, so wil ich dir senden meynen suffraganeum. do eynes mols der heilige Wenczeslaus barfuß gyng yn deme winter zcu der kirchen, do es gesneiet vnde gefroren was, eyner seyner ritter, der em heymlich was, der was genant Podiwen, der ging mit em des nachtes zcu der kirchen. do froß en alzo zer an seyne fuße, wy wol her dennoch geschuet was, das her dy kelde nicht geleyden mochte. do sprach sinth Wenceslaus zcu em: setcze deyne fuße yn meyne fußstoppen. vnd her tat es vnd seyne fuße wurden em gar warm, das en vorbas nicht enfroeß. dy fußstophen des edeln fursten, dy worn blutig. vnd auch kawfte her dy vorkawften vnfreyen kinder vnd menschen vnd gab en weder dye freyheit. her ließ auch zcubrechen alle gefengniß, stocke vnd kerker vnd alle galgen, wen her besorgethe sich, das icht das blut das nehesten menschen vnschuldiclich vortünnt worde. auch sagete her, der heilige Wenczeßlaus, den lewten vil zcukunftige ding, dye entscheynen vnd ergeen vnd gescheen werden. vnd dorvmen vnder andern dingen zo wart em geoffenbart dy erhebunge der heiligen frawen sancta Ludimilla, seyner großmuther, wen er leichnam, als em da geoffenbart was, der was vnvorserith. den selben er gar erlich trug in sinte Jorgen kirche off das sloß ken Proge. dornoch begerte der heilige Wenczeslaus dy hymelischen ding vnd ewigen frewde [351] vnde vorsmehete dy erdischen. dorvmen sante her seynen boten zcu den heiligen vater dem bobisthe, das her em lawbe gebe, her welde eyn geistlich man werden vnd eyn monch noch sinte Benedictus orden, wen her begerte das herczogthum offzculossn vnd benümen vnd geben seynem bruder Boleslao. der selbige bruder Boleslaus was gram vnd neid seyne guthen werg vnd toth, wen her was eyn wertlich boße mensche vnd hatte lib dy erdischen ding vnd vorsmehete dy heilichen dyng. vnd dorvmen trachte her eyn boßheit vnd that weder naturliche liebe vnd bruderliche traw vnd bat seynen bruder, den heiligen Wenczeslaum den heiligen fursten, hen ken Bontczlaw off seyn slos, das her gebawet hatte. ader der heilige Wenczeslaus, der do woste heilige vnde zcukunftige ding vnd dirkante, das her sterben sulde vnd dy crone der merterer entphoen, vnd ließ sich furen als eyn schefeleyn zcu dem tode. vnde alßo betrogen qwam her zcu der marter vnd nam sie frolich off vnd danckte gote. wen do her hatte gessen das obmdessen mit seynem bruder, do sprach noch dem esse zcu seynen mittheritthern, do her den becher in der hand hatte: meyn allerliebesten, trincke wir yn dem namen des heiligen Michael des fursten des paradis, der vnser zele fure yn das hymmelische paradiß. nw werde ich vorbas mit euch nicht trincken. vnde stund off vnd danckte gote vnd beichte mit ewigen rewigen vnd ynnigen herczen mit eynem gutten vorsatcze vnd begerunge gnugzcuthuen vnd bat gnode vnd entpindunge der sunden von eynem prister vnd weynte bitterlich vor seyne sunde vnd seynen nesten mit begerunge gnugzcuthuen. vnd alßo bette her biß hyn, das dy han crethen, gar ynniclichen, vnd zcu mettenczeit nam her gots leichnam vnd gyng zcu der kachen. vnd do her dovor qwam vnd bette, do qwam seyn bruder mit seynen gesellen als dÿ wuthenden hunde gelauffen. do en Wenczeslaus sach, do sprach her czu em: meyn bruder, ich dancke dÿr guter wirtczschaft, dye ich bey dyr gehat habe. do sprach der grymmige Boleßlaus: [352] gestern habe ich dyr eyne wirtczschaft gemacht, hewte wil ich dir eyne ander machen, vnd slug off en. vnder dem trath her rucke vnd vil hynder sich vnd seyn swert entphiel em. sanctus Wenczeslaus nam das swerth yn seyne hand vnde sprach: sich, du ungutiger bruder, was du wilt thuen an mir, das mochte ich thuen an dyr. ader es was verre von mir, das ich vorgesse das bluth meyns bruders. vnd alzo nam Boleßlaus das swert vnd slug den heiligen Wenczeslaum, seynen bruder, vnd cresemte en zcu eynem merterer. do sprang das blut an dy wende der mawern, das man lange czeit sach vnd aldo noch sehen mochte, vnd stund aldo langhe czeit, zam es rochunge screghe zcu gote, zam das blut Abels screÿ rochunge ober Cayn seynen bruder. do nw sanctus Wenczeslaus tod was vnd zcu hymmel komen, do tath eyn got wunderwerg vnd wolde seynen merterer, den heiligen Wenczeslaum, offenbar machen yn der werled. hirvmen so entscheÿn der herre Xpus Xpus am crewtcze dem konige von Denemargt. do sprach der konig: wer bist du es vnd wer hot dich vorwundet? do sprach Xpus Xpus: ich byn Cristus vnd du host mich vorwundet mit deynen sunden. hirvmen wiltu, das dir deyne sunde von mir vorgeben werden, zo bawe alhie eyne kirche yn der eren des heiligen Wenczeslai, der wirt vor dich beten. vnd alzo vorswant der herre. der konig woste nicht, wer der liebe Wenczeslaus wer. do qwam eyns tags eyn kawfman von Behemen . . . [353] dornoch geschach es, das Drahomir, sante Wenczeslaen muther, eyn grawßammes vnd boßes weib, dÿ do auch roth vnde toth hatte gethon zcu dem tode des heiligen Wenczeslao, dyselbe wart vorslungen lebende von der erden als Dathon vnd Abiron, wen nicht verre von dem sloße zcu Proge off der seyten kegen dem nedergange der sonnen, do tat sich off dy erde, vnde do sie gyng off der offenbarn stroßen, do tat sich dy erde off vnd vorslang sie. das czeichen man lange sach an der erden, do es geschach. ader die kumpan des boßen Boleßlai, dy em holffen den heiligen Wenczeslaum zcu tode sloen, dy worden torecht vnd wuthende vnd lieffen vnd toten en selbest leide vnd sturben alzo dorftiglich. der heilige Wenczeslaus leid dy marter noch gots geborth newnhundert jore dornoch yn dem newnvndczwenczigisten jore. [. . .]

[18.]
Dornoch als man screibet noch Cristi gebort newnhundert jor vnd yn dem czwe vnde dreyßigisten jore, das do was das dritte ior noch sinthe Wenczeslai tode, do wart seyn heyliger leichnam erhaben vnde von Bünczlaw herlich gefurth ken Proge. aldo ging der aller sueste roch vnd der beste von dem grabe vnde von seynem heiligen leichnam, das vil der krancken vnd der gebrechlichen menschen gesunth worden. Vnd alzo wart her gebrocht ken Proge yn dy kirche, [354] die her gebawt hatte, vnd do tat got vil wunder durch en. sunderlichen dy wunden, dy em seyn bruder geslagen hatte an seynem leichnam, dye vorgingen em vnde wart schone vnd clar an seynem leibe, ane alleyne dy wunde an seynem oren, das em seyn bruder der boße Boleslaus mit seyner hand hatte abegesneten, das do seyne swester Przibislaua noch der erhebunge fand yn der kirchen zcum Bontczlaw czwischen dem thore vnd der swelle, das wart an das hewbt das heiligen Wenczeslai geleget an seyne stat vnde zcu hand wuchs das or weder an seyn hewbt vnd do wart seyn leib gantcz an allen geleden, das aldo entscheen keyne narbe.

[19.]
Der heilige Wenczeßlaus tat vil wunderwerg noch seynem tode yn Behemen. wen der boße Boleslaus, der lies eynen geuater mit dem namen Podywen hengen an den galgen, der do bey seynem bruder was gewest, sancto Wenczeslao, vnd was seyn geselle gewest vnd mit em vil gute werg hatte geton yn wachen, yn vasten vnd yn pilgeramschafft. / do her alzo durch neid vnd has von Boleslao wart gefanghen, do hing her an dem gerichte czwe jore vnvorserit an seÿnem leibe vnd dy hore wuchßen em vnd dy neile sam eynem lebenden menschen. das was eyn czeichen, sind das her was eyn liebhabir des heiligen Wenczeslai vnd seyner guten werg, dy her em offte halff thuen, sich mit gote frewethe vnd mit dem heiligen Wenczeslao. do dis sogen dÿ lewthe, do wart her von dem gerichte genomen vnd wart herlich begraben yn der Progischen kachen. man vindet auch yn den wünderwerken des heiligen Wenczeslai bescreben, das vil gefange leyte durch seyn vordinstniß awß dem harten gefengniß vnd awß den kerkern seyn dirlost worden. Ouch czu eyner czeit was eyn heide gefanghen mit vil listen. [355] do her horte dy cristen anruffen got vnd den heligen Wenczeslaum, do wart her erlost vnd lis sich toffen mit dem seynen sonen vnd ließ den prister werden. Es was auch eyne frawe, dy was blind vnd hatte dorczu kramme hende. dy qwam yn dy kirche sinthe Veits, do sanctus Wenczeslaus dy czeit lag vnd rwthe. dyselbige frawe dy bette ynniclichen vor dem grabe sancti Wenczeslai vnde erwarb, das sye wart sehen vnde gesund an eren fewsten. es was ouch eyn man von Frangreich, der was kromb vnd hokericht von jogunt off, dor czu alzo laem an seynen fusßen, das her kawme konde gerucken. der selbige man der sach des nachts eynen erlichen man, der hatte (weiße) cleider an, der sprach zcu em: loß dich furen yn dy stath Proge yn sinthe Veitis kirche, do do rwet der leichnam sancti Wenczeslai des merteres, von des vordinstniß wegen du wirst wol gesund werden. deßer wenethe, es trewmete em, vnd alzo vorsewmthe vnd tat es nicht. dÿ ander nacht dor noch, do wart her aber von eynem herlichen alden manne vormanet, der was clar vnd lichte. dem entscheen vnd der sprach zcu em, das her es mit nichte sulde loßen vnd sulde das thuen vnde vorbrengen, das her em gesaget hette. do tat hers vnde lies sich furen ken Proga vnd legete sich vor das grab des heiligen Wenczeslai yn der genanten kirchen vnd do zcu hand racthen sich em dy odern seyn an den fußen vnde ward gesund vnd gerade vnd ging frolich weder heym vnd lobethe vnd erethe got vnd den heiligen Wenczeslaum. vil wunder vnde czeichen seyn gescheen, als man das hot vnd vindet yn der legende vnd passionali, dy man durch der kortcze wille awßen let. dis sey alleyne gesaget dem heiligen Wenczeslao zcu lobe vnde zcu ere.


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