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Hie hebt sich an die Cronicka des Kunigrichs tzu Behemen vnd sagt, wie sy zum Ersten wurd genennet
Do die kinder der menschen In dem acker Senar noch dem syntflutt nicht bedachten noch In irm mut betrachtenn das geschehen gelubde zw Noe Irem vater, das do sprach: "mit nicht werd ich verliesenn furpass mit den wassern der sint flutt alles fleysch vnd wirt setzen meinen pogen In die wolckenn des hymels, vnd wirt ein tzeychen des gelubdes tzwischen mir vnd dem ertrich." Aber mer mißtrawten sy got von forchte aber pawten sy von der tzukunftigen syndflutt wegen ein Stat vnd eynen duren in die aller grosten hohe. Der almechtig gott was Ir vnweysheyt straffende vnd betzayget dy großheyt seyner gotlichen almechtigkeit vnd an der selben stat teylet er Ir tzungen In tzwovndsybentzug sprachen.
vnd von dem yst genant der selbig thurn Babel, Das do lautet noch der außlegung schendung der tzungen. doselbst nam auch eynen vrsprunck dye sprach Slowanica, das do mit verstortem wort yst geheyssen Slawonicum, von dem das volck der selben sprach heyssen Slawoni. wann in yrer tzungen Slawo vnd Slawi heyssen wort vnd worter vnd also von dem wort vnd wortern der genanten Sprach heyssen sy Slowani.



Dorvmb dy vorgenanten Slawoni wichen von dem velde Senar vnd gingen durch Caldea vnd komen In das, lant do nu wonen dy Kriechen; darnach gingen sy fur etlichen arm des meres, darein ging eyn grosser mer Bey Bysanciam, welcher Bysancia nu heysset Constantiopel, vnd gingen In die ertrich als mit namen Bulgariam, Russam, Seruiam, Dalmatiam, Caruatiam, Bosnam, Carinthyam, Ystryam vnd Corniolam, welch sy noch auf dysenn hewtigen tag Besytzen. tzu dem letzten was In Caruatia ein mensch mit namen Czhech, der durch eins begangen todschlagez wegen eins freyen verlies das selbe teyl Caruatiam; mit seinen Brudern vnd seiner geselleschaft ging er zu suchen ein newes vaterlant, in dem er sicher mocht Beleyben; von stat zu stat furging vnd ging an dy Tunaw.
Darnach kom er in das vaterlant das nu In latein heysset Bohemia vnd In tewsch Behemen; darumb Bohemia wirt genant von Boch, das yst got nach der außlegung der tzungen Slawonica, also mit der außlegunge der tzungen sein sy geheyssen Bohemi von dem namen gottes. furwar Bohemia Inn der tzungen Slawonica wird geheyssen Tzechi nach dem namen des Ersten Einwoners; der Tzech vand das vorgesprochen ertrich mit seinen prudern vnd geselleschaft an einwoner; furwar er vand das voller welde vnd tyer; do satzt er sich auf einen hohen perck, der heysset in gemeinem wort Rzip, Das in tewsch heysset auf sehenn, wenn worumb von dem Berge wirt gesehen vm vnd vmb ein grosse schlechtigkeyt des ertriches; auch ist dye gelegenheyt des perges tzwischen den wassern Albeam, Wltauiam vnd Egram. Do huben sy ann tzu Erstenn tzu ackeren vnd In tzu wonen In dem ertrich furwar die vorgenanten woner Bohemie. In dem anfang assenn sy aychelen vnd frucht der welde. Sye hetten nicht tyr fleysch noch getrayde noch samen noch wein noch gemein starck trank. Sundir sy truncken lautter wasser. alle dinck waren Inn gemein, vnd dy weyber. Sy trugen auch ein vnbekannt kleyd leynes vnd wulles vnd gebrauchten In dem winter der hewte vnd fele der tyr vnd der schafe fur Ire kleyder. vnd westen gantz nichtz von einem geteylichem gesetze, Sunder sy lebten allein von dem gesetze der natur.
Aber sein Bruder vnd sein geselle der do hies Lech, der do mit Im kome, der ging gar hohe perge, dy do teylen Boehmiam vnd Poloniam. vnd do er sahe dy aller grosten schlechtigkeyt, dy sich tzohe vber dye ende des meres, do satzt er sich vnd von seinem geschlechte Besetzt er sy. Es ist tzu wyssenn, das Inn der tzungen Slawonica Slechte felde dy heyssen Bole - darnach genant yst Bolonya, Gleich als ein feldliche Slechtigkeyt. darumb gingen etlich von seynem geschlecht gein Russyam, Pomeraniam, Cassubiam vntz an das Reych Darce vntz ann dy ende der mere Septembron vnd erfultenn das gantz ertrich Russie vnd ackerten daselbst. fur war die anndern Von Bohemia gingen auf dem fliessenden wasser Morauie vnd darbey das lant geheyssen Morauia; Auch gleycher weysse Mysniam Budyssinen vnd Lusatiam vnd huben an zu wonen In dem furstenthume. vnd alle dy lant waren weldelich vnd an alle einwonern. welche lant dy Slawoni alle haben gebawt vnd wonen noch also auf dysen hewtigen tag etc.

Wie sy Inn erwelten Crock zu eym richter
Darnach als dy Slawoni oder dy Tzhech Bey vil tzeyten also lebten also einfaltige lewt, in Irer armut, do huben sy an Reich tzu werden, von den Ackern vnd gutteren, von dye Begirlicheyt yre hertzen einwickelt vnd Reytzet sy tzu kriegen, manschlachten vnd tzu vil anndern yrsalenn vnttereinander, also was es not, das dy vntrechtigklichen alß mit gerechtigkeyt tzu eynem luffen, der sy scheydet. also erwelten sy einen weysen vnd frumen; war In den vrtaylen vnd ein schlechtmacher der streyt vnd reiche, genannt Crock; der macht dy Ersten Slos vestung In Behemen ann der stat geheyssen Stebna; auch andere wollen das der hett einen Bruder, der elter was, geheyssen Crack, welcher Crack gebawt hat das Slos vnd stat Crackaw, von welchenn Crackaw der namen yst ein gelegt. also der vorgenant Crack alle dy tag seins Lebens regirt oder außricht das ertrich Bohemia seligklich, nicht als ein furste Sonder als ein erwelter Richter von dem volck;
vnd lies von seinem todt; vnd nach seinem todt drey tochter: Die erst geporen tochter Byelam, die nach etlichen heysset Kasy, dy bawet das Slos Bielin vnd erhohet dy selben gegent. Die Biela was In aller ertzney behende vnd erkennet dy natur aller krewter gar wol vnd machet gesunt dy menschen von mancherleye kranckheyt, von welcher sache wegen ein ytzlicher durstiger des gesprochen landes eynen tzu flucht het als gleich tzu eynem verlewmunten artzt zu der selben Bielam. Dy ander tochter mit dem namen Tecla bawet das Slos Thetin; tzauberey vnd des vogelgeschreyes, was sy gar groz. Wann war vmb dye dyeberay vnd dye dinck, dy do tzu vielen den menschen aus verliesung der dinger, dy weyset sy yn mit Irer tzauberey vnd darumb das gantze lantt, wenn ymant verloren het von dyeberey oder sunste, dy luffen tzu Ir vnd dy Richtet sy in hubschlich dy verloren ding. Aber dy dritte yst, dye yst geheyssen Lybussa, dy vbertrat dy andern In dem synne. wenn war vm sy was ein weysagin vnd sy het einen sichtigen geyst vor wyssende vnd Ratende aus der tzauberey tzu kunftige dinck; dy was weyser denn dy anndern in dem gericht, Senftmutig In denn syten vnd des werckes. dy selben setzet das lant Bohemia tzu einem richter fur Iren vater Crock. dy Bawet do das Slos zum Ersten Wyssegraden vnd regyret vil zeyt das gantz lantt zu Behemen.
furwar dar nach geschach, das tzwen freyen des Landes Bohemie vnttereinander Bewegten tzwytrechtigkeit vnd kriege von etzlicher Besitzung vnd komen fur dy benanten Lybussa, dy Bey stundec dem gerichte, vnd paten dy sache mit Rechtem gericht. welche Lybussa was erforschen vnd rechter tzeytigkeit dy furgelegten sach vnd gab dem eynen dye gerechtigkeit, den anndern verdampnet sy mit Rechtem vrteyl. den der annder, der verdampt wurde, Sunder er was mechtiger der frewnde, auß schrybe: "der durstigkeyt vnnsers volcks, das alle Reich vnd alle furstenthum Regirt solt werden durch dy manne, Aber wir durch ein weyp!" do schrey alles volck das do Bey stund: "wir eyschen eynen fursten, der ein man sey, der vns Regyre als do geregirt werd andere landt!" das erhoret Lybussa vnd leget Inn ein sweygenn vnd sprach: "Ir werdet morgen kumen tzu mir vnd wirt erfullet ewr Begirde." welch do warn kummet mit gegenwurtigkeit des anndern tags fur Lybussam vnd vorderten aber, das man Inn gebe einen furstenn, der ein man wer; zw welchen sy also redet: "Ich habe wich geregirt wercklichen vnd sußlichen In miltigkeit vnd frewntschaft als ein frawe zue erlchen sachen. Nu werdet Ir haben ein fursten als Ir habt gepetenn, einen man, der do wirt tzemenn Ewr haubter In eyner eysereynen gerten vnd wird ewich Richten nach seinem willen, welches willen Ir nicht durstig werdet vmmgen, fur war er wird hohen vnder Ewch dye, die er wyll vnd dye anderen verdrucket er." das erhorten dy freyen gemenigklichen vnd das volck vnd aus schryren: "wir wollen haben einen fursten der ein man sey", vnd darvmb dy vorgenant Lybussa, dy was ein weyssagynn, als nor yst gesprochen, vnd hett eynen sichtigklichen geyst; vnd paten sy, das sy Inn tzu aygenett einen fursten vnd eynen richter. Sy sprach: "nemett meyn weysses pferdt vnd legt im auf kungliche kleyder vnd legt Im ann eynen tzawme vnd zu welchem manne es geen wirt, do wirt es bestend, den nemet auch zu eynem fursten vnd mir tzu eynem eelichen manne. vnd ich gybe auch das tzeychen: vnd wenn Ir tzu dem selben manne kumet, so werdet Ir In sehen sytzen ob eynem eyseren tysche essende."
welch freyen erfulten das geheyß Lybusse, do dy gesanten poten von Wissegraden do volgten sy nach dem pferde das ging vnd lof vnd hin vnd herwider auf dem velde perge vnd tal. des annderen tages kom es zu dem dorffe Stadytz, das do geheyssen wirt ein stat der kunge, vnd bestundt do selbest, vnd das dorf lygt tzehen meyl von Wyssegraden vnd yst gelegen ob dem wasser Belynn; do funden sy einen menschen erende geheyssen Pyzemisl, das ausgelegt wirtt als ein Betrachter in dem volck, mit tzweyen ochsen; welcher acker behelt in der lenge vnd weyt tzwelf schryte vnd der acker yst synnbel vnd gantz swartz vnd yst vmbgebt vmbschrencklich mit eynem weyssen acker; vnd fur war, nu redeten sy tzu dem man, der do Ere: "dw pyst vnnser kunck, laß ab dy ochsen vnd sytz auf das pferdt vnd kum tzu deynem sal, der dyr bereyt yst, wann warumb das volck der Behemen hat dich erwelt tzu einem kunig." do er das erhort, do lost er auf dye ochsen, vnd sy verswinden vnd wurden nicht mer gesehen. vnd furwar der man, der also geruft ward von dem pfluge tzu eynem fursten, do stecket er snell dy Rutten in das ertrich, do mit er stach dy ochsen, vnd dye pluet altzu handt vnd liess von Ir drey tzweyge, dy do trugen nuß zeytige frucht; aus welchen tzweyen tzwey al tzu handt dorreten vnd der dri wuchs vnd praytet sich gar sere aus, also das er mocht gesehen werden auff dysen hewtigen tag, vnd pringet fruchte der nusse alle Iar, wellische nuß bey vill Iaren nicht verdirbet noch erfaulet, vnd auch nymmer kern wurm in den selben nussen wirt gefunden. do das also geschahe, der vorgenannt Pryzemisl nam wider den pfluck vnd legt auf dy schare Brot vnd keß vnd doruon. do das sahen dy freyen vnd poten, dy dar komen waren, vnd gedachten des, das Lybussa gesprochen hett von dem eyseren tysche vnd vonn den ochsen, dy do verswunden vnd von der pluende vnd tragende ruten. vnd wie wol sy wurden fur gefurt uon dem In ein wunder, So suchten sy doch von nymant den geruften fursten, vnd dar nach als Pyzemisl gaß, do steyg er auf das pferd vnd rayt mit Im; fur war dye vorgenanten poten, do sy waren auf dem wege, do fragten sy Inn, ob es tzimlich wer, das er Inn saget, was das wer, das sein gerten pluet vnd von Ir liess drey tzweyge vnd dy tzwenn dorreten, vnd der drit wuchs vnd was gar sere ausgepraytet vnd Bracht nus. Er antwort: "drey fursten werden kuninc von meinen lenden, tzwen dy dorrende schyer furwar, der drit furst vnd sein furstenthume wirt pluen erlichen In die hoche vnd In dy weyt vnd wirt machen groß fruchte. Auch sag ich Ewch, wer es, das Ir mich het gelassen in dem Acker, do ich Erette, mein menlichs geschlecht wer ewigklich In dem furstenthume Belyben. Aber dar vmb das Ir komt vor der zeyt, So wirt meynn menlichs geschlecht geprechende. vnd In dem gib ych Ewch ein tzeychen: wenn das geschlecht verdirbet, So wirt das eincklein rechen den anheren." Der vorgenant furste trug auch mit Im schuhe, dy mit pesten waren geflochten vnd welch do waren von allerley ding gemacht. von dysen er wart gefraget, warumb er sy mit Im truge oder furt.
Er antwort: "Ich will sy heyssen Behalten ewigklich In dem Sloss Wyssegraden, Vnd werden nicht faulen, auf das das mein nachkumen sehen, das sy sein gefurt vnd gesetzt von der armutt in denn Sale des furstenthumes, vnd das sy nicht hochmutig werden wann warumb die hochfertigen werden gediemutiger durch der posen dinst wegen vnd die dyemutigen werden erhohet durch dy tugent." welch des hewtigen tages werden Behalten vleyssigklich in der kirchen Wyssegradenn, wann war vmb In der vigilien der kronunge der kunig Bohemie, dy korheren vnd dy prelaten sein geben aus geende entgegen dem zukunftigen kunge vnd weysen Im das geschu der gerethe vnd legen es Im auf sein schultern dy geflochten pesten schuhe, So das er ein gedechtnus habe, das er kumen sey von armutt vnd mit nichte nicht hochmutig werde. vnd do sy also gingen, sy vnd der furste Pyzemisl mit seiner grafschaft kom In Wyssegraden, do er gesatzt wart erlich von Lybussa vnd von allen Iren panerhern vnd ward verknupft durch dy Ee der Lybussenn etc.

Wie Prag tzum Ersten auf kom
Darumb Lybussa, die vorgenant prophetin, was sy eins tags von Irm mann, Bey steende ein menge der panerherren, In dem Slosse Wyssegraden weyssaget sy vnder den nachgeschriben Versenn:
"Vrbem conspicio, fama cuius sydera tangit.
Est locus In sylua, villa qui dystat ab ysta.
Ter denis stadys, quem Wltaua terminat vndis."

(dye außlegung des Ersten vers: "Ich syhe ein stat der lewmut berurt das gestyrn."; der ander versus: "Es ist ein stat In dem walt, dye ligt von dysem dorfe dreyssig gewende, welche auch endet das fliessende wasser Wltaua.")
"furwar der gar tieffe flus genant Brußha vmbblanckt dy stat gelegen von dem teyl des nortwindez vnd ein hoher vnd weyter, gar ein steyniger perck von dem teyl des mittentages genannt von den felsen Petrzin, welcher perck mit seiner hoche scheynet vber all annder stet do selbst gelegenn vnd der perck, der statt pewget sich Inn der weyse eins merschweynes vnd geet vntz an das vor genant vliessende wasser. wenn Ir kumet an die selben statt vnd den Ersten menschen, den Ir vindet, mit dem Redet vnd das, das er Ewch antwurtet fur das erste Wort, aus dem namen des selben wortes nennet dy stat. auch do selbst werdet Ir Bawen ein Sloss desselben namen vnd werdet das volbringenn mit gepew." Dyse, dy do gesant wurden, erfulten das geheysse Irer frawen vnd komen tzu der stat, an welcher sy funden eynen menschen Bawende an einem holtz vnd hubenn an tzu fragende, was er wer wurcken. Er Antwort sprechende: "limen", das ist ein swelle, furware, dy gesanten poten tzaycheten also palt dy selben stat vnd bereytten gepewe des schlosses, das do Praga noch der Slawonica sprach limen lateynish sy hiessen, also kerten sy wider tzu Irer frawen Lybussam vnd verkundeten dy geschicht, dy do gesehenn warenn. Dy Sprach: "Es ist wol gethan, wenn warumb auch gross heren piegen sich zu dem dyemutigem swelle." Also das gepawt Sloss von so geschehen dingen, Also geheyssenn yst Praha. Auch weyssagte dy vorgesprochen Lybussa von dem Slosse vnd sprach: "tzwen gulden olyue auf steygend hin fur von dem Sloss, vnd dy hohe der selben durch farend den sybenden hymel, vnd werden scheynen durch dy gantzen werlt mit tzeychen vnd mit mirackelen vnd alles geschlecht Bohemie vnd ander lant werden anpeten yn opfern vnd Inn gaben vnd aus den wirt eyne geheyssen 'die grosser ere', die annder 'ein trostung der schare'." das wirt hinfur kumen nach vill zeyten, wann warumb der erwerge furste des Reichs Bohemie, ein scheinperlich marter Wentzelaus, das nach der tzungen Slawonica wirt geheyssen Watzlaw vnd wirt außgeleget als dy groß ere, vnd heylige Woytich der ander merter, ein pregischer Bischoue, des namen wirt ausgeleget ein trostunge der schar; vnd pluende In dem vorgenanten Slosse Beyde, der Bischoue In geystlichen vnd der furste In tzeytlichen, vnd durchgingen also dy tzeytlichen, das sy mit der kronen der marter verdienten dy hymelischenn Ruhe.
Auch sein In dem vorgenanten Sloss Als vil Corper vnd heyligthum Beschlossen der heyligen Appostln, merter peychtiger vnd der Iunckfrawen vnd andere heiligthum des gotlichen leydens vnd der erwirdigen junckfrawen vnd mit marter vnd wurden andechtigklich geeret das dy getrewe krysten aus dem reiche vnd aus vill anderen landen vnd von aller werlt tzu luffen tzu den Wallferten der selben heyligen, darumb yst nicht vnbequemlichen, das vorgenant schlos genant werden Limen, welches In der tzungen Slawonica wirt geheyssen Praha, vnd mit verkartem Wort wirt geheyssen Praga.


Der furste Przmisl, der groß weyssag, mit der sichtigen prophetin Lybussa, seiner hausfrawen, ein ging vnd machten gesetze vnd Recht; do mit las wir sy stee, das lang zu schreyben wer; vnd damit das Lant Behemen noch wirt regirt hewt Bey tag.


Dar nach Bawet Lybussa das Sloss Libussis Bey Albeam nahent Bey dem Sloss, das nu wirt geheyssen Colonia super Albea. daselbst yst sy Begraben noch Irem tode. welchs Sloss Libussis nach vil Lauffen der tzeyt was eins edlenn grauen mit dem namen Slawnick, des vaters des heyligen Woytich, anders Adalberti, der da selbst begraben yst mit seyner hawsfrawen ein muter des vorgenanten heyligen Adalberti.

Wie Wlasta mit den annderen frawen gewunnen das schloss Wyssegraden
Do gestarben was vnd begraben Lybussa In der purg Wyssegraden, do erhub sich ein Junckfraw, geheyssen Wlasta, in der hochfart, welche do mit begirde der herschung, also das etwann Ir fraw Lybussa geregirt hett. dy ruffet tzu Ir ander Junckfrawen vnd tochter sprechende tzu Inn: "Vnnser frawe Lybussa hat Regyret das lant do sy lebet, warumb regire ich nicht mitsampt ewch dass Ertrich vnd das lant, wan Ich Ire heymliche vnd die warsagung vnd dy zauberey durch der vogel geschrey Ir swester Tetkcze, vnd ich erkenne auch die ertzneye der gesuntheytt vnd der kranckheyt gleich als Biela, Ir swester. darvmb das ich erkenne Ir kunste vor allen den, dy do lebende, dar vmb, ob Ir mir nu wollet nachuolgen vnd mir helfenn, So hoff ich, das wir wollen sollch ding herschen vber all man." do antworten sy gemeynigklichen: "Es gefellet vns woll das, das dw vns sagest." welche Wlasta, do sie begreyff die bequeme tzeyt vnd do schencket sy den Iunckfrawen ein tranck kunstenreichlichen gemacht vnd auch der craft des smackes huben ann all dy Iunckfrawenn zu neyden vnmenschlich alle man, pruder, frewnd vnd alles das, welchs menlichs geschlechts was, vntz In den todt. Auch tzu der selben tzeyt ryten alle frawen vnd Iunckfrawen Iagen vnd an ander stette auch wurckten sy alle handelunge als dy man also tzu eyner tzeyt.
do sahe der furste Przmisl vnd der weyssag In eyner gesichte, das ein Iunkfrawe mit vil andern Iunkfrawen, dy do Beystunden, Reichet Im einen kelch voller plutes, von welches dinges wegen beruf er dy freyen menn vnd dy alten des volckes, welichen er offenwaret das selbig gesicht vnd sprach, Er forchtet dass ein grosser schade wurd kumen von den frawen vnd Iunckfrawenn von des wegen, das sy Inn alltzumal geben der freyheit noch besorgten nicht annpieten dy menlichenn tat. dy freyen merckten aller mynst seine wort vnd liessen sy geyl werden tzu den wollusten.
Darnach in kurtzer tzeyt die vorgenant Wlasta ein Regyrerin der Iunckfrawen begerett tzu Reytzen, stercklicher der Iunckfrawen vnd frawen des landes Bohemie, wider dy man. do gab sy In aber allen des gantzen landes Bohemie ein solchs gemachts getranck, von welches smack sy begerten tzu vertylgen dy man mit der aller grawsampstenn widerwertigkeit. vnd das geschahe, do ging sy ein mit den Iunckfrawen vnd frawen in ein arck lystigen Rathe, Also das sy tzu der tzeyt der nacht, wenn die man Slieffen, in dem gantzen lande Bohemia vnd sy vbervielen sy vber all gewappende, also lang, Bis daz sy die man tottetenn, vnd das sy ab trugen dy mannen wappen vnd dy pfert vnd gurten sich mit Inn vnd das sy gingen beschirmlich mit den wappenn der manne auszustreyten das Sloss Wyssegraden. do sy hetten getodt, Bey Irem gelubde, dy alten vnd dye Iungenn man. In welchen Sloss do was der hertzog Przmisl, do sametenn sy sich In dem felde vnd tzugen wider den hertzogen Przemysl vnd Besassen das Slos Wyssegraden vnd entgegen do vber des selben Slos Wyssegradenn, do Baweten sy das aller festigs Sloss auf dy hohe eynes starcken perges. dem selben eynlegt man den namen Diewin - Aus dem namen der Iunckfrawen: in Behemischer Sprach vnd Windischer wurdenn genant dyewicie etc., Also ist das schlos genant Diewin, aus dem namen der Iunckfrawen.
auch zu den tzeyten die vorgenanten Junckfrawen waren mechtig vnd starck von got vnd vbertraten die man In vil tzalen, das dy man gantz nicht mocht entgegen lauffen In dem felde oder widerstende Irer großheyt etc.

Wie Wlasta auß dem schloss Diewin tottet gar vil man
Aber darnach do Wlasta gepawet het das ytzund gesprochen Sloss Diewin vnd sich do selbest gesammet hett vnd dye selben stat het gesterckt mit wappen, puckler, geschoz, swerten vnd auch mit Bogen, do komen dye freyen hern des landes zu Beheym mit Irer Ritterschaft fur den fursten Przemisl In das Slos Wissegraden vnd Sprachen: "als wie leyden wir die herschunge der frawen, darvmb sein wir vber ein kume: eintweder wir wollen mit Inn ein geen In einen felstreyt oder wir wollenn Ir Sloss Diewin gewappender macht menlich besytzenn." Brzemysl Antwort den, der eynen warsagenden geyst het, vnd Sprach: "Es ab sey, das ich mit Ewch gee, wenn war vmb wir werde all Bestryten, vnd ich mit meinem geschlecht, wer es das ich mit meinem geschlecht - wer es das ich In dem selben streyt wer ich gantz verdurbe." Sunder dy vorgenanten freyen merckten nyt die worter des vorgenanten fursten vnd fur tzugenn mit aller Irer macht vnfursichtigklich fur dy vorgenanten Iunckfrawen fur das Slos Diewin.
do das sahe Wlasta, die furstin vnd die frawe der vorgenanten Iunckfrawen, die tzu Redet mechtigklich den Iunckfrawen Sprechende: "aller liebsten gespylen, Ich weyß, das etwan dy Amasones dy bewegten vberwindende streyt wider Tyrum vnd Allexandrum; dar nach geschahe das noch In dem Reiche Saba vnd in annderen landen. die Iunckfrawen vnd dy frawen der Amasonen herschten vberwintlich den mannen, das an tzweyfel mitt nichte geschehen were, denn das dy frawen widerstunden denn mannen In gestrengen thaten; dar vmb nemet dy crefte vnd das gmute vnd nemet dy wappenn vnd erwelet denn todt, auf das das wir vndertenig machen mit scharpfen schlegen dye man, dy do wider steen vnnser herschung." demselben sy gemeinigklichen nachuolgeten: Die Iunckfrawen vielen tzu den wappen vnd Bereyteten sich tzu dem streyt vnd theten auf dy pforten des schloses vnd gingen auf das felt. als die hungrygen lebin, dy do durstet nach dem menschlichem plute. vnd also mit machte vbervielen sy Beschirmlich mit den aller sichersten wappen wider dy vnsicheren manne; furwar Wlasta doselbst dy Erste in dem streyt tottet syben man mit Irm swert,
vnd der nachuolgten die haubtfrawen der selben geselleschaft: Mlada, Hotkda, Swataua, Wratzka, Radka, Czaskaua vnd Trzraua; gleicher weys die machen ein geselleschaft wider das here der manne vnd ale dy man, die dy hilfe des flyhens nicht erneret, dy verderbten sy In dem munde des swertes. Vnd do dy man vberwunden wurden, do wusteten dy frawen mechtigklich das Reich vnd dy dorfer on al Widersteunge. Auch In der tzeyt do luden hubsch vnd listig Iunckfrawen die man In frydlichen tagen vnter einen betrieglichen Betrugnus In Ir Slos Diewin, welch di Sprachen zu den Iungen vnd tzu den Edlen mannen ein ytzliche fur sich selbst, dy annder tzu dem anndern: "Ich hab smertzen In deyne liebe, darumb yst das du mich begerest tzu haben tzu einer gesellin, So wurde ich dyr ye zugefugt furwar. sich, ich offenwar dir die heimlichkeit, das mein Fraue Wlasta hat geschichet auf dem tag alleine tzu Reyten vnd dasselbsthin, ob dw mechtigklich komest, so mogstu sy vberwinden vnd mochst mich zu fugen, dir mit deinen vmbuahen." Also machten sy den mannen grosse widerwertigkeit mit den wortenn, wan war vmb do sy komen an die Bezeygten stete, do wurden sy all ermordet grawsamklich durch dye selben Iunckfrawen, das do offenbar yst von vil panerhern vnd in Irn dynern. furwar zu einem mal do santen sy tzu den Edlen des Reychs mit eym gegleichten gelauben Sprechende: "Wir haben ein verdriessen mer tzu lebende in dem arbeyten oder in den streyten, fur war wir sein frawen, den do nicht tzymet tzu herschen vber dy manne. Nemet war vnd geet tzu dem Sloss Diewin mit sicheren schryten vnd thutt mit vns, als ir wollet!"
welche wort die vorgenante freyen prachten das fur den hertzogen Przemisl, tzu welchen er sprach: "Tut sein nicht, ir sult sein nicht gelauben, wann sy betriegen ewch vntter eyner falschen bedeckung der flugel." Sunder dy freyen verliessen die rede des fursten vnd sameten all man, dy sy vermochten vnd gingen In der zeyt der nacht durch dy stat dy Inn dy vorgenannten Iunckfrawen weyseten vnd komen Inn das Sloss Diewin vnd do selbst wurden sy all ertottet durch die vorgesprochen Iunckfrawenn, welche aus verporgen lagungen in sye vielen grawsamklich etc.

Wie Wlasta den Banerhern Styrad ertottet mit dem Rade
Dorumb das als grossen torlichen verrethnissen der vorgenanten Iunckfrawen, do Beleybe tzu den tzeyten keyner mercklicher panerhere in Behemen newr allein Styrad, der fursichtige man ausgenommen vnd durchleuchtig mit vil frumkeit, der do solt genn etzlich tzwytrechtigkeit zu uertylgenn; vnd das westen wol dy vorgesprochen Iunckfrawen vnd Santen do hyn Speher, theten ein grosse vnd grawsamliche sunde, wann waz vmb sy punden gar sere ein aller hubsche Iunckfraw In einem walt, Dar Innen grosse tal waren, an eynem Bawmen - die hies mit dem namen Scharca. Vnd setzten ein fleschlein mit met an Ire seyten mit einer Bwsaunen, Auf das das denn der vorgenante Styrad des Weg da hynn was sich nehende tzu der selben vnd das der getzogen wurd zu der Rue do selbst mit den Betruglichen Worten der Iunckfrawen, dy do gepunden was; Eintweder von Irer erlosung wegen, oder von des truncks metz wegen, oder von des klangs wegen, der pusawmen, auss welchen Ir verporgne verkarte Betriglich neydung peyteten, sy noch freßlicher seyne tzukunft vnd do vbervielen dy obgesprochen Iunckfrawen den verlewmnten edlen zu totten yn, denn sy allein forchten als eynen vber beleyber.
Es geschahe, das der vorgenant Styrad kom an dy stat, do aus schrey die gepundene Iunckfraw vnd Sprach: "sich, mein here, dye grawsamen Iunckfrawen dyses ertrichs die haben mich gepunden vnguttigklich tzu dem Bawmen, darumb das ych nicht wolt anhangen Irer geselleschaft den andern gleich zu sein. darumb vermane ich dein frumkeyt, das dw mich Auf losest vnd erledygest mich von Irn henden. wann war vmb do sy erhorten deinen mechtigen ganck, do fluhen sy Aus dem tzyle vnd also wurd ich allein gepeyniget mit den scharpfen panden." Also das der vorgenant Styrad wurde bewegt in Barmenhertzigkeit, der steyg von seinem pferde vnd loset dy auf vnd gelobet Ir mitleydende, das er sy widerfuer zu Iren Eltern, als sy den patt. welche, dy do also erloset ward, Bat Inn Arcklystigklich, das er ein wenig trinck von dem tzugesatzten mett. do das geschahe, do Batt sy Inn, das er plyse wollustigklich dy pwsawmen, die er do vande. welcher nam dy pwsawmen vnd schellet sy, vnd also dy frawen, dy do verholen waren wider westen, das der gesprochen Styrad kumen wer ytzund, als sy gedochten, vnd vielen von den heymlichen Steten vnd dy do mit Im waren, totten sy grawsamklich. Auch furten sy den Styrad gefangen Bey der vntteren stat oder tale des Slosses Wyssegraden, vnd totteten In In dem angesiht seines fursten Przemisl mit der peyne des Rades furwar.
In dem vorgenanten engen tale in der tzeyt sein gehoret vil tewfel lachende, von der grossen Bozheit der Iunckfrawen Scharca vnd Ir geselleschaft. darvmb das durch dy vorgenanten Iunckfrawen als gar ein grosse sund was begangen oder geschehen, vnd darvmb das vorgesproche tale, welchs gelegen yst hinder dem frawen kloster Bremonen vnd wirt noch auf dysen hewtigen tag geheyssen Scharca von dem namen der vorgesprochenen Iunckfrawen.

Wie Wlasta pose gepot aufsetzt, dar nach ward sy ertot vnter dem fursten Przeßmyl mit Iren gespylen
Do nu die weyber hetten kein mechtige widerstenuss mer, do tzu samen Ruften sy al groz geporen vnter Inn vnd machten ein gepot, das ein yglichs kneblein, als pald das geporen wird in die werlt, das dem abgeschlagenn wurd der tawme vnd gleycher weyse so solt es vnter lygen dem vrteyl des Beraubens des Rechten augen, auf das wenn Im der dawme abgesnyten wurde, das er nicht mechtig wer zw glystern das swert vnd wenn auch beraubt wurd des augen, das er denn vngeschicht wer tzu der werung vnd zu der flucht. dar nach setzten sy, das Ir ytzliche eyne mocht geprauchen nach Irm Luste Irs willen menlicher vmbphahung vnd In der weyse, als etwen dy Amasones gewonet hettenn tzu nemende dy manne In dem Reich Saba, noch Irem wolgefallen. welche vrteyl vnd gepot die man, dy den vber Belyben, horten das, luffen tzu Iren fursten Przemisl vnd paten das vber seinem Rate vnd hylfe vnd sprachen, das er alleine zu Rete In den dingen vnd auch das er sy fursehe mit eyner notdurftigen ertzeneye vnd das sy sich icht furpas vnterwurfen gantz der macht der vorgesprochenen frawen.
Do der vorgenant Przemysl, do er das hort, do ging er In den Rate vnd Santen tzu den genanten Iunckfrawen in das Sloss Diewin vnd offenwaret Inn dy wort: "ytzund yst es tzeyt, das ich vntterlieg Ewr herschaft, vnd ich gib das Sloß Wyssegraden In die macht Ewrs Regyrens; darvmb yst es auch Behegliche, das Ir sendet Iunckfrawen nach dem, als Ewch gesehen Wurd austzurichten." do das dy vorgenanten Iunckfrawen erhorten, do santen sy mit vil macht die pesten Iunckfrawen tzu dem Slosse Wyssegraden, vnd welch do hin kommen, dy funden alle ein notdurft der speyse, Auch namen sy gar Begirlichen die koste vnd das getranck, also das sy beswert wurden mit dem laster der trunckenheyt. vnd do das geschahe, do liess Aber der vorgenant Przemysl von den heymlichen stetenn, die er do selbst geschicht het, die man vnd gepote, das man sy all tottet. fur war die man theten das vnd namen Ire pferdt vnd Ire wappen vnd grozmutigten stercklich tzu dem todt der anndern. Do das erhort Wlasta, Ir furstynn, die was entzundet In dem tzorne vnd ging aus dem Slos Diewin Alleine mit den, dy Ir nachuolgten snelligklicher. vnd do sy komen tzu dem Sloss Wyssegraden, dye gesterckten man mit denn wappen der erschlagen Iunckfrawen gingen sy ann vnerschrockenlich.
furware sy gelaubet, Das dy schare der gewappenden frawen volgeten Ir nach, on alles mittel vnd vielen kunlich In dye man mit Iren nachvolgerinen, vnd do selbst ist sy mitsampt den annderen iren Iunckfrawen getottet worden ann der ersten spitzenn des streytes. Auch do der selben andere schar der frawen komen tzu der statt vnd sahen dy Ersten Spitzen vberwunden, do wurden sy vnbehertzigt, welche dy man einfolgten menlich vnd bekereten sy In die flucht, vnd warenn sy durch echten vntz Bis In das Sloss Diewin vnd gingen mit Inn ein in das Sloss vnd Als vill als sy der funden, totteten sy all mit dem Swert. Also hat der toret streyt der frawen ein endt In Behemerlant genummen, auch als denn verlassen wert. So regnirten dy frauen syben Iare In Behemen; ydoch die grawsame vngutigkeyt misseuiel vil erhaben frawen vnd Iunckfrawen, auch welche Bosheyt oder grawsamkeyt Ir vil wurden betzeugt, mit welchen kein weyser man nicht vnpillich schetzt eyn sulchen vnsynigen tzoren der vorgenanten frawen etc.

Prezmysl starb vnd sein sun Nezamysl Regiret nach Im gar frydlich vnd wunsamlich
Przemysl der Erst furst vnd ein grosser weyssag, do er Regirt Bey vil zeyten das Behemisch volck, do starb er. dem volgt nach sein sun Nezamysl, welcher namen Nezamysl wirt außgelegt als nichtz gedechtig; furwar er gedacht nichtz newes, Sunder er Beleybe sein Lebtag In dem veterlichen gesetze vnd Regirt sein volck in fryde sein Lebtag. Welches sun der di hies Mnata, der kom nach im vnd was Regyren gleycher weyse in fryd vnd yst begraben. Dem volget nach auch sein Sun Woyn, welcher Woyn het tzwen sun: Vnislaum vnd Wladislaum, vnder welche sunne er teylet das Behemisch erdrich: dem Vnislao vor Prage vnd das hertzogthum tzu Behemen gab er; aber dem Wladyslao gab er oder vnterteylet das lant Lutzen, anders genant Satzen. von welchem Wladyslao kom darnach Wladislauss, welcher In nachkumender tzeyt Beging vil streyt mit dem hertzogen Neklan des landes Bohemie, als denn wirt gehandelt, in den nachkummenden Iar.
Auch dysem Vnislao kom nach Im sein sun, noch welchem kom nach dem selben sein sun Gregomysl; vnd dy selben all Regyrten das ertriche des Landes Bohemie in fryde, vnd werden auch nicht ir geschicht gefunden in den Cronicken, wie gross sy sein. fur war der sun Gregomysl, genant Neklan, regyret das Land, welches namen wirt außgelegt: ein dinck, das do kein punckt yst; vnd furwar dy außlegung des namens tzymet wol seinem namen, wann warumb er was forchtig von gott, das er In keyn gewonheyt der wappen mocht er pey sein oder wolt. Also do er Besitzen was die regyrung des hertzogen thumes do macht der Wladyslaus, ein furst des Landes Lutzen, welches lant nue geheyssen wirt Satzen, dy allerr großen streyte den Behemen, wie wol er was von dem geschlecht der fursten des landes Bohemie vnd behielt sein Hertzogtum in Behemen, vnter welchen streyten wert Letzter streyte, nachuolglich verschryben.

Wie Wlatißlaus vnd Neklan streytent waren
Es ist geschehen ein streyt In dem felde, das do genant wirt Crtzko tzwischen den Lutzanos vnd den Behemen. Wann es ist tzu mercken, das das lant Lutzana, das da nu heysset Satzen was geteylt in funf lant der stet: Das Erst was gelegen pey dem fluss geheyssen mit dem namen Binuria, Das ander aus Beydem teyl Bßka, Das dritt was gelegen In den vmbganck des Regende Wassers Bruzinka, Das vierd genant Siluana, gelegen vnter den enden des fliessenden wassers Mza, das funfte das gelegen yst tzu mittel, das wirt geheyssen Luca, die aller schonste In dem gesicht vnd nach gewonheyt fruchtper vnd hat den namen von dem ding, wan Luca In Behemisch wir ein wysen geheyssenn, in Latein vnd Als ee das sy Satz ein stat des landes gepawet was, do hiessen die Lewt Lutzani. den selben was der hertzog Wladislaus geheyssen, ein streytper man vnd auch ein sere betrogender man in den Reten, der selb pawet dy statt, dy er do hies nach seinem namen Wlatislaw tzwischen tzweyen pergen: Mednetz vnd Przypek in die nehen tzweyr lande, das ist mit namen Beline, vnd Leuthomeritz; welche statt er vmbgurtet mit eyner mawr vnd festigte sy gar Sere. Der selbe bewegt den streyt wider die Behemenn vnd macht ein sulchs gesetz: vnter den seinen also das ein yglicher der in der lenge werde vber das swert vnd wurd geruffen vnd komme nicht tzu dem streyt, der verlure sein Haubt. dar nach zu Redet er den seinen mit den Worten: "O Ir Ritter, welcher In Iren hennden yst die letzt vber windunge, etwen habt Ir nicht ein mal gewichen, Tut ytzund dye tat. Es eenist nicht nott der wappen oder dy wappen zu tragen, zu der hofnung der Ritterschaft Sunder trag mer mit Ewch dy falcken vnd habich vnd dye sperber vnd die ander geschlecht der geflugel, dy tzu dem spylee vnd tzu der sussigkeit gehoren; welchen wir geben tzu essen das fleysch vnser veinde, yst das das Ir villeicht genuck sein, wenn warumb ich setze on tzweyfel ketzlein fur dy kinde an die pruste der muter meyner veinde, vnd wirt außsenden die vnseligen nachtpaurn vnd außendene."
vnder des was ein frawe, dye het einen stief sun, tzu dem sy sprach: "Also Ich wayss, dass das Bemisch Volck tzubehalten den syge vnd die vberwindung, vnd tzu dem Ende vnd auf das das Dw allein mugest entrynnen, gib ich dir einen Rate: Totte den Ersten, den du hast tzu einem widerwertigen veinde, vnd sneyde Im abe Beyde orenn vnd laß sy In dy taschenn vnd streych mit deynem plossen swert krewtzweys In das Ertrich tzwischen peyde fuess des pferdes. wenn dw das getust, so sizt auf das pferdt vnd ker deynen Ruck vnd mit nichte syhe vmb, also magstu kawm allein daruon kummen, wann dy anndern all erschlagen werden furwar." der weste, das sein stiefmuter was voll eins sichtigen geystz vnd gelobet das selbe tzu thun vnd thet das auch. was die selben czeyt ein fraw ein geystseherin, dye do Riet dem hertzogen zu Behemen, genant Necklan vnd seinem volck, das sy beheglichen mechten dy goter durch das opfer eins Esels, welchen sie Riet tzu totten vnd geteylt werden In vill stuck, vnd auch das er Also vertzeret wurde von aller schare. vnd das ist geschehen durch den Ratt der Frawen. vnter dem der selbig hertzog Necklan von grosser cleinmutigkeit wegen was er nicht durstig in dem streyte zu sein noch streyten. do Rufet er tzu Im heymlichen einen Ritter, geheyssen Sder, ein frummen, Streytparen vnd ein starcken. Auch dem thet er ann seinen harnasch, das es Ir wenig westen, der sein, vnd setzet Inn auf sein pfert vnd sprach Im tzu, das er strite wider dy feinde in seyner person, auch das er vorging die seinen; vnd das gelobt der danckperlich tzu thun vnd thet es vnd er vorging seiner schare vnd kome tzu dem gesprochen Velde vnd der Erste was er mit den seinen Bey einem vberschneydenden puhel mitten In dem felde. fur ware der hertzog Wladyßlauss, der kom gleych weyse von dem annderen teyl mit seiner schar vnd furwar er vnd dy seinen mit Irer menig do sy auf losten das geflugel, do erfultenn sy dy lufte vnd der gestreng Ritter, der vnter den wappen vnd in der person Necklan, seines hertzogen kumen was tzu dem Streit vnd vermonte dy sein, auf das das sy sich stercklicher wereten vnd ob das geschehe, das er geschlagen wurde, do gepot er, das sy Inn Begruben auf den puhel desselben veldes. also streyt der allersterckst wider dy feinde vnd do sy all erschlagen wurdenn mit den seinen, do Beleyb er ein vberwinder. Auch In dem selben streyt do wurden Im geschlagen gar vill wunden vnd er starbe vnd in der selben statt yst er Begraben, welche stat noch Hewt des tags wirt genant Buzkum des Starcken Ritters.
Abir von dem anderen teyl Belyben sy allen todt dann allein der außgenumen der do durch dy vnterweysung seiner stiefmuter von dem streyt floch vnd der tzu seynem hause ging, do vand er sein hausfrawe todt vnd do er dy fleyssigklicher het angesehen, do vand er sie wundt In dem hertzen vnd darbende der oren; auch nam er aus der taschen dy oren, do fand er, das sy Ir waren gewesen, vnd furwar das der sein widerwertiger was vnd Inn tzu dem Ersten tottet. fur war dy Behemen gingen In das land vnd wusteten das vnd tzustorten die Stet vnd liessen gantz nichts dar Innen; auch hintrugen sy von dem selben lande vill raube vnd vntter den anderen do funden sy pey einer alten frawen den sun Wlatislaw, des vorgenanten hertzogen Lutzen, vnd Brachten den Necklan, Iren fursten, der do Bewegt war mit Barmhertzigkeit vber das kindt vnd wolt sein nicht lassen totten, Sunder er Bawet ein statt geheyssen Dragy an einer eben stat ober den vliessenden pach Ohrze, das yst Egre, Bey dem Weyler Postoloprt, do nu ein kloster yst der heyligen Iunckfrawen Marie. vnd das selb kind enphalch er einem, genant Duringus, der do was vonn dem geschlecht Srbia. Auch Befalch er Im dez sorge tzu tragende wann der Duringus, do noch lebte Wlatislaus, sein vater, do trug er dy sorge desselben kindes. fur war der vorgenant Duringuss, der gelaubet tzu Bieten einen Bequemen dynst, Do furet er das beuolhen kindt, auf das vorgenant fliessende wasser Ohrze, welchs wasser tzu den tzeyten was gefroren vnd het auch gar tiefs eyse. vnd do er kome an er bequeme tzeyt zu der stat seyner willen, do Sprach er tzu dem kinde: "Junckhere, Syhe vnter dem eyse vil vysch fur war!" Do sich das kindt pewgte vnd vnter sich sahe, do nam er dy hacken, die er verporgenlich vnd dieplich vnter dem mantel trug, vnd hybe dem kinde abe sein haubt vnd wickelt das in einen Reynen snidel oder leynwot vnd precht es dem fursten Sprechende:
"Ich wolt machen dich vnd dye sein Sycher, das das kindt das do mir empfolhen yst, das es ycht, So es kom tzu dem alter, reche den todt seins vaters. Nu sich, ych vnd pewte dir do sein haubt vnd eysche dar von den lone." fur war der furst necklan zu der selben tzeyt sass mit seinen grossen hern ob dem tysche, vnd do er hort, das als ein gar gross sunde geschehen were vnd an het gesehen das haubt des vorgenanten kindes, do erschrack er vnd Darvmbe so vrteylet er mit sampt seinen grossen hern denn genannten Duringen schuldig tzu sein des todtes vnd sprach tzu Im: "Das lone sey dyr vmb dein Begangen sunde: Eintweder schupfe dych abe von einem hohen abgesnyten stein eines pergs oder erhenck dich selber ane einem pawmen oder ertot dich selbst mit dem swert!" Welcher Duringus, do er erhort das vrteyl seines fursten, tzu hant vertzaget er vnd hing sich selber an einem eychen Bawme, welch aych als lang stund das sy von des dinges geheyssen warde alnus oder ein Bowm des Duringi. Auch also hat gehabt das furstenthum vnd das geschlecht des vorgenanten Wlatißlay einen todtlichen Ausganck.


darnach, do der vorgesprochen Necklan volbracht sein tage, do yst er todt. welchem nachuolget sein sun Hostwitz, welchem gelycherweyse nachuolget Borzywoy, sein sun, tzum Ersten ein Heyde, aber darnach ein Crystenn. Dyse gegenwurtig Cronica vntz biss hie her yst geschryben worden Als von den heyden, dy dennoch nicht hetten den Crystenlichen gelauben vnd yst nicht geteylt durch dy Iare, vnnsers hern, Sunder welche hernach werden, noch dem pesten gesehen werd vnterscheyden.

Wie Bortzwoy getauft wart vnd darnach tzu hertzog erwelt wart von Metudio Ertzpischoue
Anno Domini DCCCXCIIII der hertzog Borzywoy yst getauft worden mit seiner hausfrawen, der heyligen Ludemila von dem heyligen Metudio, Ertzpischoue In Merhern In den tzeyten Arnolphy, des keyserss in der frystung Swatopluck, des kuniges zw Merhern In die stat Welegraden, welchem kunig von Merhern tzu den getzeyten der kung von Behemen was vntertenig. Auch dem selben kunig waren vntertenik dy lant als mit namen Polonia vnd Russia vnd dy stat Welegraden was ein haubt des Reichs Morauie oder Merheren. auch geschahe desselben Iares, das der kunig Swatopluck beweget seine wappen vnrechtlich wider seinen hernn vnd gevattern, den keyser Arnolphum. von der sach wegen der selbig keyser, sein her vnd sein gevatter, Samet ein Schare Wider Inn mit dem gantzen tewtschen lande von einem teyl vnd von den Hewnen oder Vngern von dem anndern teyle. furwar do der kunig Swatopluck sahe, das er nicht wider steen mocht dem keyser In den velden, do abtrug er sych dieplich auss der mitte seiner schare vnd sas heimlich auf ein pferdt vnd flohe vonn dannen vnd vnd kom an ein Stat an ein Spitzen eins pergs, genant Sombor, an welcher stat tzu den getzeyten woneten drey Einsydel. furware der kunig Swatopluck auf das er Belieb vnbekant vntz an das Ende, do tottet er sein pferdt vnd grube sein Swert vnter den myst, auch ging er vnerkant zu dem vorgenanten eynsydeln vnd wart aufgenume uon In in einem gesellen vnd mit eynsydel Er ward beschoren vnd nam das kleyt vnd beleybe do selbst mit Inn vntz Biss er empfande ym tzu weychen der schad vnd die tzeyt des todtes. Allererst tzum Ersten der vorgesprochen kunck offembart den selben eynsydeln, wer er wer, vnd darnach all zu hand Starb er. welchs Reich sein sun behielten wenig vnd klein zeyt seligklich, wenn warumb sein sun der nach Im, der wolt an einem heyligen tage Jagen Bey der stat Welegraden Inn dem walde, geheyssen Gretzy, vnd verkundet dem Ertzpischoue, dem heyligen Metudio, das er sein peytet mit einer erlichen meß, Als lang, bis das er wider kome. welcher heyliger Bischoue peytet, nahent vntz biss zu dem mittag, vnd do er forcht, er versawmet, das gotlich ampt, do hielt er mess aller mynst peytende des kuniges. furwar do der kunig kom von dem gegeyde vnd horet, das der Ertzbischoue celebrirt het die mess vnd het gesegent den Leychnam vnnßers hernn, do war er vnwillig vnd ging ein mit den hunden vnd mit den Iegern in die Kirchen vnd macht einen grossenn lawt vnd murmelunng mit den honern der Ieger vnd mit dem pellen der hunden; vnd also do er kome fur den Altar, do verspottet er den heyligen Ertzpischoue Metudium vnd ging abe uon der oben gesprochen kirchen; von welcher versmehung vnd scheltworter wegen, do dy mess vollbracht warde, der Ertzpischoue exconmuniciret Inn, den genanten kunig, vnd leget em denn Bann vnd die beswerunge des Bannes oder den grossern Bann, durch das gantz Reich zu Merheren. vnd do das geschahe, do nam er mit In den hertzogen Borzywoy zu Behemen, den er getauft hett, welchen er auch Bestetigt het In dem gelauben. Darnach ging er tzu Rom; do vand er seinen heyligen Bruder Cyrillum, welcher vor zeytten het getauft den vorgenanten Swatopluckum, den kunig tzu Merheren, vnd das gantz Reich tzu Merhern, vnd denn selben heyligenn Metudium liess er do selbst noch Im zu einem Ertzpischoue. der selbig heylig Cyrillus bekeret tzu dem gelauben das gantz Merherland vnd vil ander windische lant. Auch er den Leichnam des heyligen Clementi, des Babsts, ein Iunger des heyligen Appostels sandt Peters, von der kirchen marmorea, welch Im dy Engel Etwenn In dem mere gepawt hetten, vnd ytzund von der sunde der menschen, vnd do das mer trucken wart, do nam er den Leichnam von seinem grabe, den Leichnam des heyligen Clementis, vnd trueg Inn mit Im gein Merhern, vnd tzu dem letzten, do er hinn weck tzohe von Merheren, do ging er gein Behemen vnd trug mit im den Corper des heyligen Clementis, welchenn heyligen Leichnam des heyligen Clementis Behielt er in dem Sloss Wyssegradenn in der kirchen Clementis drey Jare.
dar nach ging er gein Rome mit dem obengesprochen Leychnam vnd erwarbe von dem Babst vrlaube, das er Bawet ein kirchen in der Romischen statt in der Ere des Heyligen Clementis. Auch do selbst Behielt er den Leychnam des heyligen Clementis, auch in der selben kirchen ist er Begraben mit seinem Bruder sancto Metudio vnd noch Biß auf dysenn hewtigen tag wirt beschryben ein tytel eins cardinals von der selben kirchen. Auch der heylig Cyrillus was etwan sehen die hertigkeyt vnd den vnglauben der Merhern vnd der Winden, do pat er von dem Babst, das er genedig wurd tzu geben vnd zu uerleyhen, das er mocht celebriren dy mess vnd ander gotliche ampt In windyscher sprache, wenn err nicht anders gelaubte, denn das er sy Bestetigen mocht Inn dem gelauben. welche pette het der Babst fur ein gespot, vnd do er daruber het ein handelung vnd ein gedechtnus In einem Consilio der Cardinal vnd vil Bischoue, Als palt do erschale ein styme vom Hymel sprechende: "Ein ytzlicher geyst lobet den hern vnd ein ytzliche zungen Bekennet Inn." Vnd do der Babst das wunder hort, do satzt er, das man mocht mess vnd ander gotliche ampt celebriren ewigklichen In windischer tzungen. vnd also werden Celebrirt dy messe vnd ander gotliche Ampt noch auf dysen hewtigen tag in windyscher sprache durch alle Ertzpystum vnd Land: Spaleten, Ragusnien vnd Jadrien vnd Bey allen Iren weych pyschowen vnd durch vil ander pistum Beyde durch dy Bischoue vnd durch dy priester.

Wie keyser Heinrich, der drit des namen macht Wratyßlaum zu eynem kunig tzu Behemen
Darnach der vorgenant kunik, ein sun des etwen genanten Swatopluck, kuniges tzu Merhern, ward exconmunicirt von dem heyligen Metudyo, den oben genanten ertzpyschoue, als verlassen yst, ein kleine tzeyt gelebet, het do verloren er sein Reich tzu Merhern, das also geendet yst worden. wann warumb sy teylten das mit starcker machte vnter sich: Eynen teyl den Vngern, einen teyle den tewtschen von dem teyl des aufgangs oder Osterreichern, auch ein teyl den Polen, dy das gliedlich tzuryssen waren, also yst das Reich merhern gantz aussgeendet, mit volck besetzt vnd gehyndert. Auch die stat Wylegrade von grund auf ward zustort gantz vnd gar, vnd darnach zerging gantz der kunik, das Reich, vnd die Ertzpystum zu Merhern vnd Ir wesen horet furpas auf.
Sunder welchs Reich tzu Merhern. darnach noch XCII Iaren, als man tzalt Anno domini milesimo LXXXVI durch den keyser Heinrichen, den dritten des namen, yst es wyder gantz worden von dem Willen der fursten des keyserlichen Reiches vnd yst wider verwandelt worden zu Behemen, wenn war vmb der selbig Keyser erhohet den Wratislaum, den hertzog zu Behemen in einen kunick vnd besatzt das Reich Behemen vnd macht von dem Merheren das Reich, ein margrafthum vnd das selbig margrafthume mit den fursten vnd mit den landen. Als die Polonia, Russia vnd mit annderen hertzogthum vnd landenn, dy denn vor tzu den tzeyten Swatopluck, des letzten kunigs tzu Merhern, gehorten tzu dem Reich Merhern, dy machte er all vntertenig dem Reich vnd der Krone tzu Behemen, vff das das ein sulche widergentzung vnd Auslegung volligklicher wurd Auf geleyt In den nachkumenden als mit namen Inn dem Capitel von dem leben vnd Regyrung Wratislay des ersten kuniges.

Der hertzog Borzywoy Behielt getrewlich vnd meret den Crysten gelauben, als vere als er mocht, In seinem furstenthum, mitsampt der heyligen Ludmila mertrerin, seyner hausfrawen, der tochter des grauen Glawi, geporen von dem Castell Bzew, das man nu heysset Melnick, vnd Regirt sein zeyt seligklich. auch der gesprochen Worzywoy noch der begerunge der tauf gepare tzwenn sun aus seyner vorgenanten frawen, der heyligen Ludemila.
Noch dem todt Borzywoy, des ersten krysten vnd hertzogen, do Behielt Spitigneus, sein sun, das furstenthum, vnd nach dem desselben Spitigney regyret sein pruder Wratislaus das hertzogthum. welcher auch stiftet dy kirchen des heyligen Georgy in dem Sloz Pragen, do er Begraben yst. welcher Wratyslaus nam ein weyp mit dem namen Drahomirz von dem aller hertesten geschlecht Luticen, in gelauben herter denn kyßlinge, auß dem lande genant Stodor. die selbe Drahomirz gepare tzwen sun: den heyligen Wentzelaum, bequeme got vnd den lewtenn durch dy tewren oder vbertreflichen tugent, furwar den Boleßlaum, den gepare sy, der ganczem werlt durch dy bozheyt vnd durch den heßlichen vnd vbertreflichenn todt seins Bruders.


Also do zunam der Crystenlich gelaube In Behemen, vnd darnach als der vorgesprochen Wradislauss fur Spitigneo vnd sein pruder von dyser werlt geschyden was, vnd het tzu Im genumen dy außrichtung des hertzogenthumes tzu Behemen vnd geperet het aus seinem vorgenanten weybe die sune: den heyligen Wentzelaum vnd den vngutigen Boleßlaum, vnd die selbe Drahomirtz gabe sich oder betzayget sich mit allen den secten der aptgotter, vnd do er also starbe, der durchleuchtigyst furst Wradyßlaus, do lies er seiner muter, der heyligen Ludemyle, das eyne kindt vnd die Beschirmung oder Regyrung seins vaterlandes. aber sein hawsfraw Drahomirz den annderen sun neret sy, den vngutigen Boleßlaum, vnd reytzet denn stetigklichen tzu den gewonheyt der heyden.
Darvmb dy aller erlichste fraw der Behemen, dy erste margarith vnd dy Erste plum, dye tzu flecken, tzu Ryssen wurde in Bohemia; Aber dy heylige Ludemyla, vntterweyset Ir Enicklein, den heyligen Wentzelaum, in Crystenlichem gelauben vnd In den puchstaben vnd Inn den heyligen gesprechen des Ewangely. tzum lecztenn der mylt troster, der heylig geyst, macht waich des kindes hertz vnd entzundet Inn von Inn wendig als gross, das dy funcken von aussenn an seyner untterweysung schynen gleich als dy lampen vntter den milden vnd den gerechtenn vnd die fruchte der ewigkeit plueten aus seinem honigfliessendem munde. wenn warumb das land tzu Behemen yst erleucht worden aus seyner predige. vnd er trug dy Iunckfrawlichkeyt oder dy kewscheyt In dem gemute vnd Inn dem leichnam vnd was durstend nach der marter vmm Cristo. Er nicht vermendelt noch verdecket die warheyt des Cristenlichen gelauben, Sunder er predyget offenbar mit peten, vasten vnd auch mit almusen geben vnd er was eingehalten alle wegen mit anndern gutigen werckenn vnd diemutig vber all sein vnttersess. Auch geschah es, das dy Neydysch Drahomirs Begeret sich zu vberheben der Regyrung des hertzogthums vnd sendet dy aller posten wutrich Tunnam vnd Cumonem In das Slos Thetin, welche dy heyligen Ludemilam totteten oder strengeten vmb den hals vnd außlescheten sy mit der marter. welche getote Cristus nam zu Im in den hymel mit eynem guldein halspant etc.

Dar nach von dem leben sancti Wentzeßlay vnd von seyner marter
Darnach dy allerposte wutrichin tobende tobet In die getrewen krystenn. Aber Ir Erster geporen sun, der heylige Wentzelaus, behielt dy Crystenlichen lere vnd gesetze vestigklich, als mit namen seiner anfrawen der heyligen Ludemyle, vnd widerruft dy verstrytenn Crystenn vnd ertzeyget In allen gutte werck. vnd er aus ackert das brot vnnd den wein tzu dem dinste der mess mit seiner aygenn arbeyt vnd henden vnd er tzutrug holtz vnd ander notturftige werck vnd dinck den witiben vnd den waysenn auf seynen aygen schultern Bey der nacht.
vnder des der hertzog Gurimen ersahe dy diemutigkeit des heyligen mannes, do hub er ann tzu vntterdrucken vnd zu wusten das ertrich vnd sein hertzogthum, Also daz der heylige Wentzelaus ward getwungen vnd sammet ein schare vnd lieff tzu im entgegen In das velt tzu einer beschirmunge seins volcks. welchem der hertzog Gurmen versmehet vnd lief inn entgegenn mit seiner schar vnd widersagt im ein streytt. welchem der heylige Wentzelaus sendet potschaft sprechende: "yst das, das dw begerst meins hertzogthums, warvmm werdenn dy getott In dem streyt, vber welch dw begerest zu herschen? furwar, ich gere nicht tzu uergiessen das plutt der deynen. Sunder yst das, das dw Begerest eins streyts, vberwinde mich alleine, so soltu vber alle dy meinen herschen In fryde. Aber yst das, das ich dych vberwinde, So sullen gleycher weyse vnttertenig sein meyner herschung." das erhort der hertzog Gurmen vnd zusagte frolich vntter eynem solchem gedinge mit im den streit mit vester warnung zu den vorgesprochen zu uerbringen vnd aus Beydem teyl ein schare. Aber do nu die vorgenanten fursten herfur gingen tzu dem streyt vnd do stunden dy schar tzu dem gesicht aus Beyden teylen, dy hymelyschen Engel volgten nach dem heyligen Wentzelao vnd ein scheynendes Crewtz furging vor seinem antlutz. Aber do das der hertzog Gurmen sahe, do viele fur Inn vnd pat genade. dem der heylig Wentzelaus saget: "Czeuhe vnd nehene dych, dw solt sein genugsam deiner ding, aber ich beger der deinen nicht. gee inn fryde!"
Darnach ward geruffen der heylig Wentzelaus tzu dem keyserlichenn houe vnd er yst wider genumen erlich von dem keyser vnd den furstenn vnd yst nachgeuolget tzu den gesprechen vnd Redten des keysers. Eins morgens vertzoch er tzu kumen durch der arbeyt vnd nechtlich mudigkeit wegen, dy er thet inn wachen vnd in gepeten, also das der keyser mit den fursten erkant In nicht tzu Ern, von der sach wegenn, das er lancksam kom in den Ratt. Aber darnach do der heylig Wentzelaus kom zu dem Rate des keysers vnd der fursten, do sahe der keyser engel dy inn furten vnd ein scheynendes guldeins kreutz mit eynem gar grossen schein in seiner Styren. do viell der keyser mit seinen fursten fur sein fuesse vnd pat genade. darnach was er Inn pyten, das er hyesch oder pett, was er wolt. Do pat er den Arm des heyligen merterers Viti; Denn gab Im der keyser. vnd do er Inn bracht gein Prage, do Bawet er ein kirchen vntter dem tytel des Erlichen mertrers, pittende von dem heyligen Wolfgango, Bischoue tzu Regenspurck, dy tzeite dyocesan der Behemen, das er nicht sawmet tzu kumen tzu der weyhung der vorgenanten kirchen oder kunighaus. Dem der heylige Wolfgangus sagt: "was ist das, sunn, das du meyn bedorfst? wenn warumb dein kirchen, die dw begerest tzu weyhenn, sahe ych aufgerecht vnd vor got vber dye kirchen des Ertzthumes, Sunder ich lass weyhen nach deynem willen."
Do eins mals der heylig Wentzelaus gienge Barfues Bey der nachtzeyt tzu kirchen In dem wynter, do der Snee vnd das Eyße hynderten an dem weg, Sein heymlicher Ritter mit dem namen Bodywen volget Im nach vnd er enpfande, das nichtz gesundt wurde die kelte in seinen fuessenn, wie wol das er geschuhet was, das er sein nicht mocht erleyden oder getragen. welchem der heylig Wentzelaus Sprechende Sprach: "Setz dein fuess in die fuess trit meiner fues!" welches er thet. do wurden warm dy fues des Ritters, also das er keinen frost darnach mer enpfant. Aber dy fußtrit des erlichen mertrers erschynen, als sy stercklich plutigten. Do der Erwirdig furst sanctus Wentzelaus gab sich lieplich vnde gutigkeyt oder miltigkeyt auf das, das er kaufte dinsteiungling vnd der freyheit, auf dass, das er mecht erblinge Cristo, vnd er was tzustorenn dy pant vnd dy galgenn, forchtende, das icht das plute des nechsten vnrechtlichen wurd verdampnet. Er weyssaget vnd predyget vil tzukunftige vnd ware dinck oder warsagung. von wann vntter den anndern uerporgen dingen wart Im geoffenwart dy erhebung seyner erlichen anfrawen, der heyligen mertreryn Ludemille, welchenn Leichnam Er vand vnuerseret, als Im denn verkundigt was. welchen er Bestatte er mit grosser Innigkeyt zu der kirchen des heyligen Georgy des Slosse Pragenn.
darnach der heylig Wentzelaus was begerende dy hymelischen ding vnd versmehen dy Irdyschen vnd sante Botschaft tzu dem Babst, das er Im vrlaub gebe, an sych tzu nemen ein muniches kleyt noch dem orden des heyligen Benedicti, Begerende auftzusagenn vnd auftzugeben das furstenthume seinem Bruder Boleßlao. furwar er, sein Bruder Boleßlaus, was Inn neydende vmb seine gutte werck, aufsehende dy Irdyschen vnd versmehende dye gotlichen vnd hymelyschen vnd begernde seines furstenthumes. er Snelligklich sich vnttermischet der sunde vnd lude den erwirdigen fursten tzu der wirtschaft in das Sloss Boleßlauiensiss, das er gepawet hett. furwar er was vorwissende seynes todtes vnd lies sich furen gleych als ein schaf tzu dem todte. welcher do also Betrogen ward von seinem neydigen prudern, der ward gefurt zw der hymelischen schar der mertrer, frewende vnd saget got danck. wann warumb do er Rwet Inn dem Abent essenn mit seinen mitrittern, redende Sprach er: "morgen an dem abent des probst paradysi werd ich trincken den kelch des leydens in der liebe des hern, welcher do wirt geben mein sele meinem got. aber nu trincket vnd esset mit mir, wann ich trinck icht mer mit Ewch von dem geschlecht dyserr weinreben." do was er aufstende von dem abentessenn vnd sagt got danck vnd thet ein lauter peycht mit eym Rewigen vnd gelocherten hertzen, mit Begerung genug tzu thun, Bate vonn dem Briester applas vnd er auspetet mit eynem pittern weinen fur dy sunde, beyde dy sein vnd auch der nechstenn, vntz Biß tzu dem hanenkreen. aber er was bestendig aller ynnigklichst tzu mettentzeyten vnd nam des morgens oder in der morgen Rott dy waren scheynende Sunnen der sele, den leychnam des hern, vnd also yst er erleucht vnd besorgt als der metten stern vnd entgegen ging den nechtlichen widerwertigkeyten von der macht der vinsternussen, vnd sein pruder, der do außging, der grawsam vnd der vngutig, was grussen mit eym suessen gesprech vnd ward gewundet als der ander Abel von dem Chaym. vnd do er Inn geschlug, do ging er hynter sich vnd viel vnd was nicht habende macht in den man gottes. Aber der heylig Wentzelaus was Begerende tzu opfern willigklich denn dinst gottes oder dy heyligkeit gottes vnd setzen sein sele fur Cristo vnd gabe im wider sein swert, Sprechende: "dein wille sey inn deinen henden." welcher do tzusamen hewffeln was die poste den aller posten, als der bere lagung yst gelegen von der gruben, anderweyt vberviele er Inn mit seiner geselleschaft, vnd als dy vippernater Begerent yst tzu Reyssenn Ir fleysch vnd ir plutt, also ausrecht er das swert in seynen eygenn fleyschlichen Bruder vnd derstach Inn vnd waren verlassende got vnd sele vnd den leychnam der Erden. welchs plutes des pruders todtschlage was vor got schreyen, das ess mit nicht mocht gedruckend vnd abgewuscht werden mit keyner menschlichen kunst. aber Cristus was erscheynen dem kunig von Datia die tzeyt seiner Erlichen marter vnd Er was manen inn an dem Creutz, das er Bawet ein kirchen vntter dem tytel seins mertrers Wentzeslay, als er Begeret tzu haben genade von im, vnd das thet er auch dy zeyt. die aller post vnd dye vnwirdigist Drahomirz, sein muter, als dy ander Jesabel was nachuolgende dy grawsamkeit der allervngutigysten Athalie, dy do grawsamklich wurcket In Ir eygen kunigliches plutt, vnd ward ein versererin des vergossen vnschuldigen plutes des mertrers, irs Erst geporen sunnes, des heyligen Wentzelay, vnd yst aufgeschopft uon der erden gleych als Dathan vnd Abyron vnd in offenbarer stras fur das Sloz Pragen gegen dem lande des aufgangs der sunnen, als denn dy fuesstapfeln werden gesehen noch Bys auf dysenn hewtigen tag. aber die mitgesellen des Bruder totschlag des heyligen Wentzelay, die sein geschlagen worden, Bayd mit dem tobenden vnd mit den aller postenn schlegen. aber der heylig Wentzelaus ist gemartert vnd getot worden von seinem pruder Boleßlao in der vorgenanten stat Boleßlaw tzu den tzeyten nach Cristi gepurt achthundert vnd XXIX Jar IIII kalen. octobris.
Anno domini DCCCC Jar vnd in dem dreysigisten Iar noch des vorgesprochen heiligen Wentzelay marter, ein hertzog zu Behemen darnach do. Nu regiert der grawsam Boleßlaus das Behem lant. Do yst geweycht worden die kirchen Pragenn durch den Bischoue Michaelem zu Regenspurck.
Anno domini DCCCC vnd XXXI Jar der grawsam Boleslaus lies seinen Sun Starquas gein Regenspurck zu den tzeyten des heyligen Emerammi das er vnterweyset wurde in den freyen kunsten. Wie sancte Wentzeßlaus uon Boleslaw gen Prag in die kirchen bestat ward vnd von seinen wunderzeichen

Anno domini DCCCC vnd XXXII jare IIII Non. marcy dye Bestattung des Erwirdigen mertrers von Boleßlaw zu der kirchenn Pragenn auss dem gepote des vngutigen fursten Boleßlay, dez pruder todtschlaher, das macht das verherte gemute zu uerhelenn oder zu uerdecken, des lewmut der wunderwerck, dy aus seinen verdinen von got waren kumen. do das liecht des liechtes in seyner bestattung erleuchtet dy vinsternuss vnd erleuchtet die nechtlichen vnd dy sweren kerker tzu Prage vnd erloset dy gefangen. wann der slyet mit seinen nachuolgern vberging dye fliessende wasser Rokytnitze vnd dy Muldaw. Aber das Ertrich was zitternde, frolockend dem ritter gottes. auch der luft gab den aller susten smack von seinem leichnam. vnd also wolt inn got Eren In seiner Bestattung durch dy vier element, vnd also yst tzugefurt wordenn sein heyliger leychnam in die gewunschten Seligen kirchen, dy er gepawet het, vnd yst geheylet worden an allen seynen wunden, des allein nicht der wunden des ores, welches Im der pruder mit seiner eygen hant abhieb vnd welchs ore sein swester Przibislaua in der Boleßlauienssischen kirchen vand nach dreyen jarn vnd setzet es seynem haubt ann mitt der gantzheyt der gesuntheyt, also das kein narbe der wundenn erscheyne In Im. aber pey seinem aller Erwirdigisten zutragen des leychnams vnd auch Bey seyner Begrebnuss auch der here hat geworchte vil wunderzeichen in aller kranckheyte durch seyne uerdienen in der kirchen tzu Prage vnd noch wurckt In den getrewen Crysten, als geschryben yst: o got, wie gar sere sein wir geeret dem frewnde vnd wie gar sere yst gesterckt Ir furstenthum. wann warumb got hat erhocht vnd geert durch die gepete vnd durch dy verdynen sein selbs sein furstenthume, als mit namen der Behemen.

wann wir schatzen das wirdig zu uerschreyben die warheyt der gedechtnuss der wunderwerck des vorgenanten aller heyligstenn martrers, dy do aus gein sein barmenhertzigklich uon got inn sein getrewen vnd innigen. wann wir vinden auß denn alten geschryften vnd aus den warn verkundungen, das sein Edeler knecht, geheyssen Podywen, der vor mit Im was eyn geselle in vill gutten wercken, als mit namen in vasten, walleferten vnd arbayten, von dem geheys des vngutigen Boleßlay, des vorgesprochen pruder todtschlahers, yst erhangenn worden an dem galgenn; wenn warumb er yst auch gewest ein liebhaber vnd ein widertrager eins gutten eins heyligen leben nach dem todte des heyligen Wentzelay. vnd noch tzweyen Jaren yst er gefunden worden mit vnuersertem Bart vnd mit wachsenden nageln an dem galgen vnd dor von ist er worden genumen vnd yst begraben erlichen In dy Pregyschen kirchen. auch vinden wir in seinen wunderwercken geschryben, das vil gefangen sein yn angeruffen vnd sein erlost worden durch sein verdienen aus den scharpfen kerkern. vntter welchen wart erlost sein heyde einer vnd er was erfarn dy gnad vnd das myrakel des mertrers vnd hat Begert oder behalten das sacrament der tauf mit seinem einigen sune, den er got opferet tzu der priesterschaft durch dy ere des mertrers, welcher darnach komen yst tzu der priesterlichen wirdigkeit vnd was dyenen seinem got vnd dem merter vntz pyß an das ende seynes lebens. Auch ein weyp, beraubt des gesichtz vnd tzusamen gekrummet von der gepurt In eynn krummen pyegung der hende, welchs weyp was eyngenn als In die kirchen des heyligen mertrers Viti vnd wart tzugefurt tzu dem grabe des heyligen Wentzelay, petende Innigklich mit den zehren vnd nam wider das liecht oder gesicht der augen vnd die gesuntheyt der hende.
Ein man von Francken, der do was tzusamen gekrummet von seiner Iugent aus der gepurtlich geprechlichkeyt in den fussen, also das er alleynn kriechende ging oder hotschet, der sahe in dem nechtlichen Slaffe ein erwirdigen man gekleydet mit wissem, Sprechende tzu Im: "heysse dich furn in dy stat tzu Prag tzu der kirchen des heyligen Viti, do da Rastet der leichnam des heyligen mertrers Wentzeßlay, von welchs verdynen wirstu nemen ein volkumene gesuntheyt." welcher do wenet, es het Im getrawmet, vnd versawmt tzu erfullen dy geheysse. aber tzu der annderen nacht von demselben alten mit grosser clarheyt was Im erscheynen anderweid, auch vermonent yn, das er mit nichte ließ, Sunder er volbrecht denn vorgesprochen vermanunge. welcher das was meßigen, zum letzten volbracht er das geheysse des erwirdigen scheynenden alten vnd ward gepracht gen Prag vnd was sich nyderstrecken allein fur das grab des Erwirdigen mertrers In der genanten kirchen des heyligen Viti mit ausgedentenn Adern vnd mit wider gefestigten sulen oder versenn vnd waden vnd nam ein volkumene gesuntheyt vnd ging wyder tzu seynen eygnen, lobende vnd erwirdigen got vnd den erwirdigen marter, den heyligen Wentzelaum. der almechtig got hat geworcht vil ander wunder tzeychen durch den seinen heyligen merter Wentzeslaum, dy do in dem puch seins leydens volkumenlicher werden geschriben vnd welche altzu lanck den gegenwurtigen leseren weren tzu handeln. furware die obgeschribne dinck in sulcher weyse, als das duncket, sein geseet oder geschryben in die gegenwurtigen Cronica Inn der ere desselbigen vnnsers haubthern vnd seinen verdintnussen.
Anno domini DCCCC XXXIII
Anno domini DCCCC XXXIIII
Anno domini DCCCC XXXV
Anno domini DCCCC XXXVI
Anno domini DCCCC XXXVII
Anno domini DCCCC XXXVIII
Anno domini VIIII C XXXIX
Anno domini VIIII C XL
Anno domini VIIII C XLI
Anno domini VIIII C XLII
Anno domini VIIII C XLIII
Anno domini VIIII C XLIIII
Anno domini VIIII C XLV
Anno domini VIIII C XLVI
Anno domini VIIII C XL
Anno domini VIIII C XLVII
Anno domini VIIII C XLVIII
Anno domini VIIII C XLIX
Vnter den gesprochenen Jaren von dem grawsamen Boleßlao nichts edels vinden wir geschryben. Newr allein das er vmbplancket dy stat Boleslaw mit eyner mawrenn.
Item anno domini VIIII C L etc. hertzog Boleßlaus widerstrett oder wider claffet dem Romischen kung Heinrico tzu dem der kunig ging vnd macht Im den vntertenig, als sich nach dem pesten tzimpte. Anno domini VIIII C LI
Anno domini VIIII C LII
Anno domini VIIII C LIII
Anno domini VIIII C LIIII
Anno domini VIIII C LV
Anno domini VIIII C LVI
Anno domini VIIII C LVII
Anno domini VIIII C LVIII
Anno domini VIIII C LIX
Anno domini VIIII C LX
Anno domini VIIII C LXI
Anno domini VIIII C LXII
Anno domini VIIII C LXIII
Anno domini VIIII C LXIIII
Anno domini VIIII C LXV
Anno domini VIIII C LXVI
In den obgeschriben Jaren wirt nichtz anders geschryben von dem genanten Boleßlao, denn das er Regirt hat wol das furstenthum zu Behemen etc.

Wie der vngutig Boleßlaus starb vnd lies tzwen sune Anno domini VIIII C LXVII ydus Julii der grawsam Boleßlauss, Ein totter des heyligen Wentzeslay, seines pruders, der liess tzwen sune, den gutigen Boleßlao vnd den Starquas, den Begreyffe der todt, der verlose sein hertzogthum vnd do mit sein leben. Welcher grawsamlicher Boleßlaus, noch dem als er begangenn het des pruders totschlack, do Regirt er Behemen XXXVII Jare vnd IX moned vnd XVII tag.
Anno domini VIIII C LXVII der guttig Boleßlaus, ein Sun des grawsamen Boleßlay, gar ein Crystenlicher man vnd der do vol was vill tugent vnd werck. Er pawet von newem tzweintzig kirchen in Behemen vnd begabet dy genugsamklich. vntt welchen kirchen er derhohet tzu eynem Bystum kirchen die vorgeenste vnd die Ersten kirchen des heyligen Viti, die tzum Ersten der heylig Wentzeslaus gebawet hat in das Sloss zu Prag. welchs also geschach vnd gefurt yst tzu der volbrengung. fur war er het ein tewtsche swester mit dem namen Mlada, ein gar Innigen Iunckfraw, vnterweyset in den heyligen schryften vnd puchstaben, welche do sy von sach der gebette gen Rom kom, do wart sy aufgenumen gutlich von dem Babst Iohanne vnd Behielt von dem selben dy Aufrichtung des munsters des heyligen Georgy in der purge Prag vnd lies sich do selbst weyhen in ein eptissin. welcher Babst was weyhen also die selben Mladam in ein eptissin vnd wandelt Irn namen vnd hies sy Mariam vnd setzet inn dem genanten munster die Regel des heyligen Benedicti.
Do das geschahe, dy selbe Eptissin Sant Georgy des Sloß Pragenn Maria in der eynfurung Ires pruders, des vorgesprochen gutigen Boleßlay, hertzogs zue Behemen, behielt von dem genanten Babst die kirchen des heyligen Viti, die Etwen der heylig Wentzelaus gestyft oder gepaut hat in dem Sloss, als denn verlassenn wirt, vnd erhohet sy in ein pystumliche kirchen vnd Bayd vber die erhohung der selbigen kirchen tzu Prag vnd auch vber dy außreckung vnd dy Bestetigung der abtey vnd des munsters der heyligen klosterfrawen sand Georgy inn dem Sloss zu Pragenn dem vorgesprochen pruder, dem gutigen Boleßlao, hertzogen zu Behemen, was sy tzu nehen vnd Brachte Im Brief vntter den worten:

"Yohannes, ein knecht der knecht gottes, Boleßlaw, ein nerer des Crystenlichen gelauben den pebstlichen segen. Es ist recht zu uerleyhen willige oren der gerechten gebetten, wann got yst dy gerechtigkeyt vnd die got liebhaben, werden gerechtuertiget vnd den liephabern der gerechtigkeit gottes werden alle dinck gewurckt. In gut vnnser tochter dein wider getragne mit dem namen Mlada, welche vntter dem annderen heysset Maria, nicht abtzusagende pet hat eingetragen vnßern hertzen susse pete von deinem wegen, als mit namen, So das mit vnnßern gunen inn Deynem furstenthum tzymet sich tzu werdenn eynn pystum tzu dem Lob vnd tzu den eren der kirchen gottes. welchs wir ye sein auf nemen mit einem frolichen gemute vnd wider sagen danck gott, der do sein kirchen auß preytet alweg vnd vmb vnd vmb vnd groz macht sy in allen landen, von wannen wir gunst geben vnd mit loben vnd auch geystliche Rechte machen von pebstlichen Craft vnd mit macht des heyligen Petri, des fursten der tzwelfpoten, des vicary wir sein, wie wol wir sein, wie wol wir des vnwirdig sein, also das vntz an die kirchen der heyligen mertrer Viti vnd Wentzelay werd ein Bischofs stull. Aber vntz an die kirchen des heyligen Georgy martrers werde zu samen gesetzt die sammenunege der heyligen kloster frawen vnd dye gehorsam vnser tochter Marie der Eptessynn vntter dy Regel sand Benedicti vnd doch nicht nach der ordnung oder secten des volcks Bulgarie oder Russie oder der windyschen tzungen, Sunder das das nachuolgen sey mer den gesetzen vnd den pebstlichen rechten. Also das dw erwelest einen mechtigeren noch dem wolgefallen der gantzen kirchen. In das werck einen priester, der do vnterweyset sey tzu dem Ersten in den lateinischen puchstaben vnd der do sneyde das newe getreyde des hertzen der heyden, mit der schare des wortes, das er genuck sey zu seen den waytz der gutten wurckung."
vnd als palde als von dem vorgesprochen Babst Iohanne geheyssen ward vnd mit Rate des hertzogen vnd der eptissin wirt gesehenn zu geaygent der swester die kirchen des heyligen Viti mit einem tzukunftigen pregyschen Bischoue. Aber dye kirche des mertrers Georgy wirt gesehenn tzugeaygent der swester Marie, des genanten hertzogen Boleßlay.

Wie Diotmarus von Sachsen Byschoue ward zu Prag Anno domini VIIII C LXVIII was ein priester ein munich mit der ge horsam von Sachsenn ein ausprechenlicher mann vnd grosser kunste mit dem namen Dythmarus, der do kom in die stat Praga von petens wegen vnd welcher darnach was Begreyffen dye erkentniss des gutigen Boleßlay tzu den tzeyten des hertzogen tzu Behemen, wann besunderbar er kant woll dy windyschen Sprach. vnd der gesprochen hertzog Woleßlaus het den gar liep vnd er weyhet den selben munich Dytmarum mit gemeyn gunst seyner priester in eynen pregyschenn Bischoue vnd sendet Inn mit seynen Brieuen dem keyser Ottoni, vor zeyten ein pruder des keysers Heinrichs, In zu Beweren vnd eintzusetzen.
welcher keyser do ersahe dy Brieue vnd das geystlich Recht der erwelung des vorgenanten hertzogen zu Behemen vnd Bewerten den vorgesprochen pregyschen Bischoue zu Meintz, Der vor tzeyten vor was seinem houe, das er den selben Dythmarum weyhet tzu eynem Byschoue. welcher also genant geweyhet yst worden Bey dem gepote des keysers vnd hat wider gekert gein Brag tzu seinem gutigen hertzog Boleßlaum vnd yst eingeleytet worden tzu der kirchen gein Prag Sancti Viti vnd Regyret nutzlich sein Bischofliche kirchen vnd in kurtzer tzeyt endet er sein leben seligklichen etc. vnd ist gestorben Anno domini VIIII C LXIX IIII Nonas Ianuary vnd yst Begraben in seiner kirchen Praga etc.

Darnach ward erwelt Woytiech zu Byschoue Und also do wart begraben der Ertzpischoue tzu Prag Dytmarus, do wart erwelet der heylig Woytich von der gepurt der Edel vnd durchleuchtig Behem; wann war vmb sein vater, geheyssen Slawnik, ein graue Zlicensis, von geschlecht Edel vnd des lebens vnd der syten vnd was gar Reich vnd vill stete; auch welcher heylig Woytich oder Adelbertus het ein muter geheyssen Zizesislaua scheinende in vil tugenden. Auch het sy funf sune, dy do von den edlen, was pystums zu Praga sein, getottet worden grausamlich von has des heyligen Adalberti In der stat Luticen, welcher namen sein dye: Sobebor, Spitimir, Bohraßlau, Pozzey, Czaßlaw - dye pruder dy heyligenn man mitsampt Irm vorgenanten vater vnd muter sein Begraben in der kirchen Irer stat Lybysch; aber der vorgesprochen der heylig Adalbertus, der do was in der schickung des Epistlers Amptes, erschein mit vil tugenden vnd heyligen wercken, vnd wart gleych getzwungen, das er durch den gutigen Boleßlaum, hertzog in Behemen, vnd durch dy priester tzu Prag deser erwelt wurde tzu einem Bischoue vnd ward gesant durch sy tzu dem Keyser Ottonem, ein sun keyser Heinrichs, der tzu der zeyt was in der statt Weronenn, das er Inn bewert tzu einem Bischoue; welcher keyser was sein gunste geben Iren pette vnd sante Inn gen Meintz dem Ertzpischoue tzu weyhen yn tzu eynem Byschoue; vnd also yst er geweyhet worden von Im. der namen ward Im eynn gelegt in dem eynlaytung des ertzpischoues Alberti von Maydpurck tzu den tzeyten gegenwertig Adalbertus gleych, als der ander Albertus, vnd do wart er ein mitgeselle vnd ein gleich genanter des Alberti, Ertzpischoue tzu Maydepurck.
der ander heylig Adalbertus Bischoue tzu Prag furte gar ein heyliges leben; mit welcher maß vnd wye, dy mugen gesehen werden tzu der volle in seiner Legend oder Leben vnd marter. welcher der heylig Adalbertus darnach, do er enphande die vngelewblicheyt vnd dye hertigkeit seins bephollenden volckes, do wolt er sich mer heyl machen, denn das er mitsampt in misuallen wolt dem Allerhochsten. Auch bedacht er sich, er wolt gein Rom gein vnd verstiess sein kirchen vnd sein schar vnd do er wolt begreyffen denn werk, do geschahe aus geschichte, das der Starquas - ein pruder des gutigen Boleßlay, hertzog tzu Behemen, tzu welchs gepurt der heylig Wentzeslaus vor zeyten ward geladen durch seinen Bruder, den grawsamen Boleßlaum, von dem oben geschichte yst gedechtnus, vntterging dy marter - was kumende von Regenspurck, in welcher stat Regenspurck der selbig Starquas het tzu Im genomen vor langst ein muniches kleyt in dem munster sant Emerami, des ordens sancti Benedicti; von laube seines aptes er kome gen Prag tzu dem genanten Boleßlaum, seinem Bruder, hertzog zu Behemen. welchen munich Starquas der heylig Adalbertus erkennet, das er was ein pruder des hertzogen tzu Behemen, vnd nam In zu Im heimlichen vnd zuredet In:
"von des wegenn, das ich dich syhe einen tewtschen man eins edlen geschlechtz des hertzogen tzu Behemen, wollest dw wyssenn, das do sein so vyll Sunde der schare, dy mir enpholhen yst, das ich sy alle nicht mag gestraffenn. Sunder noch hye mach ych machen gutt fruchte wann warumb dy vngetrewigkeyt vnd die pozheyt des volckis vnd das vnkewschlich Bant, der geweichten vnd der sunde der missestetigen Ee vnd dy vngehorsamkeyt, der versawmniss vnd dye hochfart der priesterschaft vnd dy vnaufhebliche Sprach vnd macht der grauen vnd der grossen herenn in dem volck des pystums Prag vnd sein gantz aufgewachsenn von got, das ich nicht mag genug sein tzu Irer tzymlichenn pesserung vnd straffung. hierumb Bin ich vber eyn kumen tzu genen gen Rome tzu Ratende den Babst vnd nymer widerkumen tzu dem verkarten volcke. dar vmb das dw pyst ein Bruder des fursten dyses ertrichs, villeicht mag das volck dir mer gehorsam sein denn mir vnd dw magst so tzemen mit dem Rate vnd hilfe deins pruders dy hochfertigen vnd straffen die vngehorsamen, vnd machst schelten dy vngetrewen.
Augh magstu gefrumen vnd vor sein nutzlich der kirchen vnd Ire scharen. Nu syhe, ych leg meinen hyrtenn Stab in dein Schoz vnd verheysse dyr auf tzu geben meynn pystum vnd als sich das mag getzymen, So wird ich dir erwerben von dem Babst, das dw pey meinem leben ein Byschoue Beleybest." Aber do das erhort Starquas, der ward zornig vnd den Byschof stabe, der Im in sein Schoz wart gelegt, warf er auf dy erdenn vnd sprach Betriegentlich: "ich wil nicht haben die wirdigkeit inn dyser werlt, ich flewhe dy Ere Ich versmehe dy hochfart oder pompe vnd richte mich vonn wirdigklich der Bischouelichen hoche, Sunder ich auch nicht genuck pynn tzu tragen ein Sulch hyrtliche purden. Ich pin ein munich, ich Bin todt vnd ich mag nich Begraben dy totten." welche was horen der heylig Adalbertus, vol des heyligen geystes, der was erkennen, das gemute Starquas anders wenn dy wort vnd sprach: "wysz, pruder, das du nu das nicht thust in gutte, wirst thun darnach mit deynem allergrosten vbel." Noch dysen der vorgesprochen heylig Adalbertus sahe, das er nicht mocht gefrummen, do liesz er die pregischen kirchen mit Irem schare vnd pat gein Rom vnd nam Rate von dem Babst, was er thun solte. do der Babst derhort dy sache seiner tzukunfte, do gab er laube dem heyligen manne, das Im mer tzymet ellend tzu sein ann schaden seiner sele, den das er Belybe on frucht in der kirchen, dy Im Beuolhen wer; vnd also von Bebstlicher laube der heylig Adalbertus Bedachte sich tzu gein zu Yherusalem, ydoch das er nicht mocht volbringen.
Sunder darnach er het gesuchet wallende Etlich geystlich stet. do hat er wider gekart gein Rom vnd stund aldo mit dem heyligen Gaudentio, seinem Bruder in dem munster des heyligen Allexy als lang, bis der meintzisch Ertzpischoue het gesehen die pregyschen kirchen mangelnde eins hirten vnd sein volck werende oder stennde in irsal, welche tzu den tzeyten ertzpischoue tzu Meintz Sante poten vnd Brieue tzu dem Babst, von des widerkummes wegen des heyligen mans Adalberti, aber der Babst het daruber Ratt vnd verkundigte dem heyligen Adalberto die worter: "Sun, yst das Dich horen deine schaf, so thu, do Selbst gutte frucht, Aber yst das, das sy dich nicht wollen horen, So neyge dich von Irer geselleschaft vnd gewinne annder crist." Auch do also dy laube des pabstes gegeben was, der heylig Adalbertus kom wider gein Prag vnd wie woll er do selbest etliche tzeyt Beleybe, Sunder so mocht er kein frucht machen in dem volck oder schar, dy Im enpholhen was. Ander weyt ging er gein Rome vnd stunde als lang do In dem genanten munster sandt Allexy. Als lang Bis ander weyt von dem Ertzpyschoue von Meintz von dem Babst ward geschryben vnd yst getriben tzu gen von newem gen Behemen. Sunder do er wider kome gein Prage, do frummet mynder denn vor zu dem letzten, tzoch er von dannen tzu den außlenndischen gepurten.

Aber der munch Starquas, von dem oben ist geschriben vnd gedechtnuss gehabt, Darnoch als er gesehen het den heyligen Adalbertum, Bischoue tzu Prag, aber ellend leyden, vnd erkante Inn, das er nicht wolt wider gein tzu seiner kirchen der menschen, dy Im empfolhen wurdenn, dy do gekrenckt waren mit sunden, do ward er betrogen in dem gemute vnd Berurt in der hochfart vnd sein Betriglichkeyt, do mit er vor arbeytet tzu betriegen den heyligen, vnd was er verdecken; nicht geheyssen Aaron vonn got, Sunder mit eygen kunheyt oder freuel furnams er Im tzu tzu eygenn den Bischoue Stull tzu Praga des heyligen vorgenanten Adalberti vnd von seiner weyhung wegen gein er tzu dem Ertzpyschoue tzu Meintz. vnd do er lag gestreckt enmitten tzweyr weychpischoue, Als dann solcher weyhunge gewonheyt yst, Czu hant ward er Begreyffen von dem tewfel in einem tzeychen seiner vnwirdigen weyhung vnd wart gemuet großlich als lang, Bys er ward beraubet seins lebens vnd starb. vnd das Bystum tzu prag das Im vor snel wart verlyhen durch den heyligen Adalbertum, das widerredet betrugentlich tzu nemen vnd darnach, do er dem wolt nachuolgen, do mocht er nicht vnd ist fur kumen mit eym vnseligen todt mit dem wirdigen gerichte gottes. Sunder do im vnttergryffen ward sein freuenlicher wille, do Beleyb der heylig Adalbertus, als lang als er lebt, ein vngegenwurtiger vnd ellender pregyscher Bischoue.
vnd auch do nu der heylig Adalbertus kumende was gein Vnngern, do tauft er dez erstenn kunck, den heyligen Stepfanum, welcher heylig Stepfanus noch dem todte des heyligen Adalberti Bawet vnd erhohet dye Ertzthum kirchenn Strigonienn inn der ere desselben heyligenn Adalberti. vnd also das gantz lant Panonia, welchen er Inn die pystumliche kirchen Gnesen vermacht den heyligenn Gaudentium, seinen pruder, mit einem anderen namen geheyssenn Radym, welcher dar nach do selbst ordenniret oder gemacht yst worden tzu einem ertzpyschoue.
Anno domini VIIII C XLIX vnd auch also Bekeret er vill ander lant tzu dem gelauben. auch do sy all getauft wurdenn, do kom er tzum Letzten gein Prewssenn vnd was do thun vil gutter werk vnd ist gemartert worden von den Prewssen vnd hat mit der hulf gottes mit der marter geendet sein leben seligklichenn etc.
Anno domini VIIII C LXX. Anno domini VIIII C LXXI. Anno domini VIIII C LXXII. Anno domini VIIII C LXXIII. Anno domini VIIII C LXXIIII. Anno domini VIIII C LXXV. Anno domini VIIII C LXXVI. Anno domini VIIII C LXXVII. Anno domini VIIII C LXXVIII. Anno domini VIIII C LXXIX. Anno domini VIIII C LXXX. Anno domini VIIII C LXXXI. Anno domini VIIII C LXXXII. Anno domini VIIII C LXXXIII. Anno domini VIIII C LXXXIIII. Anno domini VIIII C LXXXV. Anno domini VIIII C LXXXVI. Anno domini VIIII C LXXXVII. Anno domini VIIII C LXXXVIII. Anno domini VIIII C LXXXIX. Anno domini VIIII C XC. Anno domini VIIII C XCI. Anno domini VIIII C XCII. Anno domini VIIII C XCIII. Anno domini VIIII C XCIV. Anno domini VIIII C XCV. Vntter den Iaren des heren was vnd wenn in dem furstenthume zu Behemen durch den ersten hertzogen Boleßlaum vnd do selbst von dem heyligen pregyschen Bischoue Adalberto vnd was anders geschehen sey, das wirt nicht also gesetzt teyllich oder vntterscheydenlich in den Cronice, Sunder allein mitt der weyse, als denn geoffenbart yst in den verlaßnen, vnd das yst aus yrer versawnuss, dy in den vergangen tzeyten den anfanck der geschicht haben geschryben.

Darnach yst erwelt worden zu pyschoue Deodatus oder Tegdadas Anno domini VIIII C vnd XCVI Iar ze kalendas may der heylig Adalbertus, der ander Byschoue zu Brag, der yst gemartert worden als, verlassen wirt, von den Prewsen.

vnd darnach der oft genant hertzoge zu Behemen, der guttig Boleßlaus, durch dy marter vnd durch den todt des heyligen Adalberti, als denn newlich geschryben yst, sahe, das sein kirchen zu Prag was darbende eins hyrten, welche ledig was nahen tzwey Iar, als mit namen anno domini VIIII C XCVI Iar, als oben vntz an das Iar des hern VIIII C XCVII. do gedachte er als ein liephaber des heyligen Crystenlichen gelauben, wenn er fursahe tzu eynem Bequemen hyrtenn. vnd do er was erforschen das gantz Behemen lant vnd mocht nicht vm den eynen bewerten priester der syten vnd des lebens auf tzu nemen tzu der hohe eyner sulchen grossen wirdigkeyt vnd, das ycht das volck das newlich gewunnen was got, verlies den angenummen gelauben vnd volgte dem vorgenanten Irsal, vnd sendet etzlich pote tzu dem Ottonen, den drytten keysers des namen, vnd was Inn Biten, das er Riett sein kirchen tzu Prag, dy Inn So gros scheden was gesetzt, vnd das er der kirchen fursehe tzu Prag vnd dy Begyrung des volcks pystums mit einer Bequemlichen persone. welch Crystenlich keyser iniglich was mit mitgunnen seiner gerechten pete, einen seinen capellan Deodatus, anders geheyssenn Tegdardus, von der gepurt ein Sachs, getzyret mit dem namen, des lebens, der syten vnd der kunst der puchstaben vnd kunnen zu uol dy windysch Sprach. den fursahe er der pregyschen kirchen vnd sendet In dem meintzyschen ertzpyschoue tzw weyhen.
Anno domini VIIII C XCVIII, III Nonas Iuly der vorgenant Theodatus, der drit Bregysch Byschoue yst geweyhet worden durch den meintzyschen Ertzpyschoue.

Wie der guttig Boleßlaus starb vnd lies einen sun desselbigen names Anno domini VIIII C vnd XCIX Iare, VII ydus february der gutig hertzog Boleßlaus, von dem obenn ist geschehen gedechtnuss, der was scheynende In vil tugenden, der vberwintlich Inn den streyten oder streytper vnd ein gros liebhaber des frydes. Auch welcher do hett ein lateynische swester uon dem geschlecht edel, Inn dem leben vnd In denn sytenn, mit dem namen Henna. Aus welcher er tzwen sune gepare, als mit namen Wentzeßlaum, vnd do der Wentzelaus noch Inn Kyndyschen Jarn was, do ward es begryffen In ein sewch vnd endet sein leben, vnd do Boleßlaus, sein pruder, ein vberbeleyber was. vnd do der vater het entpfunden im eintreten dy zeyt seines todtes vnd seyn Sune tzu wuchs, gleych geheyssen, dem Boleßlao, do was er Inn vnterweysenn vor seiner hausfrawen Hemma vnd von den grossen hern des landes tzu Behemen mit heylsamen leren. er leret Inn vermeyden laster vnd liep tzu haben all tugent.
vnd darnach nach den veterlichen vermanungen vnd lere, do was er Im verlassenn die Regyrung des hertzogthumes tzu Behemen vnd vol der seligen tage endet er sein leben Inn dem hern. Auch yst er begraben worden in der pregyschenn kirchen. Also Regyret der ander Boleßlaus des namens das hertzogthum tzu Behemen XXXI Jare vnd VI moned vnd XXV tage.

Anno domini VIIII C XCIX Jar, als oben, der drit Boleßlaus, ein Sun des gutigen, vnd des anndern Boleßlay, hertzogz In Behemen, der name ann sich dy Regyrung des hertzogthumes tzu Behemen nach dem todtes seines vaters. Aber nicht mit als gar selygem auf sehen, als dann etwen der vater, hielt menlich dy gewunene vetterliche ende; wan nicht lang nach dem, als er tzu Im genumen het dy Regirung des hertzogthumes zu Behemen, Do tzohe Im abe betrogenlich der hertzoge von Polen, genant Mesko, ein mensch vol der betriegnusse, dy stat Crackaw vnd all dy seinen von Behemen wurden schecklich erschlagen mit dem swert. auch het der genante Boleßlaus aus seiner edlen frawen tzwen sune: Odalricum vnd Jaromyr. der Odalricus von seiner kindheyt ward er gelassen in den houe keyser Heinrichs tzu vntterweysende in syten vnd in tugenden. Sunder der Iaromyr, der Belaybe in dem vetterlichen sale vnd wart vnterweyset in den freyen kunsten.
Wie der drit Boleßlaus vnd Meskon von Polen widereinander warn Anno domini Tausent geschahe, das tzwischen den hertzogen Boleßlaum zw Behemen vnd Meskonem tzu Polen tzwischen kome das geding der frydlichen tag vnd des frydes. Auch mit gesterckten eyde vnd das dy selben hertzogen tzusamen komen In ein an ein gewysse stat, In der der vorgenant Mesko vor langest mit Bedachtem syne der Betriglichkeyt, vnd do er Im hett tzu getzogenn etzlich Ratmanne des gesprochen Boleßlay mit den gaben, mit namen Wrssouicer von Behemen, vntter welchen was der Kochan vernempst, der neydigste vnd der schalckhaftigste verreter ires fursten. vnd der selbig Mesko von Irem Rate lude den fursten Boleßlaum tzu kumen gen Crackaw zw einer wirtschaft auf ein andere gewysse tzeyt.
welcher hertzog Boleßlaus, der also geladen was, der was nicht vndechtig der Betriegnuss, der vordren betriglichkeyt, vnd wolt sich selbs hutten vor einem kunftigen grosseren vbel vnd was tzu dem Ersten tzwytregklich der pette Meßkonis, aber darnach dy Wrssouicen seine verratende Ratmann wart vberwunden mit vngerechten reten, er gelobte tzu kumen sunde vnd lies das nicht vnterwegen vnd schicket, das sein hertzogthum zu Behemen aufgerichtet wurd durch die edlen, newr allein die er Bewerett het In dem glauben. Darnach was er schicken oder setzenn, vnd wer das, das Etwas uon Im mit betriglichkeyt des vorgenanten Meßkonis menschlichen Aufstunde, vnd das sy denn aufnemen Iaromyr, seinen sun, zu einem hertzogen vnd tzu Irm hern an sein stat. vnd also das das ausgericht wurd sein hertzogthum vnd do tzohe er gein Crackaw zu dem gesprochen Meskonem; vnd furwar do ward er tzum Ersten erlich empfangen von dem selben Meskone, aber alltzu handt do er Inn der wirtschaft was, do wart er gar schewtzlich gefangen von seinem genanten wirt vnd wart beraubt seyner augenn vnd all dy seinen, dy er do hyn gepracht hett, dy wurden grausamklich getottet.

darnach der genant Meßko von hertzoglichem geschlecht seiner art was nachuolgenn vnd geprochen hett sein gegeben trew vnd seinen willigen ayd, vnd begangen het vn menschliche sund In dem durchleuchtigenn hertzogen von Behemen mit seinen gast, Als denn verlassenn wirt. vnd dy genanten Wrssouicenn, vnd dy aller grawsamlichsten totter oder volbringer, dy waren dennoch getrawenn von seiner macht vnd seiner frewnde. einer als gar grossenn verretnuss vnd vngutigkeyt, vnd gedachtenn auß tzu leschenn den vberbelyben Innigen Jaromir, hertzog tzu Behemen, den sun des vorgenanten Bolesßlay, vnd arbeytenn Im abzutzyhenn betrogenlich dye Regyrung tzu Behemen wider wyssenn vnd willen der Banerhern vnd freyen vnd des getrewenn volcks des hertzogthumes. wann warumb eins tages dy selben Edlen Wrssouicen veretter mit edtlichen aller trewlostenn grossen vnd Iren gesanten, geheyssen Cochan, vnd do sy die notturftigkeyt Begryffenn, do forten sy Iren hertzogen vnd Iren hern Iaromyr in dick welde, von sach eyner zugleichlich yegerey an ein getichte statt, di nu yst das munster Wellysch. vnd do sy nu hetten gesehen, ein bequeme stat tzu uolbringenn dye vorbedachtenn sunde, do waren sy pynndenden den hertzog vnd Iren hern tzu eynem Bawm vnd setzten vonn Im ein schieß tzyle vnd arbeyten Inn tzu tottenn mit geschoss vnd mit pfeylenn. Es geschach also, der selb hertzog Jaromir von hytz grosser Innigkeyt vnd grosser ere, mit welcher er gefleyssigt sich tzu Eren vleyssigklich den heyligen Iohannem den tawffer, vnd der selbig Iohannes Baptist Beschirmet genedigklich den gepunden hertzogen Iaromyr in solcher seyner grossen not, wan war vmb dy nachuolger vnd sein vnguttig verreter wurffen in yn dy pfeyl, do verpot Iohannes mit seinem kleyd, als denn dem selben hertzogen Jaromyr ward gesehen, das der hertzog mit nicht verseret wurde mit sulchen geschossen.
Auch In der selbigen stund do erschein der selbig Iohannes durch ein gesichte dem weybe des gesprochen Jaromyr, gar einer ynnigen matron, vnd was sy manen, das sy raytzet Ir getrewes volck zu der Erlosunge Irs Eemans Iaromyr. vnd darnach, do dy geschicht also wunderlich geschahenn, Ein dyener des genanten hertzogenn Iaromyr, geheyssen Howora, der was Bey gewesenn pey denn geschehen vbeltheten, der ward bewegt In trewen vnd Saß palt auf sein pferd vnd kom gein Brag vnd verkundet das groß vbel vnd verswehung des hern den trewen vnd den frewnden des genanten hertzogen alle geschicht, dy do durch dy Wrssouicenn, die vngutigen verretter geschehen warn an Irem hertzogen. welch alltzuhant gewappent auf dy pferd sassenn vnd sy mitsampt dem selbigen Howora, der sy getrewlich furen was an die vorgenanten stat vnd dye grawsamlichen vbel theter, welch sie vbermochten, vingen sy vnd totten sy eins verdinten todtes vnd losten auf Iren gepunden hern durftigklich. welcher also erlost ward vnd sagt vor allen lewten wie das er Behut war wordenn wunderlich mit der hylf des heyligen Iohanis baptiste, vnd tzu eynem ewigen gedechtnuss einer sulchen erlosung, do hies er den bawm abschneyden, an den er gepunden was vnd was pawende ein Brobsthey vnd das munster Wellisch In der ere des heyligen hern Iohanis Waptiste. In welchem munster noch hewt der grosser altar yst gesetzt auf dy wurtzel des genanten Bawmes vnd vil munich leben vntter der Regelen sancti Benedicti vntter dem abt Insule Sazauiensis. fur war dy diener vnd das getrew volck des genanten Iaromyr auf namen erlich Iren hertzogen vnd furten Inn wider gen Prag. Auch der selb hertzog Jaromyr gab erblich das ampt des obersten Iegers, das do gehort tzu dem hofe Stebna, dem knechte Howora, von der trew vnd frumikeyt wegen, dy er Betzeyget an dem hertzogen; vnd also der selbig Howora volfuret erlich dasselbig Ampt noch seinem nachkumenden alter von lones wegen.

Wie Meßko Brag tzwey Jar Besas Anno itaque domini millesimo primo, do dye verlaßne dinck waren geschehen in Behemen, Meßko, der hertzog tzu Polen het tzu gefuget mit hilf der sundigenn Wrssouicen vnd Ir frewnde der verrettischen des hertzogen zu Behemen, vnd sammet ein starcke schare vnd was kumen gen Behemen vnd Besaß Prag vnd vntter tzweyen Jaren behielt er das pregysch Schloss, wider zu steen menlich dem Sloss Wyssegradenn.
Anno domini M II der obgenant sundig Mesko, der sante poten tzu dem keyser Heinrich mit gar grossem gelte vnd vil gaben vnd pat den selben, das er Im schicket gefangen, gepunden den Vdalricum, den pruder Iaromyr auf namen erlich, der do tzu der tzeyt, als denn oben geschryben wirt, ward eingefurt In den houe des vorgenanten keysers. welchs der vorgenant keyser von geytigkeit wegen des goldes vnd der gaben ward er tzu stort vnd gepot das tzu volpringen in der tzyrung seines keyserlichen namens vnd er. welcher Udalricus darnach ward gelassen - eyntweder von dem geheysse des keysers oder mit flucht yst er geledyget von dem kerkern vnd panden vnd ging wider gein Behemen vnd kom heymlich In sein aller festes Sloss, genant Drewick, vnd darnach sendet er einen getrawen Ritter in die stat Prag vnd beualhte Im, das er Bey der nechtlichen tzeyt erschrecket dy vnsichern veinde durch das geschrey der pusawmen vnd trumeten. auch alzuhant der getrew Ritter was volbringen die geheysse seins hern vnd stund auf tzu mitternacht vnd kom an eyn vberscheynenliche stat der genanten stat Prag, genant tzu tewsch Zyzi, welche nu wirt geheyssen Strahouia, do selbst er was machen ein klanck oder lawt mit der Busawmen vnd drumeten, vnd lautprechte die geschrey mit hohen stymen vnder den worten: "flyhentt, flyhent!" Snodlich die geschenten Polen Ir gewappenten Behem vberfallet, vberfallet scherpflich. welch klingende lawt der pusawmen vnd dy lautende styme erhorten dy vnsichern Polen vnd erschracken von forcht vnd liessen Ire wappenn vnd Ire gutt, als sy pest mochten, vnd fliehen snodlich, also das Etlich andernn waren nackent, etzlich liessen sich ab von der prucken, Etzlich durch ein vngepanten weck, etzlich tzu der hyndern thure des Sloss tzu Prage, Etzlich wurden verweyset mit der engheyt des wegs, Etzlich empfluhen, etzlich verdurben durstigklich.
vnd gelicherweyse der genant Mesko mit Iren wenig kaum entrane. welches do das der genant hertzog Vdalricus vername vnd kom als pald des anndren tags gein Prag vnd nam an sych die besitzung des hertzogthumes tzu Behemen. Auch darnach des dritten tages seyner tzu kunfte zw einer posen Rattung der gesprochen verretter Wrssouicenn vnd vergass der pruderlichen liebe vnd gepot tzu entplenden den Jaromyr, seiner Bruder, auf das, das er sicher Beliebe von dem pruder In der Regyrung des oben gesprochenen hertzogthumes.

Anno domini M Secundo, als oben, do nu also der obgenant Vdalricus an sich name dy Regyrung des herczogthumes zu Beheym, Es geschahe, do er eynes mals wider kom von dem gegayde vnd Reyt durch eins seyner dorfer, do sahe er ein Iunckfraw tucher waschen ob dem prunnen, genant Bozena, das so eins andren namen wirt geheyssen Beatrix, eine wunderlichen schon vnd tzyre. welche er also ansahe vnd entzundet gantz In yr lieb vnd begyrde vnd sante sein poten; altzuhant prachten sy Im sy, vnd nam sy tzu einem eelichen Weyb. Aus welcher er gepare gar einen weydenlichen sun vnd ein leget Im den namen Brzetißlaus.
Anno domini millesimo III der vorgesprochen Vdalricus gepot aus tzu vertilgen oder tzu totten mit einem wirdigen todt die mechtigsten von den vorgesprochen Wrssouicenn, den neydigsten verretteren etc.
Von den funf heyligen Brudern Anno domini millesimo III der Benedictus mit seinen gesellen Matheo, Iohanne, Ysaac vnd Crystino, dy do furtenn eyn eynsydelches vnd heyliges leben, durch Etzlich polenysch schacher, dy sich tzu den heyligen mannen geselleten - ein Stuck goldes, das Inn der Meßko, hertzog tzu Polen, auß der bewegung der Innigkeit gesant hett, vnd das dy heyligen manne icht von des geldes wegen vergessen oder empfunden hyndernuss In Iren gepeten vnd santenn das wyder dem genanten hertzogen, sy hoften tzu findenn. Bey nacht tzeyt sein sy getottet worden grawsamklich vnd also gelyten dye marter vnd gingen zu dem hern. furwar dy heyligen manne waren etwen gesellen des heyligen Adalberti, Bischoue tzu Prag, welch der selb Bischoue Bracht mit Im von Rome aus dem munster des heyligen Allexy gein Behemen vnd gein Polen, vnd welche habenn nachgeuolget den fuosstapfen Irs vaters vnd Ires layters sand Adalberti vnd bekarten vil volcks In Polen tzu dem gelaubenn. vnd als lange sy in dyser werlt waren, waren sy beheglichen dem Almechtigen got In heyligen Wercken.
Anno domini millesimo VI Hemma, die hawsfrawe des anndern Boleßlay, Eynn muter Vdalrici vnd Iaromyr, der pruder, ein edels weyp vnd voller tugent, vnd wart Begryffen mit der sewch auch verschlieff in dem hern vnd ward begraben in die kirchen tzu Prag.
Anno domini millesimo VII Anno domini millesimo VIII Anno domini millesimo IX Anno domini millesimo X Anno domini millesimo XI Anno domini millesimo XII Anno domini millesimo XIII Anno domini millesimo XIIII Anno domini millesimo XV Anno domini millesimo XVI Auch in den nachuolgenden Jaren Odalricus, hertzog zu Behemen, Regyrt fursichtigklich noch nichtz nicht widerwertiges er von nymantz leyde.
Anno domini millesimo XVII Deodatus, der drit pregysch Bischoue ein nachkumender des heyligen Adalberti, der yst gestorben III ydus Iuny, noch Welchem kom Ekardus, der vierd Bischoue tzu Prag etc.

Anno domini myllesimo XVIII Anno domini millesimo XIX Anno domini millesimo XX.

Wie Breztyßlaus Raubet des keysers tochter vnd verweset seins vaters Odalrici hertzogthum etc. Anno domini millesimo XXI der sun des genanten Odalrici Brzetislaus, der do wuchs durch vill tugent In pesserung vnd was Aufsteygende von der kunheyt tzu der tugent. vnd was horen eynen grossen lewmut eyner Iunckfrawen, geheyssen Judytha, der tochter des Ottonis Ruffi, vnd bestetiget In seinem gemute, wie Er im mocht tzu fugen Etlich die vorgenanten hubschen Junckfrawen. vnd do er horet, das dy selbig Iunckfrau Behalten wer In einem munster, geheyssen zu tewtsche Nydermunster, In der stat Regenspurck, das sy vntterweyset wurde In den freyen kunste; vnd nam tzu Im dye getrewystenn vnd die heymlichsten sein diener vnd stellet sy, Sam er wolt zu dem keyser. do sy der weck Begreyf vnd machten ann vntterlos VII tagreys oder tagwern vnd kom ann dye begerten statt des genanten closters, In dem er es des anndern tages Sweygende vnd was vmb weltzende den fursatz vmb vmbgyng allein das closter suchende, ob er mocht kumen zu der gegenwurtigkeit der genanten Iunckfrawen. vnd do er In das kloster kom, do sahe er dy vorgenantenn Iudytham mit denn anndern Iunckfrawen vmb lauffen kurtzweylende. vnd allzuhant, do er Angesehen hett ir getzirde, do ward er entzundt mit dem fewr der liebe vnd Raubt dy Iunckfrawen vnd saß mit Ir snel auf das pfert vnd enpflohe. vnd do er was kumen zu der Ewsseren pforten vnd vand dy verschlossenn mit einer eyseren keten. welcher alzuhant gewan das swert vnd mit macht eins schlages teylet er dy gar Starcken ketten In tzwey teyl. welches geschicht des starcken Ritters mag gesehen werden vntz Bis auf dysen hewtigen tag. vnd also ab waiche et flyhende mit der geraubten Iunckfrawen, vnd das sein diener allermynst westen; auch was er wandernde tag vnd nacht vnd kom zu seinem vater, hertzog Vdalricum. furwar sein diener dy wurden Begreyffen In dem vorgenanten Closter vnd durstigklich sein sy gepeyniget worden vnd grawsamklich getottet. Also der hertzog Breztislaus saget seinem vater dy geschicht, dy do geschehen waren vnd nam laube vnd ging gen Merhern vnd schafte, das Im sein Iunckfraw Juditha ward Eelich tzugefuget.
Darwmb do der keyser Otto erfure, das sein tochter Iudytha durch den Brzetißlaum, den Sun des hertzogen zu Behemen, wer beraubt, do wart er gar vnwirdig vnd bestetiget mit dem eyde, Eintweder er wolt vnttergeen den todt, oder das Im tzugefugt wurd Behem lant, vnd das er setzet seinen keyserlichen Stul enmitten des hertzogthumes. Aber von dem andern teyl der Jung grozmutig hertzog zu Behemen gab den Eyde: "Es sey denn, das Ich derfunden werde mit dem todt, So will ich dem keyser als gar ein grossen schaden eintragen, das von dem der keyser vnd das keyserthum ewigen schaden da von muss tragen." Aus welchem geschahe, das der keyser saget vnd samet ein mechtige schare vnd Arbeytet ein gein Bohemiam. Vnd herwiderumb der hertzog zu Behemen auch Brzetißlaus, sein Sun, mit seinem volck schicket sich widertzusteen menlich dem keyser. vnd darnach do sie Beyde, beyd der keyser vnd der hertzog zu Behemen waren mit Iren scharen In den velden, dy vorgenante fraw Iudytha, ein tochter des keysers vnd ein weyp des vorgenanten hertzogenn, ein kluge vnd ein fursichtige fraw, gedacht In Irem gemute, wie sy sulch grosse veintschaft vnder Als gar nahent nacht Bawren vntterneme vnd sy miteinander tzu teylet.
Auch zum letzten, als sy genumen het geleyte der sicherheyt vonn dem keyser vnd ging tzu Im vnd vntter vil vnd mangerley gescheften vande sy dye weyse vnd ordnung, mit welcher dy wyderschlahung des volcks aus Beyden teylen mocht vermeyden werden, vnd das do gehalten mocht werden dy geschehen eyde on warnungen eins ytzlichen teyles. fur war sy handelt auch, das der keyser ging gein Behemen vnd Inn dy mitte, als mit namen Boleßlauia, setzet er seinen keyserstule vnd In dem selben stule mechtigklich wider sess vnd lies Inn do zw einem ewigen gedechtnus des dinges. Gleicherweyse tzu halten den ayde Ires Eemanes Brzetislay, des vorgenanten hertzogs tzu Behemen, handelt sy, das gescheche, wenn dy hertzogen von Behemen tzu nehenten vnd sein nachkumen dem houe des keysers vnd komen In dye nehe tzu dreyen meylen, machten sy Beschedygen die ertrich des keyserrichs vnd das tzu eynem ewigen gedechtnuss dyses dinges solten sy furen fur hertzogliche wappen Bohemie einen keyserlichen adaler In eynem weysem velde, beydenthalb geteylt durch dy federn. des adalers, mit flamen. welcher sein gefunden ward weyssenlich durch dy vorgesprochene Judytham, der keyser vnd der hertzog Boehemie, dy oben gesprochen sein geaygnett worden, vnd also der keyser mit den seinen was eingeen In Wohemiam vnd kom gein Boleßlauiam vnd satzt do selbst seinen gar tewrlichen keyserlichen Stul, welcher do selbst In der kirchen Boleßlauien vntz Bys auf dysen hewtigen tag wirt Behalten vleyssygklich vmb gedechtnus des dinges. vnd darnach, als er Behalten hett den ayde, do tzohe er hynnweck frydsamlich.
gleycherweyse der Iung Brzetislaus, hertzog tzu Behemen, tzoch aus Behemen tzu dem houe des keysers; do er die nehen kome zu der vntterscheyd tzu dreyen meylen, do beschedyget er dy gutter des keysers durch das antzunden des fewres, vnd Behielt den ayde. do dy geschahen, do tzohe er wider tzu seinem nachkumenden hertzog zue Behemen, auch Beyd von den vergangen hertzogen vnd auch von den kunftigen kunigen zu Behemen wirt behalten vntz auf dysen hewtigen tag tzu eynem ewigen gedechtnuss dyses dinges. vnd von der tzeyt Brzetißlaus vberhub fursichtigklich In vil arbeyten Odalricum, seinen vater, In der Regyrung des hertzogthumes vntz pis an den todt desselben seines vaters.

Also het der vorgenant Brzetißlaus aus veterlicher gabe In gewalt Merhern, welchs verdruckts teyl von den Polenn erloset mit gestrengen theten von Iren henden; vnd do er Begreyf dy menig der Polen, do hauffet er hundert gefangen mit hunderten vnd sante sy gein Vnngern vnd verkauffet sy vmm gelt vnd verbant sy zw einem ewigen dinst vnd gleich alsem weyser sun, vber hub seinen vater In vill arbeyten; auch was er thun vill vil gestreng thete vnd sein verwesen was er tragende von dem gepote seines vaters vnd Beschyrmet Behemerlant seligklich.
Anno domini millesimo XXII Iar yst gar ein grosse durchechtung der Crysten yst geschehen in Polen.
Anno domini millesimo XXIII Ekardus, der Bischoue zu Prag, starbe VI ydus augusti, dem noch komme Yzzo.
Anno domini M XXIIII Anno domini M XXV Anno domini M XXVI Anno domini M XXVII Anno domini Millesimo XXVIII Anno domini M XXIX Anno domini M XXX Yzzo, der funft Bischoue zu Prag Starb III kalendas february. nach Im kome Seuerus, der sechste etc.
Anno domini M XXXI Anno domini M XXXII Anno domini M XXXIII Anno domini M XXXIIII Anno domini M XXXV Anno domini M XXXVI Anno domini M XXXVII Iar Boleßlaus, ein vater des vorgesprochen Odalrici hertzogs, welchenn, als den obenn gesagt yst, der vngutig Mesko zu Bolen Beraubet seiner augen, Er yst gestorben vnd Begraben In der kirchen tzu Prag.
Des selben Jars VI ydus Nouembris Odalricus, ein vater Breztißlaus, Besweret mit kranckheyt vnd hat geendet sein lebenn Seligklich. welches todt er fur Jaromir, sein pruder, welchenn etwen der genante Vdalricus lies Blenden, der kom gein Prag. Er mitsampt den panerhern vnd groz hern vnd mit dem volck zu Behemen, vnd er welte Brzetißlaum, sein enycklein, vnd macht Inn tzu einem hertzogen. Auch vermante er Inn offennberlich, sein enicklein, das geschlecht Worssouicenn, der vngerechten verreter, sult außrewten vnd solt nach volgen vleyssigklicher den Rethen seiner getrewenn. vnd Sprach vor allem volck, wie als gar verrethnus vnd wie gar gros sund die vorgesprochen Wrssouicenn etwen begangen hetten In Irenn hertzogen vnd hern, von wannen er dy sun der selben vngerechten Wrssouicenn Irn vettern sein gar vngerecht tzwytrachter. Besunder der Cochann, der tzu eyner nacht, do der genant Jaromyr Beraubt was seines liechtes vnd sass an der genanten stat tzue Reynigen seinen pauch, do nam er den selben Bey dem hyndern vnd warf Inn vber den leychnam schelcklich vnd wundet Inn frolich vnd vertylgt den krancken durstigklich, vnd also starb Jaromyr des vorgesprochen Jares II Nonas decembris etc.

Wie Breztißlaus was Rechen seinen anhern vnd teten gar grossen schaden dem hertzogen Mesko Anno domini millesimo XXXVII als oben der hertzog Brzetislaus ward gesetzt auf den hertzoglichen veterlichen Stull, Ein fursichtiger man vnd gestrenger vnd durchleuchtig mit vill tugent, was begeren tzu preyten sein hertzogthum In vmb lygende teyl vnd außrecken sein Creften. vnd ging ein In das Reich Vngern mechtigklich vnd verwustet das landt vntz Byß an dy stat Strigonia. dar vmb der vorgenante hertzog Breztißlaus gepare auss seiner edlen vnd schonen hausfrauen Judytha funf weydenlich sune, als mit namen Spitigneum, Wradyßlaum, Conradum, Iaromyr vnd Ottonem, von welchem nachuollichklich wirt gesatzt.
Anno domini M XXX VIII Brzetißlaus was nicht vndechtig der Begangen sund, Etwen In seinen annhern Boleßlaum durch den Meßkonem, hertzogen zu Polenn, vnd sammet sein schare vnd kom gein Polen vnd wustet vnd zerstort, das der gestrenge streyter gewann dy namhaftigsten stat Crackaw tzu Polen vnd vntterkerett Sy vonn grund auf altzu mal vnd ward do selbst Beswert mit gar Reichen schetzen vnd Raubsalenn vnd gewan die andern stet tzu Polen vnd tzundet sy an vnd zerstoret sy Biss ann das Slozz Bdeck, do dy Castellani vnd gar ein grosse menig der menschen tzu fluhen, welch do nicht mochten widersteen dem vorgenanten hertzogen vnd seyner schar, vnd vntertenigten sich diemutigklich seiner genade. Welcher er was aufnemen genedigklich vnd sante sy gein Behemen vnd Betzayget Inn ein teyl der wiltnus an der stat Czirni vnd was setzenn vntter Inn einen schultheys vnd ein grosseren vnd Bedacht sich vnd das sy vntter dem gesetze, mit dem sy gelegt hetten in Polen, Belyben, welch nicht Bis auf dysen hewtigen tag werde geheyssen von der stat Bdeck Bdeckani.
der noch darnach, der hertzog, der vorgesprochen Brzetißlaus, was tzyhen vnd gewann streyperlich dy ertzpystumliche kirchen Gneznenn, vnd Beyd er vnd auch dy seinen waren eingeen erlich Inn die kirchen der heyligen Iunckfrawen Marie, do der leychnam des gar heyligen Adalberti was beschossen, vnd waren gepeycht vnd gerewt vnd vasteten drey tag vnd er mitsampt dem Bischoue Seuero von Prag nyder strackten sich auf dy erden fur das grab des heyligen Adalberti mit vergiessenden gepete vnd anruffende den namen gottes vnd theten auf den grosseren altar, In dem do was Behalten den heyligen leychnam, vnd funden den heyligen Adalbertum In dem grab miteinander gantz des gewandes vnd des leychnams, gleich als er den tag celebrirt hat die heyligkeit der messen. von welchen leychnam das wol Riechen ein wunderlichen smacks derfullet nicht allein die gantzen kirchen Gneznenn Sunder er stercket er Auch wunderlich den hertzogen von Behemen vnd sein schare. auch do geschach ein gar geschrockenlich dings, also das vor dreyen tagen nymant mocht an Ruren das grab des heyligen leichnames, aber do vergangen waren drey tag vnd gemeret wurden dy gepete, do Rurten sy an vnd satzten yn mit dem heyligen leychnam in die hohe des Altars. Auch opfert der genant Brzetißlaus, hertzog tzu Behemen CC marck goldes.
Gleycherweyse In der selben kirchen funden sy den leychnam des heyligen mertrers Gaudency, Ertzpischofs Gneznenn, der eins andern namen wirt geheyssen Radym, des oben gesprochen pruders des heyligen mertrers, vnd do selbst in eyner Andern kirchen der vorgesprochen hertzog zu Behemen Behielt dy leichnam der funf heyligen pruder Benedicti, Ysaac, Mathei, Iohannes vnd Crystin, von welchen oben geschryben yst der gedechtnus. Ir Behalten seyt Gleicherweyse ein guldenes Crewtz eins grossen gewichtes, das etwen Mesko, hertzog in Polen, geopfert het, vnd ein guldene tafel, des gewichts CCC pfund goldes vnd vill ander gar kosperlich tzyrung nam er vnd trug das gein Behemen mit wirdigen eren, vnd do er Bey dem wache Rockenick sich tzu machte gein Prag, Beyde der hertzog vnd die priester vnd alles volck entgegen gingen proceßlich mit gar grossen kosterperlichen heyligthume vnd trugen das mit grosser frewden In die kirchen zu Prag vnd Behielten das Erlich, Als sych das tzymet. aber dy bestattung der selben heyligen heyligthumen yst geschehen Anno domini Myllesimo XXXVIII kalendas IX. septembris.

Wie der hertzog Breztißlaus Bauet zu Boleßlau ein korheren kirchenn Anno domini millesimo XXXIX, als gesagt yst von denn geschichten, gelucksamklich vonn gotlicher gunnnender gutigkeyt vnd von dem tzugeprachten gar heyligsten heyligthum, Als vil haubthern, des sich frewten, das gantz Behemenlant. Etlich, dy do waren verleytet mit dem neyd, vnd komen tzu dem Bebstlichen Stule vnd beclagten den hertzogen Brzetyßlaum, hertzog zu Behemen, gein dem Babst von des wegen, das er wider dy Recht der heyligen Regelen der heyligen veter dannen getragen het dy leichnamen von Polem gein Behemen, Als dann verlassen wirt danen. Beyde der hertzog vnd auch der Seuerus, Bischoue tzu Brag, wurden gestraft von vermessung Sulcher vill ding vnd zu uerantworten darvber Bey dem Bebstlichen stule wurden gesant latbriefe, vnd wurden geruft tzu der gegenwurtigkeyt des Babsts. welcher was senden sein poten vnd sein weyse legaten, wie das sy nicht gemacht hetten die bestattung der solchen irer haubthern mit freuelichkeyt, sunder mit gutem fursatz vnd mit grossem heyl des Behemischen volcks, vnd Besorgten sich außzuhien vnd vorderten von den verlassen ein Barmhertzigliche genade. also daz aller hochst Bischoue zu liess Ir ein Intrechtig redtung oder entschuldigung vnd Ire pette vnd gepot oder auf satzt vmb das genuck thun der geschicht, das der vorgesprochen Brztislaus, hertzog tzu Behemen, bawet ein Stifte der korhern in Behemen von seinen eygen guttern vnd tziret das genugsamklich In aller notturftigkeitt, vnd das do Bestetiget werden in dem selben Stifte geystlich gelerte person vnd das Besorgte regelisch, welche do selbst dienten got mit gotlichen lobenn ewigklich.
vnd also die oben gesprochen aussprecher des hertzogs zu Behemen, do sie entpfingen als gar eine Barmhertzigkliche vnd gutliche Antwort von dem allerhochsten Byschoue, do komen sy wider frolich gein Behemen vnd ertzelten Irem furstenn die dinck, dy do geschehen warenn nacheinander. furwar Brzetislaus, hertzog zu Behemen, was aufnemen vnd volbringen genemklich vnd lieplich gepot vnd schaffet zu grunden vnd zu Bawen ein Erbergs stifte der korhern In der stat Boleßlaw, gelegen an dem vfer des wassers Albee in der ere des heyligen Wentzelay, des mertrers, etwan hertzogs In Behemen, In welcher stat der heylig Wentzelaus vor zeyten gelyden hat dy marter von dem vngutigen pruder totschlaher Boleßlao, vnd besorget tzu zyren die kirchen vnd was volbringen die maynung volkumenlich, die dinck, dy Im waren aufgesetzt durch den Babst vber dy geschehen dinck. welche kirche Boleßlauienn ist gegrundet worden, aufgericht vnd getzyret, als denn verlassen wirt, vnd gesehen mag werden vntz Bis auf dysenn hewtigen tag zu einem schewperlichen gezeucknuss der geschehen dinck.

Wie hertzog Brzetyßlaus erschlug vil volcks dem Heinriche Anno domini millesimo XL, darnach als der allerhochst Bischoue vber die bestattung der vorgenannten heyligen mertrer von Polan mit dem Brzetißlao, hertzoge tzu Behemen, Barmhertzigklich dyspensirt het, als oben gesprochen wirt, vnd der keyser Heinrich der annder horet, das genumen was ein grosse großheyt des goldes vnd was getragen worden durch den vorgenanten hertzogen In Behemen, vnd ward betrogen In geytigkeit des goldes vnd sante keyserliche Brief dem vorgesprochen hertzogen tzu Behemen vnd gepot, dass er den schatz, den er Etwan in Polen genommen hett, Eintweder geb den wider gantz zu eyner gesatzten tzeyt, oder enpfunde zu kumen den keyser mit macht der schare zu vordern den schatz von Im. welches der horet vnd vernam, der Brzetislaus, der hertzog zu Behemen, antwortete dem keyser in der weyse:
"vnvberwindlicher keyser! nicht tzu straffenn dy Innhaltung ewer gepot vnd ewer keyserlichen gepot. Ewern vorgeneren vnd Euch waren wir alzeyt Bereyt vnd getrewlich anhangen vntzimlichen vnd Inerlichen dingen; furwar der groz Karel ettwenn, Pippini ein Sun, des kunigs von Franckrich, do er kom vnd satzt vns auf einen tzins, den wir schuldig waren den Romischen keysern, als mit namen C vnd XX Auß geklaubet Rinder vnd V C marck goldes zu Bezalen, welchs furwar wir gehalten haben vnd sein In keinem vbertreten; vnd vber welchs ere tzymet es sich nicht vns tzu twingen, noch das wir Beswert solten werden, mit eynem andern swereren Ioch, wann warumb wir erwelen mer tzu sterben denn tragen ein vngewonte purden."
furwar auch do der keyser das horet, widerschreyb er, das nicht wider Inn werdenn all dy vordern gesetz, er wolt sein gepot volkumenlich derfullen, oder sy treyben tzu der volbringung mit Starcker hant. vnd also do der vorgesprochen Brzetißlaus, Hertzog zu Behemen, versmehet der brief der keyserlichen gepot. als palt der keyser entzundet wart mit tzoren vnd sammet vnd sammet ein Starcke vnd ein grosse Schar vnd er mit seiner person mit seinen fursten von einer seyten vnd durch den weck, do man get von Regenspurck gein Behemen richtet er sich zu vnd Bey dem vfer des wassers Bzezen, das tzu tewtsch wirt geheyssen Regenn, tzu dem teyl, das sich pewgt gein Kam nahentt, Bey den welden hat er gewunnen dy Slosser mit seiner Schar. furwar er schicket gen Sachsen tzu dem hertzogen mit dem namen Othardus, einen weysen vnd streytperen man, geet durch Sirbiam gen Sachsen zu Bestreyten die Behemenn. vnd also arbeyteten sy zu uerdruckenn zu Beyden seyten oder teylen das lant vnd das volck zu Behemen mit herten tzugenden; dar vmb do der keyser het Begryffenn vom dem teyl sein schare die tzyl des landes zu Behemen vnd die dickheytt der welde, In dem do der tzu ganck zu Behemen verschlossen was, vnd het vmbgesehen vber tzwerchs vnd her gesehen allweg, vermacht, do lies er all dy seine hant anlegen vnd machen durch solche dickheyt der welde notturftige weg. do das geschahe, do ging er mitsampt den seinen ein in swer Stet der welde, vnd do er was aufgestigen ein vernemlichste Stat der selben welde, do Slug er auf sein keyserliche gezelt vnd sas vnd was ansehen das Behemer lant vnd sein gelegenheyt. vnd Rufe tzu Im sein fursten vnd edelen vnd tzu Redet Inn mit notturftigen peten vnd vermanet sy auch, das sy on verdriessen herfur treten, sicher von dem Streyt, vnd anhingen menlich der angehaben arbeyt.
welch sych von der kayserlichen vermanunge sich wappenden vnd liessen sy getzelt vnd eingingen In die dicken welde des landes zu Behemen vnd darnach, do sy heten Erfaren etliche gross des wegs in herten vnd scharfen weg der selbigen welde vnd enpfunden, das Inn nymant wider stund, do kerten sy wyder vmb vber vngewonlich perge mit puhell mit gar grossen muen, furbaß do sy nu hoften, das sy daruon weren kumen durch dy tzu Ryssen scheden der Weg so volgte nach arbeyt aus der einlitzigkeyt vnd aus den vngewonten wege, vnd etlich gar starck Ritter, die Begerten vberwinden die Starcken Arbeyt In sulchen creften nicht mit den veinden Sunder als sie mud weren von Irrung des wegs auch tzu der fruchtparen hytze. der zeyt suchten sy Rue vnd erquickung vnd also wurden sy mude gemacht mit vil swerigkeyt vnd gelaubten, das sy sicher weren von der widerwertigkeyt der veinde vnd legten abe ire wappen. vnd do sy sich aus legten, als tzwyschen gefrydte ende, do komen sy vnfursichtigklich In die vnbedachten zu kumende geschichte. do geschach, das der vorgenant hertzog zu Behemen, der do mit seinem getrewen volck zu Beschyrmen sein lant, nicht an ordenung, Bestellet er ytzund seine thete weyßlich als er mocht vnd was entpfinden abnemen dy schar des keysers auß den muesamigkeyten vnd arbeyten, als vor verlassen wirt, vnd vberviel dy vnsichern veinde gerurt mit den seinen kunlichen vnd schlug sy von dem grosten vntz Byß tzu dem kleynstenn on guttigkeyt, vnd all dy, die dy hylf des flyhenss nicht Beschutzet, die tottet er. auch darnach waren sy auch flyhenn vntz Bys tzu dem getzelt des keysers, vnd er durchechtet sy nach dem geschlecht noch dem alter. fur war der keyser was empfunden aus geschichte den vngerechten vall Seins volcks vnd entging kawm Ir wenig von dem grossen schaden, vnd also tzu den tzeyten lies er mit seynen fursten durch das fliehen Behemlant, welcher vor gehoft het tzu pringen dye sicherung vntter eynem keyserlichem vber wintlichem adler.
aber entgegen von dem teyl durch das Othardus, hertzog tzu Sachsenn, was eynn gegangen Behemer lant mit den seynen, Do verwustet er das als er mocht durch den weck genant Belinam, vntz ann dye Brucken Gnewin, anders geheyssen Brucks, vnd was kumen tzu dem wasser Belinam, vnd do er do selbst hett gehorett die vnglucklichen geschicht des keysers, do erschrack er In seinem gemute. vnd do dartzwischen waren kumen die teydings tag, do hub er ann vmb weltzende in seinem gemute, wie er gutiget den vorgesprochen Brzetißlaum, hertzogen zu Behemen. vnd nach einer sulchen grossen sygung In wider uersunet dem keyser. furwar der Brzetißlaus, hertzog tzu Behemen vber hub sich die getrewigkeyt seins volcks vnd versmehet den Ratt des genanten hertzogen tzu Sachsen vnd empot Im, eintweder er ging willigklich aus Behemen In dreyen tag oder er leg vntter gedruckt seinem streyte noch dem falle noch enhab nicht furpas ein freyes vrlaub ausstzugen. welcher fursichtiger man merckte dy dinck weyßlich vnd schatzet dy vorigen sundtlichen scheden seines herren, des keysers, vnd ward dartzu getwungen aus zu gein frydsamlich das ertrich vnd dy tzyle des landes zu Behemen. vnder dem der vorgenant hertzog Brzetißlaus zu Beschermen die ende des landes Bohemie vnd schicket einen grauen Belinensem, geheyssen Procopius, gen Sachsen mit dreyen legionibus.
Anno domini millesimo XLI, do von das der Procopius betrogen wart vnd nicht gegeben het das gelt dem hertzogen Othardo, Als er solt, do ward er gefangen durch den hertzogen Brzetislaus vnd Beraubt seiner augen vnd Im wurden abgehauen hende vnd fuesse vnd geworfen In das wasser Beline, auf das das dy anndern erschrecken seines ebenpildes vnd beschirmten das vaterlant zu dem gelubde vnd tzu dem geheyse des hertzogen vnd die gegeben trew Irem fursten Behielten vnuerruckt etc.
Wie keyser Heinrich ver wustet das gantz Behemerlande vnd Besaß Prag Etlich zeytt Anno domini millesimo XLI der vorgenant keyser Heinrich, er mitsampt dem obengesprochen Othardo, hertzogen, In Behemen was nicht vndechtig des falles seiner scheinperlichen edlen vnd getrewen, begeret gerochen tzu werden vnd ging gein Behemen In vil wegen mit keyserlicher macht vnd wustet das vmb vnd vmb vnd kome tzu dem letzten gein Prag vnd Besass das. do das geschahe vnd do der hertzog vnd dy seinen nicht mochten widersten der als grossenn schare, do was sich forchten der Seuerus, Bischoue zu Prag, das er icht durch dy trewigkeit, dy er schuldig was dem keyser durch Inn wurde Beraubet seines Bystumes zu Brag, vnd in eyner nacht flohe er heimlichen zu dem keyser. welches derhoret Brzetislaus, der hertzog zu Behemen, als ein weyser man vnd Reyffe oder tzeytig In notturftigkeyt, vnd versunnet den keyser mit golt vnd gab Im MD marck silbers, welch Summa was lant tzyns dreyer vergangener Iare, vnd bestetiget einen fryd mit Im. vnd also der keyser, der In dem vergangen Jare ward vberwunnden snodlich in dem streyte vnd entging durch die flucht von Behemen, aber Inn dem zu kunftigen Jar abtzohe er nicht aus widersteung des hertzogen, Sunder mit gaben yst er Beheglich gefrydet waren, vnd dy do vor warn veinde vnd den als dartzwischen komen, die ver vorlaßne geschickt, sein sy wider versunet worden ewigklich mit dem pande der liebe.
Anno domini mylesimo XLIII yst geweyhet worden dy kirchen des heyligen Wentzeßlay In Boleßlauia XV kalendas Iuly durch den Seuerum, den sechsten Bischof zu Prag.
Anno domini millesimo XLVII. Anno domini millesimo XLVIII. Anno domini millesimo XLVIX. Anno domini millesimo L. Anno domini millesimo LI. Anno domini Myllesimo LVII. Die muter des hertzogen Brzetyslay, dy hawsfraw Boleßlay Bozena, anders geheyssen Beatrix, vnd gingen tzu dem hern vnd sein Begraben worden In der kirchen Boleßlauiensis.
Anno domini LIII der heylig abt Procopius, vol heylger werck, fure In das hymelisch vaterlant etc.
Wie Breztißlaus dem hertzogen von Polen aufsatzt ein grossen tzyns vnd darnach starb er. Anno domini M LIIII Breztißlaus, der oben gesprochen hertzog zu Behemen, auf satzt den hertzogen zu Polen, die stat Wratißlauiensis vnd ander stet des landes Slesie vnd das Bystum Wradißlauiense mit solcher aygenschaft, das sy Im vnd seinen nachkumende hertzogen zu Behemen ewygklich vntter eim tytulo einer waren vntertenigkeyt betzalen Jerlichen V C marck sylbers vnd XXX marck goldes In gewyssen gesatzten tagen.

Anno domini Myllesimo LV Iare, Darnach als Brzetißlaus, hertzog tzu Behemen wider gewunnen het Polener lant vnd het das vntertenig gemacht, der macht des furstenthumes zu Behemen, Gleycherweyse satzt er Im fur zu wydersteen Panonyam vnd kome In dy Stat Crudyam vnd wolt do selbst sein schare sammen. So, do das geschahe, er eins mitsampt ynn gesant vnd fur sahe sich zu rechter zeyt, So das er mocht gewandern furpas, vnd also das er do selbst getzogen, ward In gross kranckheyt vnd enpfande, das er sych des sewchen nicht pessert vnd das er teglich stercklicher obnam vnd das do wer die vngedachte tzeyt des todtes, vnd Ruffet zu Im die edlen vnd sein frey hern vnd macht schickung vnd statut von seinem hertzogthum, als mit der weyse, das nach dem todte eins ytzlichen hertzogen In dem hertzogthum tzu Behem der Erste geporne vntter den prudern wurde erhaben In eynen hertzogen vnd das Er Regyr das hertzogthum vnd das volck, vnd all sein ander pruder sullen sein Sein vntertenig gleich als Irem fursten vnd hern vnd nichtes dester mynder. tzu einer ewigen Behaltung eins sulchen gesetzes vnd twang dy Edlen vnd dy freyen hern des hertzogthumes zu Behemen mit dem ayde das ycht aus der merheyt der fursten eins Sulchen Edlens furstenthumes lyde dy vntterdruckung Oder aus der tzwytrechtigkeyt der pruder vber dy Regyrung eins solchen hertzogthumes liede schedenn.
vnd als verpracht was der fursatz eins sulchen fursichtigen wyllen, vnd In kurtzen tagen ward Begryffenn mit den febres vnd ward vnttergedruckt vnd geprach In Creften vnd volbrachte seligklich den lauf seines tzeytlichen lebens. fur war der gar vber windlichst Brzetislaus, der vorgenant hertzog zu Behemen, yst gestorben Anno domini Als oben IIII ydus January vnd begraben Inn der kirchen tzu Prag. Welchen Brzetißlaum das gantz Behemer lant In vil tag Beweynet cleglich von seinen vil verdientnusen.
Anno domini etc. Regirt der selb Breztißlaus Behemer lant noch dem todte Odalrici, seins vaters XVIII Jar II moned etc.

Wie Spitigneus, der Erster geporen sun Regyrt vnd vertreyb All tewtsch man auß Behem lant Anno domini millesimo LV als oben noch der schickung des genanten Brzetislay Spitigneus, der Erstgeporen sun Brztislay, nam ann sych die Regirunge des Hertzogthumes tzu Behemen vnd des Ersten tages seines hertzogthumes gepote er tzu uerkunden ein offenlichs gepot, durch das gantz Behemer land, das eyn ytzlich tewtscher, der vber dreyer Jar gefunden wirt zwischen den tzylen oder gemerken der Behemer lander, solt enthaubt werden. vnd von welchem sulchem gepote zw seynen tzeyten sein die sein gantz tewtschen vnd gar verstossen worden von Behemen. Auch welcher Spitigneus wolt nicht verhengen, das sein muter Iudytha, ein tochter des keysers Ottonis Ruffi, vonn der oben yst geschehen gedechtnus, hinfur mer wonett In Behemen. Gleicherweyse dy Eptissin des heyligen Georgy, ein tochter des Edlen Tewtschen grauen Brunonis, darumb das sy selb Eptissin Etwen In der Bawung der mauren des gepawtenn Schlos zu Prag durch den Brzetißlaum, etwenn hertzogen tzu Behemen, ein vater des genanten Spitingney, peyniget von dem selben Spitigneum, do er noch Junck was, von der zerstorung eines packsoffens wegen, des genanten munsters mit scheltwortern vnd tzu Reden, vnd aus warf sy aus dem Reiche vnd Aus dem Closter. Darnach in kurtzer tzeyt wandert er gein Merhern, wenn warvmb das etwenn Brzetißlaus geteylet het In teyl vntter dy Sune Wratißlao, sein halb teyl vnd zu aygnet dem Conrado vnd Ottoni der ander, das ander Vber Belyben teyle mit sulcher aygenschaft, das sy gleich als lehen menner des hertzogen zu Behemen vntertenig Im wolten sein getrewlichen mit Ewiger vntertenigkeit. furwar der Jaromir, der gab sich tzu vntterweysen den freyenn kunsten, das er Bey seinen tzeyten mocht gefurdert werden tzu dem grade der priesterschaft. Vnd do er mit vil der gewappenden tzu nehenet mechtigklich gein Merhern, vnd sein Eltrer pruder nach Im mit dem namen Wratißlaus erhoret sein Sulche starcke zu kunft, Do forchte er sich gar sere vnd lies sein weyp zu Olmuntz vnd floch gein Vngern. welchen der kunik Anndreas do selbst auf name genemlichen, als lang er mit Im was vnd hyelt Inn mit wirdigen eren. Als nu kumen was Spitingneus gein Merhern vnd als er geordenniret het zu mal gefall seine dinck vnd sein vaterland, do nam er an seinen hofe sein pruder Conradum, der liebet ann tzu hangen der Jegerey, den was er bestetigen In dem ampt der Jegerey, vnd bestetiget den Ottonem zu einem schaffer vnd zu einem miltgeber der hertzoglichen Rendte.
Auch sein gesweyen, die hausfrawen Wratislay, seins pruders, darnach do sy kome In seine gewalt mit der Stat Olmuntz, do gab er sy In gefenckuss auf ein Sloss, geheyssenn Leschzen einem grauen, geheyssen Mstys, welcher graue hyelt dy selben Edlen frawenn hertigklich vnd tzu twanck Iren fuess zw seinem fuess mit einem starken Bande, das sy icht enpfluhe. Sunder welches Ir man darnach erfure, vnd trug gross durftigkeyt. Also Spitingneus, der genante hertzog In der eynlaytung des Seuerus, Bischofs tzu Prag, noch dem vergeen eines menedes liess er abgeen frey von der gefencknuss dy genanten frawen vnd sy fur setzt Ir wider zu gein Zu Irem manne, vnd do sye auf dem weg was vnd sy der gepurt nahen was vnd getwungen mit krancheyt, verschyed vntter dreyen. Welches Ir man hort vnd Betrubt wurde mit grossen smertzen, noch enwolt nicht vber vil tag gesenftmutigt werden. In Sulchen sinen Smertzen aber Anndreas, kunig tzu Vnngern, sahe den vorgesprochen Wradyßlaum betrubt vonn Inwendig seins hertzen vmb den todt seiner hausfrawen, den was er trosten.
Wie kunck Andreas gab Wratißlao sein tochter vnd Spitigneus starb, ee gar volbracht ward die kirchen Anno domini M LVI Iare Andreas, kunck zu Vngernn, was mercken die vbertreflichkeyt des genanten geschlechtes Wratißlay vnd auch sein grosse durstigkeit vnd gab Im zu einer Eelichen Wirtin sein tochter genant Adelheydis.
Anno domini millesimo LVII Iar Spitingneus, hertzog zu Behemen, enpfand vnd wolt sich hutten, das icht Wradißlaus, sein bruder mechtigklich einging Merhern, gesterckt mit hilf des kungs von Vnngern vnd auch der anndern vil anhangenden edelen In Merhern, die Im gar sere gunthen, vnd wider Ruffet seinen genanten pruder Wratißlaum vonn Vngern vnd die stet In merhern, dye Im vor sein vater geben het, wider auf saget.
tzu den tzeytenn des genanten Spitingney, hertzogs zu Behemen, als mit namen Anno domini M LVIII Iar, IIII None Augusti Iudytha, ein muter Spitingney, dy er vor verstossen het von Behemen vnd Inn seinen haß was vnd gab sy czu der Ee dem Petro, kunig tzu Vnngern, vnd starb vnd ward begraben Erlich In dem Closter Lucenn Bey Znoymam, das sy gestift het. vnd wurden ausgegraben Ire pein vnd gefurt gein Brag vnd wurden Begraben Erlich Bey Irem man.

Anno domini mylesimo LIX.
Anno domini M LX Spitingneus, hertzog zu Behemen gar ein Inniger man, ein vormunt, Richter vnd ein Besunder wolteter der durstigen person vnd vil vleissig in der merung des gotlichen dinstes, vnd do er an dem festiglichen tag an sandt Wentzelay, mertrers, vnd des haubthern zu Behemen sandt Veytz ein ging In die pregyschen kirchen, welche vor der der heylig Wentzeßlaus gepawt het, vnd In der do Rueten dy heyligen heyligthum seines Leychnams, vnd sahe, das dye selbe kirch nicht mocht vor sein oder weyt genuck sein tzu nemen do selbst die tzu fliessenden großheyt des volckes. Auch sahe er ein andre kleine kirchen, der selben nahen gelegenn, In der do Behalten was der Leichnam des heyligen Adalberti, des mertrers. mit kurtzem Betrachten hies er tzubrechen die selben klein tzwo kirchen, auf das das an Ir Statt mocht wider gebaut werden von Newen sulchen grossen haubthern ein weyte kirchen von feiner zyerung, vnd also Satzt er dy Ersten gruntfesten der selben kirchen durch den vmbganck lenge vnd dye weyte.
Anno domini M LXI Spitingneus, der hertzog zu Behemen, von dem geschicht gottes ward furkumen mit dem todte vnd mocht nicht volbringen den gutten furgenumen willen. furwar Spitingneus, der ware hertzog der Behemen yst gestorben V kalendas february In dem sechsten Jare seins hertzogsthumes vnd yst Begrabenn In der kirchen tzu Prag.

Wie Wratißlaus hertzog ward vnd Begabt sein pruder vntter sy teylende Merhern land Anno domini LXI als oben, do nu gestarb Spitingneuss, Wradyßlaus, sein Bruder, was erhohet In den sale zu Behemen. der Inn kurtzer tzeyt einging Merhern vnd teylet das vntter sein prudern vnd das lant gein Orient, das er vor gehabt hett, Bequemlich der Iegerey vnd genugsamlich der vysch was er empfelhen Ottoni, das teyl gein occident, das sich pewget gein den tewschen weldech vnd eben auch fruchtpere myt getrayde empfalhe er dem Conrado, vnd welcher gar wol konde dy tewtschen tzungen. do nu Jaromir, der vierd pruder, der do Etwen von seinem vater Brzetyßlao zugesetzt ward den leren der puchstaben vnd was geschatzet zu der priesterschaft; er hort den todt seins pruders Spitigney, welchen er liebet als sich selbs, vnd kom wider von dem studio vnd vordert Im zu geben sein vaterlich vnd erblichs teyl. welchen der hertzog Wratyßlaus empfing genemlich. do er Inn empfand gereytzt zu sein, mere geneygt zu der tzeytlichen Ritterschaft denn zu der Briesterschaft, vnd widertzohe Inn mit vil peten von seinem fursatz gelobende Im, das er noch dem todt Seueri, Bischofe zu Brag, furdern wolt tzu der hohe des Bystums. vnd also einging der may an dem Ersten Samtztag, do man heyliget oder handelt die heyligen ordenung der weyhe, Iaromir was wider steen eins teyls vnd wart ge weyhet tzu eynem dyakon, vnd do selbest, do der Bischoue Celebriert dye heyligkeyt der mesß, do lase er das Ewangelium noch der weyse eins dyackon vnd dienet dem Byschoue In gegenwurtigkeyt Wratißlay, seines pruders, nach gewonlichen syten. Sunder welcher Iaromyr nach dem angenomen orden yst er worden Ritter vnd ab tzohe flyhende zu dem hertzogen tzu Polen.
vntter dem geschahe, das der graue Mstis, Beline, ein sun Borsch, der do hielt etwen vnwirdigklich In hutte dy hausfrawen des hertzogen Wradyßlay zu dem gepot Spitingney, von des wegen, das Inn darvmb Wradyßlaus, hertzog, nicht vndechtig het yn In uerdechtnuss, Sunder von sein selbs weyßheyt getrawet Im altzu vill vnd ging kunlich In das palacium des hertzogs vnd Batt den hertzogen dinstlich, das er wolt kumen tzu der weyhung der pfar kirchen, dy er In sein stat Belina In der ere des heyligen sand Peters apposteln gepawet het. fur war der hertzog gunst gab sein pete mit eygenschaft nochuolgender gerechtigkeit gelobet tzu kumen sprechende: "Ich kume vnd was do gerecht yst, das thu Ich." welche antwort was nicht mercken der genant Mstis, frolich tzohe Er abe vnd hies Bereyten Beyd fur den hertzogen vnd fur den Bischoue alle notdurftige dinck, do eins gesatzten tages der hertzog vnd der Bischoue komen gen Belinam, vnd do selbest ward dy kirchen geweyhet, der hertzog ging ein mit den seinen in dye statt. auch der hertzog vnd der Bischoue Belyben In eynem houe Bey der geweichten kirchen vnd assen miteinander. vnder dez kom ein pote zu Sprechende heymlich dem grauen, das Im abgetzogen wer sein stat durch den hertzogen zu Behemen vnd gegeben worden Koyate, dem Sun Wssebory, der tzu den tzeyten In dem sale des hertzogenn, Der Erst nach dem hertzogen In allen dingen ward gehabt. furwar do der graue erhort sulch ding, mit hylfe des Seuerus, Bischofs tzu Prag, on schaden seiner person kawm entran.
auch hett der vorgenant hertzog Wratißlaus aus seiner hausfrawen Adelheyd, ein tochter des kunges tzu Vnngern, tzwen sun: Brzetyslaum vnd Wratißlaum, vnd tzwo tochter: Ludemilam vnd Judytham.
Anno domini MLXII iar Adelheyd, muter der selbigenn Sune, ein weyp des vorgesprochen Wratyßlay, dye noch nicht kumen was zu dem alder, endet Ir leben VI kalendas february.
Anno domini M LXIII der hertzog Wratißlaus tzu Polen name zw einem Eelichen Weybe dy tewtschen Swatauam, ein tochter Kazimir, der tzweyr pruder Boleßlay vnd Wladißlay. von der Er gepar vier sune, als mit namen Boleßlaum, Borzyway, Wladyßlaum vnd Sobioßlaum, von dem wirt gehandelt hernach an Iren steten.
Anno domini myllesimo LXIIII. Anno domini myllesimo LXV.
Anno domini myllesimo LXVI.
Wie Seuerus, der sechste Byschoue, starb vnd Jaromyr zue Byschoue ward Anno domini myllesimo LXVII V ydus decembris Seuerus, der sechst Byschoue der pregischen kirchen, ein fursichtiger man vnd erfaren In vil dingen, vnd der do Regyret hat durch vill zeytt vnteyllich dy pystum Brag vnd Ollmuntz vntz an den todt des hertzogen Spitingney, do nue vberwunden wart mit den peten Wradyßlay, hertzog zu Behemen, do gunnet er tzu furdern Iohannem tzu eynem Bischoue tzu Olmuntz, noch welches Bistums teylung der genante Seuerus lebet ein kurtze zeyt vnd nach vill gutten wercken ward er Beswert mit kranckheyt vnd mit dem alder, verging von dyser werlt V ydus decembris des Jares als oben.
nach dem kom Jaromyr, der Bruder Wradyßlay, annders geheyssen Gebhardus, der sybent Bischoue tzu Prag hiervmb.

dar nach Als Conradus von Otto, gepruder des Wradyßlay, hertzogs zu Behemen, das erhorten, das Seuerus Bischoue tzu Prag verschyden were von dysem liecht, darnach wider ruften sy Iren pruder Iaromyr, den abtrunnigen, vnd santen heymlich gein Polen das er gefurdert wurde tzu einem Bischoue gen Prag. In der weyl der hertzog Bradyßlaus vmb keret In dem gemute die betrogenliche abtrunnigkeyt seines pruders vnd satzte Im fur, das er nicht seinen pruder sunder eynen mer bewerten furdert zu der kirchen gen Prag, wann warvmb tzu der tzeyt het er In seinem houe eynen Caplan, geheyssen Lutzko, von Sachsen geporn von edlem geschlecht, den Brobst Luthomircen, ein Edelenn man vnd getzirten mit kunst der Buchstaben. Er gedacht vor zu sein den Lutzkonem, der kirchen, wann er Im lange tzeyt getrewlich hett gedienet, welchs er ouch volbracht hat, denn allein das Conradus vnd Otto, sein pruder widerstunden den willen des selbigen Hertzogenn Bratylay - mit der einleytung des vorgenanten Koyate, sun des pfaltzgrauen Wssebory vnd Smylonis, seines gevettern, wenn dy tzwenn Bruder des genanten hertzogen, als mit namen Conradus vnd Otto mit hilf Ir anhangende nach mancherley hantdelung vnd vil verannderung tzwischen Inn vnd dem hertzogen mochten kawm Behalten Bey Irem Bruder Boleßlao, Jaromyr, Iren pruder vorder zu einem Bischoue zu Prag.
Anno domini M LXVIII der hertzog Wratißlaus mit seinen Brudern vnd seinen freyenhern miteinander erwelten Jaromyr zu Byschoue, vnd sein Bewerung oder Bestetigung Sendeten Sy tzu dem keyser Heinrichen, der dy tzeyt was tzu Meintz. Also der keyser Heinrich gab dem Jaromyr das vingerleynn vnd den hyrten Stabe vnd enpfalhe In dem Ertzpischoue tzu Meintz tzu weyhen tzu einem Bischoue tzu Prag. welcher Im anhing, dy gabe der weyhunge vnd verwandelt seinen namen Jaromyr In Gebhardum. vnd do er geweyhet wart tzu Bischoue, do tzohe er wider, vnd do selbest ward er Erlich aufgenumen von der Briesterschaft vnd von dem volck etc.
Anno domini M LXIX. Anno domini M LXX. Anno domini M LXXI. Anno domini M LXXII.
Wie Gebhardus sein pystum kawm Behyelt uor dem Babst von vnfrydsamigkeyt wegen Anno domini M LXXIII Jar Gebhardus, Bischoue tzu Brag, wider hyesch ernstlich, das pystum tzu Merhern, darvmb das sein vorgeer Seuerus ge habt hett Sy peyde vngeteylt, vnd sahe, das er nicht mocht geschickenn von seins pruders wegen, hertzogs Wratißlao, der den Byschoue Johannem tzu Merhern gar sere liebet. tzu eyner zeyt ging er gein Merhern vnd tzu nehend sich dem Bischoue Johani Betrogenlich Vnd peyniget den In seinem aygen haws mit vill scheld wortern vnd Slegen. das erfure der hertzog Bratißlaus vnd layt vill smertzen vnd was nemen den selben Bischoue In sein haus vnd Beschirmt Inn genedigklich vnd sante Boten tzu dem Babst vnd gepot, das furgelegt werde offennlich durch klage dy dinck, dy do geschehen waren an seiner person. Als dy Ersten poten, dy do gesant wurden In dem geschefte, komen sy auf den weg, do wurden sy Begryffenn durch dy dyner Iaromyr vnd poßlich gehandelt vnd gewundet vnd getryben wider tzu kern snodlich. dar nach wurden gesant andern poten zu dem Babst eins sichern weges, welch gein Rom komen vnd legten aus nocheinander dem Babst dy ding, dy do geschehen waren, vnd paten zu uerlien werden von einer ertzney.
furwar Der Babst horet dy außgelegten worten vnd sendet einen cardinal, genant Rudolphum, gein Behemen, auf das, wenn er erfure dy warheyt, das er denn gebe dy gerechtigkeyt vber dy geschehen dinck. welcher gein Prage kom vnd aufgenumen erlich, vnd geladen ward der Gebhardus, Bischoue tzue Brag, aber allermynst kom er; vnd do Beraubet er Inn des Bischouelichen amptes von des versmehens wegen des Rechten des pabstlichenn Stules vnd das Bystum tzu Prag vntterlag dem kirchlichen gepan. welchs erhorten dy prelaten vnd dy pristerschaft vnd tzu gingen tzu dem genanten Cardinal Sprechende tzu Im: "alleyne es wer denn, das er widergebe dem Jaromyr, Bischoue tzu Brag, sein ampt vnd gotz gabe, anders wir verlassen all vnser gotz guts vnd mit Im ellende weren oder leyden." welches dan Cardinal weyßlich mercket tzu Bewaren den schaden, getwungen war mit notturftigkeyt vnd wider gab dem Bischoue zu Prag eynn Sulchs gross Bischoueliches ampt vnd aufsatzte den Beyden Byschouen, das sy vntter einem Jar komen tzu dem Babst tzu horende das vrteyl des Babstz vber dy geschehen dynck. darvmb yr ytzlicher kom gein Rom vnd tzeyget sich dem Bebstlichen angesicht. fur war do der Babst vntterweyset wart clerlicher vber dye geschehen dinck, do het er Ir Beraubet den Gebbhardum, Bischoue tzu Prag, der wirdigkeyt des pystums, Es wer denn das er Alleine versunt wurde gein dem Babst mit eynlegung vill pette der gar mechtigsten greuin Melhildis, der tochter Bonifacy, des hertzogs Lucani In Tustia, Seiner geporen frewndin, dy tzu tzeyten tzu Rom was. furware dy selbe Mechildis was ein mechtige Iunckfraw vnd gar edel vnd het vill lant vnd erdenn, aus welcher Iunckfrawen gabe dy Romisch kyrch Behielt das veterlich Erbe des heyligen Petri, vnd darumb das dy selbige Mechildis was kumen von dem Blut der hertzogen zu Behemen vnd setzet sich darein mit mancherley arbeyt fur den Babst vmb den Gebhardum, Bischoue zu Brag, vnd Behielt sein versununge, also das tzu der tzeyt ein ytzlicher Bischoue, Beyde der tzu Prag vnd auch der tzu Merhern genucksam was von seinem Bystum vnd Ir ytzlicher Bischoue Belyb gern furpass frydsamlich In sein kirchen vnd seine guttern. welche also widerkerten tzu Irn aygen vnd hielten festigklich das gepott vnd dy schickung des Babstes etc.
Anno domini LXXIIII. Anno domini M LXXV. Anno domini M LXXVI. Anno domini M LXXVII. Anno domini LXXVIII. Anno domini M LXXIX. Anno domini M LXXX. Anno domini M LXXXI.


Wie Wratißlaus streyt mit dem Lewpolt zu Osterrich Anno domini M LXXXII der hertzog Wratißlaus zu den tzeyten seyner Regyrung Sahe, das das volck Lewpoldi, des Margrauen zu Osterrich, seinem pruder Conrado vnd Ottoni Beschedygte dy obgenanten In Merhern mit mordrey vnd mit andern scheden, vnd sendet sein Boten tzu dem vorgenanten margrafenn, das er dy seinen Styllet. Welcher do sahe, das das nicht enhalf vnd sammet ein grosse starcke schare vnd auch mit vill seiner Rytter von den teylen des tewtschen landes vnd komen gein merhern vnd er mitsampt denn seinen darkumenden vnd auch mit seinen prudern, vnd waren den margrauen von Osterrich vnd zestorten vmm vnd vmb In seine lant vnd verwustende dy. Furwar der vorgenant marckgraue der was getrawen der macht seiner Ritter vnd seiner wepen herr, fur ging entgegen mit dye seinen In die velt vnd kom ann dy stat, do der hertzog tzu Behemen vnd dy seinen peytende seiner tzu kunft seynn mechtigklich. vnd von Beyden teylenn geordenniret mit Spitzen vnd scharn fursichtigklich vnd ein ging den Streyt durch tzwey teyl, Beyde der fußgengel vnd auch der Reytender. auch geschahe do gar ein grosser streyt vnd sturme vntter Inn. do der streyt wert, der Wratißlaus streyt mit den seinen gestrencklich vnd also vberwant die Osterreicher vnd tottet sy grawsambklich. der vorgenant Lewpoldus, margraue, mit Irer wenigen durch hilf kawm entran der flucht. von wannen Wratyßlaus vnd dy seinen nach eynem solchen streyt haben wir gekart frolichen tzu Iren aygen guttern vnd beswert wurden mit vill vberwindlichen Rawbungen.
Anno domini M LXXXIII. Anno domini M LXXXIIII. Anno domini M LXXXV Starb dy Iuditha des Wladyßlay, des hertzogen tzu Behemen etc.

Wie Wratißlaus kungk wart tzu Behemen vntter dem dritten keyser Heinrichen Anno domini M LXXXVI Heinricus, der dritt Romisch keyser wolt Celebriren zw Meintz einen keyserlichen wirdigen houe, Beruffet gemeingklich Vnd all erwelter geystlich vnd werenlich auf ein gewysse tzeyt vnd ander ytzlich fursten des keyserlichen gepotes, vnd die Soln tzu handeln vber herte geschefte, dy an traffenn das Romisch Reych. zw welchem houe tzu samen komen dy geystlichen vnd die werntlichen fursten, auch ander Edlen zugehorsam sein den keyserlichen gepoten vnd sy mit sampt dem keyser handelten von der widerpauvng des keyserlichen stadts vnd seinen gemeinen nutz. vnd do sy also gesamet wurden vnd sy sich warn bedenken von mangerley vnd herten gescheftenn. vnder den selben wart eingepracht ein heftige sach inn dye mitten, wie das Etwann das reych tzu Merhern, dem do vnterthan waren Bohemia vnd Polonia vnd Rewssen vnd vill ander hertzogthum vnd auch andere lant vnt ertrich tzu den tzeyten Etwan des Swatopluck, des letzten kuniges tzu Merhern, ab namen vnd aufhortenn, welichs Reich pflag tzu sein gleych als ein glyd des Romischen Reichs vnd mit Recht dem selben Romischen keyser wer vnttertenig, wie von der tzeyt des todtes des genanten kunigs Swatopluck. do das vorgenant Reich zer storet ward, do darbet Ir reych vnd Ir Regier eins kunigs, als mit namen C vnd LXXXII Jar. vnd auch wie das zugehoret zu der ere des keysers, das er fursehe vmb ein widerpringung fleyssigklich eins Sulchen durchleuchtigysten furstenthumes, mit welchenn vorgesetzten der vorgesprochen keyser Heinrich, der also gewegen het als gar herte vnd vngewonliche handelunge, do hub er an tzu Erfaren fleyssigklicher von Rate der erweler vnd der anndern geystlichen vnd werentlichen fursten des gepotes vnd tzu der Ere vnd statyrung des gepotes zw erforschen mit Emsygen gemute, wie er mit seynem vnd seyner fursten Rat mocht fursehen tzu dem Rechten. tzu dem letzten vber vil tag als nu ein solchs groz fursetzen tieffen vmbkeret wurde mit verlohoren des gemutes durch den keyser vnd auch durch dy andern fursten des gepotes, do Brachten die wege auch geprachen die Rete, mit den Io die man Reich vnd arm mugen erkennen oder geenden, erlichen mit einem loblichen end Solich grosse gescheft an hylf des durchleuchtigysten Wradyßlay, hertzoges zu Behemen, nicht alleine Behemen, Sunder auch Merhern, Polen vnd vil annder lant vnd ertrich, die do etwann zugehorten tzu dem Reich Merhern, dy sie tzu der zeyt mit Recht waren Besitzen vnd von wannen er, Wratißlaus, der hertzog tzu Behemen, welcher dy zeyt gegenwurtig was großlich vnd ward geruffen In mitten durch den keyser, weler vnd durch dye geystlichen vnd werentlichen fursten des gepotes. vnd do dy Begryffenn die Rete Bey den verlasnen dingen tzu Riebenn mit vill vmbekerung vnd grosser tzeytigkeit, vnd eynmutiger vnd betrachter gunste Ir aller vnd gemenigklich Beyde der geystlichen vnd der werentlichen fursten des gepotes ward der Wratißlaus erhaben mit der ere des kunges. auch do selbst ward gesetzet mit keyserlichem gepot, das sy tzu der widerpringung der mercklichen scheden, welche scheden sy hetten gelyden aus mangel des Reichs zu Merheren vnd desselbigen landes durch vill lauf der Iaren, Behemlant ward erhaben In dem Reich vnd Im auch seinem nachkumenden kungen sein vnttergeworffen mit voller herschaft ewigklich, Merhern desgeleich als ein margrafthum, auch Polonia vnd Rewssen vnd ander hertzogthum vnd ertrich, dy do etwen tzu dem Reiche gein Merhern gehorten; auch das Reich tzu Merhern, das frewet sich der wider Bringung mit Solcher starcker keyserlicher heyligung vnd yst verwandelt lauterlich vnd vnwiderruflich gein Behemen mit aller menige kunicklicher tzugehorunge. hyerumb ist das, das Heinricus, der vnvberwindlichst keyser tzu dem volbringen des mercklichen dinges gepote offenlichen tzu kundigen in Irem ansehen vnd In der gegenwurtigkeyt der vngehorten großheyt ein Sulche heyligung vnd keyserlichs gepotz vnd nam die kunglich kron mit seinen eygen henden tzwischen den Welern vnd andern hern furstenn vnd der Edlen zu der tzeyt gegenwurtig, tzyret großlich den Wratißlaum vor ein hertzog vnd auf satzt seinem haubt die selbenn guldein kron. also ward erhohet Wratißlaus In eynem kunck vnd ward beruft ein kungk in Behemen tzu dem namen vnd dem nutz oder ding.
Czum letzten, als pald der groscig keyser enphalhe Engelberto, Ertzpischoue tzu Trier, das er tzihe gein Behemen vnd salbet den Newen kungk in seiner aygen kirchen zu Prag noch der weyse der salbung, dy do wirt gehalten in der erhohung der Romischen kung, Das yst an dem haubt vnd an der prust, tzwischen vnd vber dy schultern vnd auch dy hende, vnd tzyre Inn mit kuniglichen kleydern In seinem eygen Reich. Also der Engelbertus, ertzpischoue tzu Trier, tzohe gen Brag vnd volbracht die geheysse des keysers, vnd do selbst anno domini M LXXXVI Jar XVII kalendas July in der kirchen zu Brag vntter den seligen heyligkeyten der messen Wratißlaum, den Newen kunck tzu Behemen getzyret In keyserlicher kleyder noch der weyse vnd ordnung der Romischen kunig. Als do verlassen wirt dy priester vnd das volck dreystund singende heyl, ere vnd sygung sey Wratißlao, vnnßerm kunig, vnd salbet Inn do tzu einem kunig vnd tzeychnet Beyde Inn vnd sein hawsfrawen Erliche kronung. Welche salbung noch gewonheyt der Romischen kunig In der kronung aller kunig zu Behemen wirt gehalten ewigklich tzu einem ewigen gedechtnuss. also geendet do ward die kunglich vorgenant hochtzeyt, Engelbertus, Ertzpyschoue tzu Trier, noch dreyen tagen yst wider gesandt von dem kunig mit wirdiger ere vnd widerkeret seligklich zu Eygen guttern zw frolocken, das gantz lant von Solchen grossen enpfahenden eren des newen kungs zu Behemen durch vil Ire vill als sich das gepuert.
Desselbigen Jares starb Otto, hertzog tzu Merhern, ein pruder Wratißlay, eins kungs tzu Behemen.

Anno domini M LXXXVI als oben, als do der keyser Heinrich Celebriert het seinen erwirdigen houe tzu Meintz, als vor gesprochen yst, Gebhardus, Bischoue tzu Prag, wolt Bewaren, das er ycht aus dem todte Johanis, etwen Bischoue tzu Merheren, der selben Jares verschyed, vnd ein ander gewisser Bischoue fursehen wurde mit der kirche Morauiense, vnd furpracht das der erkentniss des vorgesprochen keysers, wie aus der ordnung etwen des heyligen Adalberti, Bischoue tzu Prag, zu den tzeyten des Ersten keysers Ottonis wie die kirchen zu Merhern wer geaynt dem Bystum zu Prag vnd wie dye Bestetigung des Babstes Benedicti daruber wer volbracht, vnd er was pittende mitsampt dem Wradyßlao, dem newen kunge tzu Behemen, seinen pruder, den keyser, das er wolt bestercken die selbigen eynigung mit keyserlichen gepot. also der keyser ward gepewget mit Sulchen Iren peten, das er Bestetiget durch sein Brieue dy eynigung Sulcher kirchen, welcher außweysung wirt Behalten miteinander In sulchen worten vnd außlegung der sachen etc.:
In dem namen der heyligen vnd vnteyllichen driualtigkeit! Wyr, Heinrich der drit Romischer keyser, merer des Romischen Reyches uon gunnender gotlicher guttigkeyt Bekennen, das es sich tzyme dem kuniglichen namen vnd der keyserlichen wirdigkeyet, das wir tzu hylfe kumen vmm vnd vmb den nutzen der kirchen gottes vnd das wir vertreybenn Ire scheden vnd vngerechtigkeyt, wo das not sey. hiervmb thun wir kundt gemeingklich allen getrewen gottes vnnßs Reichs, Beyden den gegenwurtigen vnd auch den zu kunftigen, wie das Gebhardus, vnnser getrewer Byschoue tzu Prag, oft seinen mit Brudern vnd mytt Bischouen vnd auch mit anndern vnsern fursten vnd aller letzt vns geklagt hat, das das Bystum zu Brag, das von annbegynne durch das gantz hertzogthum zu Behemen vnd auch Merhern gesatzt sey gantz vnd eynes vnd layde von dem Babste Benedicto vnd auch von dem Ersten keyser Ottone sey Bestetigt, vnd darnach mit gunst vnd ein lutzer macht sein herschender vorgener ward eingeleytet ein newer Bischoue vntter seinen tagen vnd wart geteylet vnd gemyndert. welcher Gebhardus, do er ein getragen het dy selben clage tzu Meintz vor den legaten des Bebstlichenn Stules in vnser gegenwurtigkeyt, vnd auch ander vil fursten vnnsers Reiches, vnd dy erst vrsprunglich pfar wurd tzugeteylt mit dem vmb kreys aller Irer gotlichen dinge dem Stule zu Prage von den Ertzpyschouen Meßkone von Meintz, Sygellino zu Kolen, Engelberto tzu Trier, Lyemaro Bremmen vnd auch von den Byschouen Tredrico Wirdunensi Conrado Tregetensi, Odalrico Eystetensi, Ottone von Regenspurck vnd mit gunst der werltlichen fursten - des hertzogs Wratißlay zu Behemen, hertzogs Conradts, seins pruders, hertzogs Fryderichs, des Bfaltzgrauen Lewtoldi, des grauen Rapatonis vnd aller der, dy do selbst hynn komen. aber sein Ende gegen dem Occident sein dy Trygast, das do get zu dem mittel des fliessenden wassers Chub, Celsa vnd Linsena vnd Dasena Lutomerci, Lemitzi, vntz Bis an den halben walt, mit dem do Behemen wirt gemercket. Darnach gegen dem teyl Aquilon oder Nortwindes seind dy sein ende: Psouane, Krowati vnd das ander Krowati, Zlasane, Trebowane, Koborane, Dedosese, vntz Bis an den mitteln walt, daran dy ende stossen der Wlnanos. Darnach gen dem Anfang hat dy wasser vnd dy Ende als mit namen Bryg vnd Ztir mit der stat Crackaw, auch In dem lande, das do heysset Wag mit allen tzugehorenden landen zu der genanten Stat, dy do yst Crakoua, darnach tzugefugt den vngrischen gemercken vntz Biss an die perge, dy do heyssenn Tritri, get gepraytete darnach In dem selben teyle, welchs auf den mittage mercket, zugefugett das landt Merheren Bis ann das wasser, des namen yst dy Waag, vntz Bis zu dem mittln walde geheyssen More vnd dy selbig pfarre des selbigen perges get vntz do sich endet Beyren.
vnd also mit mittel vnnserer vnd der gemaynen zu Blasender hylf der fursten ist geschehen oder gewurckt, das der Wratißlaus, hertzog tzu Behemen, vnd sein Bruder Conradus widerkerten vnd widergaben gantz dem Bischoue tzu Brag, Irem pruder, dy geforderten pfaren mit gerichtlicher weyse. darnach sein wir vnnterweyset worden vernunftigklich, aus pette des selbigen Bischofs Bestetigen wir vnd vestigen das vntzertrenlich dem Bischoue vnd seinen nachkumenden die widergentzung des Bystums tzu Brag mit dem gepote vnnser keyserlicher Craft, das ich darnach kein person eins ytzlichen Stadts oder kein geselleschaft der menschen dure enpfremden Etwas seines Rechts, der kirchenn zu Brag. In den vorgenanten tagen, welcher widergentzung vnd Bestetigung Craft yst das dy hinfur allezeyt beleyb, stet vnd vntzerprochen, dauon wir geschryben haben den Brieue, den wir, als hir vntter offenbar yst, arbeyten mit vnser aygener hant, haben wir geheyssen eintzaygen mit aufgedrucken vnnsers tzeychens. der geben yst III kalendas may von Cristi gepurt M vnd LXXXVI Jare, seiner gewalt aber anno domini Heinrici, seines Reichs XXXII, oder seines keyserlichen thumes. In das sygil heren Heinrichs des dritten Romischen keysers, merers etc.

Wie der kung Wratißlaus gewann das lant Syrbiam Anno domini millesimo LXXXVII Jare der vorgenant Wradißlaus, kung tzu Behemen, zu Bawen vnd wider tzu Bringen das lant Syrbiam, welchs also geschicket yst mit Etlichen gewissen oder mercklichen enden - von den Enden Bohemie durch den Weck als man get gein Meichsen durch das gantze Lausesser lant gein Sachsen yst es sych aus Recken vntz ann Polen, auch da von gett es aber wider tzu den gemercken des landes Bohemie, welchs lant Syrbiam Im der keyser Heinrich Etwan gab ewigklich zu Besitzen, vnd yst sammende ein Starcke schar vnd tzohe In das selbig lande Sirbiam, vnd do selbest nahent Bey Myssim, wider pawet er dy Statt Gwoßdeck, etwen tzu prochen, In einem halben tag weyde vnd sante von Im mitsampt dem seinen sune Brztyßlao, Etzlich lieg von der wepen zu seinen Ewsseren gemerckenn, dy sich neygen oder piegen gein Sachsenn, dy do furgingen nach dem geheyße Ires kunges vnd machten vntertenig do selbst Creftigklich alle widerstreyter vnd komen tzu einem dorffe, gelegen In der mitte des landes Sirbie, genant Kalaw, gar mit vill volcks, vnd dar vmbe das Etwann do der kung aus geschicht hett seinen weg durch das gemacht, do worden do selbst tzwenn von seinen Bawern erschlagen. der Edlen dar vmb tzundeten sy es ann vnd wusteten das gantz vnd Beswert mit vill Raubstalen vnd kerten wider tzu Irem kung.
vnd do sie solten wandern vber einen furt eins wassers, do gepote Brzetißlaus, ein sun des kunges, vber tzu gein tzum Erstenn, die Beswerten gewappenden mit Sampt dem tzugenummen Rawbe vnd behielt sein erwelt Ritter Bey Im, vnd wenn es gar ein heysse tzeyt was, der vorgenant Brzetißlaus noch der genumen tzeyt der Speyss durch erquickung willen lies sich do selbst in das fliessende wasser, vnd do er In dem etwas lang wer, sante zu Im desselbigen graue Allexius, ein furer oder leyter seyner schar, vnd Riet Im ernstlich, also wenn er wer aus Behemen vnd gar nahen seinen veinden, vnd das er nicht als gar vnsicher In dem vorgesprochen wasser verharret. welchs do horet der Jung vnd wolt sich nicht dar an keren vnd mer gelaubet In die Jungen, vnd das dy Alten mer forchtsam weren. Do das geschach, Snell wurden gesehen Etlich wepner von den veinden Raytzende das Behemysch volck tzu dem streyt. vnd vntter dem geschahe, das eyner mit Sampt dem Brzetißlao, sun des kunges, sterckten sich mit wappen vnd mit pferden, vntter des der teyl der schare Brzetißlay Slug an dy tzu kumenden veinde. auch dy listigen feinde mit Betrogenlichen fursatzen gaben dy flucht vnd zu furten Ir vnsicher durchechter vnd vntz an Ire vberkumende schar, vnd also von einuolgenden der schar des kuniges einer ward gefangen, der ander getottet vnd hinstreckte sich, wenn altzuhant do was anfeynende die legio der Sachsen, der gewappenden, dy do den Brzetißlaum, den sun des kunges, vnd sein schar An luffenn mit gar herten zugengen, vnd also tzwischen den taylen wart gehandelt ein gestrenger vnd herter streyt, vnd do es ye lenger hyn vnd her ward gestryten vnd wie wol Ir vill von den Behemen wurden vntter gestreckt In dem streyt, ydoch zum letzten dy vberwindende Sachsen mit hylfe des flyhens entgingen, als peste sy mochten. Auch In dem selben Streyt der vorgenante sun des kungs wart verwundet In seyner rechten hant vnd allein das swert, das er In der hant het, In beschirmet het, anders verloren het er dy hant mit dem Dawmen. Auch In dem streyt yst getottet der vorgenant Allexius mit vill edlen Behemen. darnach als sy behieltenn dy sygung, der kunck eins mitsampt seinen sun Brzetislao vnd mit der anndern schar wider kerten gein Behemen.

Wie Wratißlaus Bawet die kirchen tzu Wissegraden Anno domini M LXXXVIII darnach, als Wratißlaus, Etwenn hertzogen tzu Behem, erhohet wart zu einem kung, als dann verlassen wirt, vnd der Gebhardus, Byschoue tzu Prag, mitt gezeucknus der eynigkeyt regyret Beyde Bystum, der kirchen tzu Prag vnd Olmuntz, do warde der Gebhardus aufgericht In hochmuttigkeyt des gemutes vnd hub ann, widerwertig tzu sein dem kunig von Behemen, seinem Bruder, vnd als vil er mocht, mißevallen vnd sich ab tzyhen also von der gegenwurtigkeyt des kungs vnd das er tzu stunden In hohen vestenn, In welchen der kungk pflag tzu sein getzyret mit kuniglichen kleydern, dy korhern Celebrirten dy heyligkeyt der gotlichen ding an Byschoue in der gegenwurtigkeyt des kungs vonn Behemen.
vnd von wannen der kunck was vortragenn weyßlich sein Sullen, Solchen hochen mut vnd stiftett dy kirchen Wyssegraden in seinem Sloss Wyssegraden In der Ere des heyligen sand Peters vnd vber Ir ewige Bestetigung Sendt er sein Erwirdige poten tzu dem Babst Allexander, welcher sich was neygenn den petten des kuniges tzu Behemen durch die Bestetigung vnd ordnung der selben kirchen, sendet er gein Behemen Johannem Toscolann, Bischouen, Cardinalen, mit dem Petro, Brobst des Sloss tzu Prag des heyligen sand Georgy, vnd sein gunst gab genedigklich durch Bebstlich Brieue, das do selbst wurd Bestetiget ein gewysse zale der thumhern, dy do anhingen den gotlichen loben ewigklich, vnd das sy In den hohen vesten der haubthern tzu Behemen vnd In den anndern vnd auch in der gegenwurtigkeit vmb die zeyt des wesenlichen kunges von Behemen, wenn man Celebriren yst die messe, der Brobst vnd der Techant, Auch dy Briester der Ewangelyr vnd auch der epystler solten geprauchen Ewigklich der Innfeln vnd der Bischoue schuche als dy Byschoue vnd das sy sein frey vonn allem gewalt des Rechten der annder Bischoue vnd vntertenig ann mittel der Romischen kirchen, als nach Irer volbringung an dysen hewtigen tag offennbar yst clerlich, denn dy das erfaren wollen, auch welch Bestetiget wurden durch den vorgenanten Babst Allexander vnd heren Erwirdigsten veteren Cardinelen, patriarchen, Ertzpyschoue vnd Byschouee, dy denn Bey dem Babst waren.
vnd von wannen er tzu Irer gruntfestung trug, der kunig Wratyßlaus, tzwelf korbe der Stein auf seiner eygen achselen zu der weyse etwenn dess keysers Constantini vnd setzet dy Ersten grundtfesten der gepew vnd Bawet dy kirchen Wyssegraden tzu der gleychnuss der Romischen kirchen des heyligen sand Peters, dar vmb also der kung Wradyslaus zu Behemen betzemet dy hochmutigen, nicht gegenwurtig des genanten Byschofs tzu Brag, seynes pruders mit einem hubschen vnd nutzen gemute vnd sein kirchen Wyssegraden, In der er erwelet sein veterlich begrebnuss vnd erhohet sy peyde mit der kirchlichen tzyrunge vnd auch mit den notturftigen nutzen vnd mit vil lehen guttern. wann er Bestetiget den Brobst Wyssegradenn tzu eynem kantzler des Reichs vnd schicket on mittel tzu haben sitzung vnd stat weyßlich mit den fursten des Reichs In den kunglichen Reten etc.
Wie der Byschoue Gebhardus starb zu Strygonia Anno domini M LXXXIX Iare do nu krank ward der hohemut des genanten Gebhardi, Bischoue tzu Brag, Bratißlaus, der kunck tzu Behemen, fursahe von stunden dy kirchen tzu Merhern In sein Rachung eynem seynem Capplan, geheyssen Wetlo, welches der Gebhardus, Bischoue tzu Prag, vernam vnd schicket sich zu gein gen Rome vnd auch anruffen dye hilfe des pabstes dar vber vnd ging gein Vnngern tzu dem kunig Wradyßlaw, auf das wann er vmbgebenn wurd, das er dester Sicher gein Rom ging, vnd yst Begriffen mit kranckheyt zu Strygonia, vnd In kurtzenn tagenn mert sich alltzuvil sein smertzet vnd endet sein leben etc.
Anno domini millesimo XCI der kunig Wratißlaus widerkeret gein Behemen vnd fande den Byschoue Gebhardum abgetzogen von dem mittel vnd fursahe dem Cosma den Bischouelichen Stul tzu Prag, welcher erwelet wart tzu einem Bischoue IIII Nonas marcy vnd seyt eins mals, das keyser Heinrich in der tzeyt het sein wonung in Lamparten, Cosmas erwelet ward zu Prag vnd mocht nicht Bestetiget werden etc.

Wie Conradus verrichtet sein pruder vnd seins pruders sun Anno domini millesimo Nonogesimo primo als oben. als oben der vorgenant Wratißlaus, kunig tzu Behemen, mercket, das Conradus, sein pruder, dem anndern seinen pruder Ottoni, der do het dy stat Olomuntz vnd Ir gepiet vnd herschaft vnd was mer gunnen den Sunen desselbigen Ottonis denn den sunen des kunges, vnd dyenet tzu Besorgen hytziglicher In allen tzu der merung Ires stadts, vnd an hub tzu hassen Conradum vnd ging ein mit einer starcken schar gein Merhern vnd auf treybende mechtigklich Ottonem vnd sein Sunn, als mit namen Swatopluck von Iren veterlichen erben vnd gab dy Stat Olmuntz vnd die anndern stet seinem Sunn Boleßlao zu Besitzen. Als das geschahe, In kurtzer tzeyt yst todte der vorgesprochen Otto, ein Bruder Wratyßlay.
also do nue erhoret der kunck Wratißlaus den todt seines pruders vnd satzt Im fur. Er wolt In gleycherweyse vertrucken vnd abgetragen vonn Im sein vetterliche teyl, daruon als lang als Jaromyr, anders geheysen Gebhardus, Bischoue tzu Brag, vnd Otto lebeten, So belyben sy allezeyt mit Conrado einmutig, noch mochten nicht In keynem synne uoneinander geteylet werden. also der kunck Wratißlaus verplancket aber mit seiner grossen schar wider einging gein Merhern vnd do tzunehet der stat Brun, do her vmbe ging er vnd tzaichnet Besundere stet seinen edlen tzu setzen dy schare.
Wo geschahe, das ein edeler, geheyssen Sterad, ein Ratman des kunges, was verpieten Brzetyßlao, dem Sun des kuniges, vnd zu Redet seinem vater mit den worten: "Erkenne herr, das dein Sun Brzetyßlaus tzu den Sumer tzeytet gar gern Badet In den fliessenden wassern. kungk, gefellet dyr das, das wir Inn Setzen In den wassern mit seinen Rittern, auf das So, wenn er Besweret werde mit der hytze der Sunen, das er Im tzum letzten ein erquickung neme aus den wassern?" also der vorgenant Sterad Sprach, das dar vmb das der Sunn des kunges wider gedecht an dy oben gesprochen dynkck, dy im geschahen In Syrbia Bey dem obgenanten wasser, vnd das gemerckt ward von den Bey stenden Edlen von der leichtuertigkeyt seins gemutes. welche schame der lesterung was mercken der Jung sweygende vnd sicher enpfing das In ein hohes hertz, das er sich gerech dar vber an dem genanten Sterad. Auch ging er trawrigklich abe tzu den seinen vnd vor pittrigkeyt des gemutes Beleybe er desselben tages an abent essen. Zu dem letztenn von der nechtlichen zeyt, do nam er der seynen tzu Im, von welchen er getrawet fur dy anndern, vnd thet Inn auf das gemute vber das Betzaygten scheltwort vnd wie er mocht gerochen werden an dem Sterad.
das vmbweltzet Er also, was er senden Bey der selben nacht zu seynem vettren Conradum eynen poten vnd offenwart Im die Beweysten scheltunge vnde von dem Bat er Rate der Rachung. furwar Conradus, der nicht vergessen was, das der kung Wradißlaus desselbigen Roz zw Rattung der Sterad, mit seiner schar het In gantz vnd gar vnttergedrucket, vnd sorget wider tzu Betzeygen dem Brzetißlao, das er schatzet, das dy vngerechtigkeyt nicht annders denn sein aygene, vnd von wannen der Iung also grosmutig ward, vnd Im ward gegeben von stund ann ein Ratt, das er todt den Sterad, vnd der Brzetißlaus mit seinem vettern Conrado vber sulche wurden gerochen. also do es tag ward, Brzetißlaus ging In die velt vnd sendet tzu dem Sterad, das er kome, wann er mit Im etliche heimliche hett zu Reden. Der do tzu Im nam alleyne seynen gesellen Drysimir vnd tzu nehenet dem Sun des kunges vnd vername Im nichtz poses furwar. der Iunge sahe in kumen vnd vbertrat ein wenig hynter von seinem, dy do gesworen hetten den Todt Sterad, vnd Redet mit Steradt; vntter den anndern sorget er Inn verwerffenn oder vrteylen, warvmb er Inn geschendet het In der gegenwurtigkeyt seines vaters, vnd nach vill wortern ab setzt er Inn, als denn tzu der tzeyte gewonheyt was, vnd ward geraytzet wider Inn mit hohen Stymen vnd ging Snell von Im, welches ersahen sein gewappente vnd flyhende Sterad nachuolgten sy vnd totten Inn grawsamklich. Aber Drysimir mit hylf der flucht entran kawm dar vonn vnd die dinck, die er gesehen hett, verkundigt er dem kung.
Also do der kungk Wratißlaus das erhoret, do wart er fur seinen Ratman Sterad Beswert mit vill tzorn vnd auch mit vill Smertzen, vnd gedacht, wie er sich mocht gerechen vber dy ding Beyd an dem Bruder vnd auch an dem Sun. fur war, do Brzetyslaus vername den tzorn seines vaters vnd enhalb des vliessenden wassers tzu velde lag oder getzelt auf Slug, welchen der grost teyl der schar vnd stercker In dem streyt. Im nachuolgett vntter des dy hawsfraw des genanten Conradi mit dem namen Wirtpurg, ein weyse vnd fursichtige fraw, on wyssen Ires manes, dy ging tzu dem kung vnd pat Inn mit peten vnd mit tzehern, das er vbersehe Seinem pruder, das er Icht sein aygen landt zustorett. Gleycherweyse erwarb sy vmb den sun genade des kunges. furwar der kungk ward bewegt In guttigkeyt tzue den peten der selbigen frawen vnd erhoret sy genedigklich vnd vbersahe Inn Beyden gepiettende, das sie zu nehenten seiner gegenwurtigkeyt. welch do sy gegenwurtig waren, enpfing den pruder pruderlich vnd mit den worten was er tzu Reden dem sun: "Sun, yst das, das dw wolhaft gethan, So wirt dyr woll. Aber anderst, So wirst dw es hernach sehen." welche wort erhorte Breztißlaus vnd vorchte den tzoren seines vaters vnd zoch abe zu den teylen der stat Wradeck, welchem aber nach volget ein grosse schar wann alle, die Im nachuolgten, von der vngunst des kunges dorften mit nicht widerkeren tzu Iren aygenn guttern.
als do das sahe der kunck, das er noch seinem fursatz sich nichtt mocht gerechen In dem sun, do schicket er mit seinem Bruder Conrado, das er noch Im an dy stat seines sunes wer ein kunck tzu Behemen. Belchs Breztißlaus derhoret, dem mere wenn drey Tausent starcker man anhingen, vnd kom nahen Bey Prag, Bey dem wasser Rokenick, vnd het aufgeschlagen seyne getzelt vnd verkundigte seinem vater, dem kung: "Nym war, Ich Bin hye, den dw anderswo suchen pyst. hiervmb, was dw hernach thun pyst mit mir, das thw schyr." In der nacht desselbigen tages erschynen dy heyligen man vnd martrer Wentzelaus vnd Adalbertus den gefangenn In den kerkern vnd erloset sy von den kerkern gepietende Inn, das sy mit dancksagen ein gein In die kirchen tzu Prag vnd verkundigen dem volck den tzu kunftigen fryde vnd Stilligkeyt, welchs also durch dy Erlosten ynnigklicher erfullet yst, als denn das selbst wunderwerckt In der legend des heyligen mertrers Wentzelay praytter yst außgesprochen. Also desselben tages Conradus, ein pruder des kuniges, versunet allen tzoren vnd tzweytrechtigkeyt tzwischen dem kunig vnd dem sune vnd sy miteinander gelych macht.
welchs erhorten dy Edlen vnd dy anndern, dy dem Brzetißlao anhingen wider den kungk, seinen vater, vnd versmechtenn Ir vill den selbigen kunig vnd einfurten Breztißlaum, das do nicht half die genade des vaters vnd verlies das Reich vnd eins mitsampt Inn ging gein Vngern, welches err auch thet. den der kungk Wladyßlaus gleich als den selbigen seinen erkanten Enpfing guttigklich vnd hyelt Bey Im Breztißlaum, den sun des kuniges zu Behemen, mit Ir menig Rittern vnd volcker. den anndern was er geben das gepied Bahnaw nahent Bey dem Sloss Trentz, das do was Bequem den Jegereyen vnd den getreyden, von wannen der Brzetißlaus beleybe Inn Vnngern mit den seinen vntz Biss an den todt seins Vaterss.

Wie Wratyßlaus starb; darnach Regyret Conradus Anno domini milesimo XCII Jare der gelirnigst Bratißlaus was gedechtig der widerstreytung Etwenn des Gebhardi, seines pruders etc., Bischoue tzu Brag, teylet die kirchen tzu Prag vnd die tzu Merhern vnd Ir eynigkeyt mit der sy vor volbrachtlich ge eynet waren, vntterpracht er, wann er fursahe Cosmam dye kirchen tzu Brag vnd Andream tzu Merhern vnd macht ein Byschoueliche zu Merhern In der stat Olmuntz, die do vor In Welegrad zu der tzeyt des kunges Swatopluck Ertzpischoflich was, hin fur den Stull do tzu sein vnd sendet sy Beyde vntter dem geleyte des pfalzgrauen Bey Rein zu dem vorgenanten keyser Heinrich, der tzu der zeyt wonet zu Lamparten Inn der stat Mutumana vnd handelt keyserliche geschefte, auf das, das sy Behielten von Im ein tzimliche Bestetigung. aber der keyser, wie wol er nicht was vergessen der eynigunge dy vorgenanten kirchen, die er vntz Bis her bestetiget, Sunder ert wolt mit gunnen dem kung tzu Behemen vnd Bestetiget Ir erwelung, vnd also widersendet er sy tzu Iren aygen guttern. hiervmb der durchleuchtigyst Wradyßlaus was anhangen den keyserlichen gescheftenn, Begryffen wart mit dem schelme oder sewche, vnd gantz vertzeret dy krefte noch vill großlichen werckenn vnd geruft von got vntterging den todt vnd In der kirchen seines Styftes Wyssegraden yst er Begraben noch der gewonheytt der kunge. welchen vber vyll zeytt klaget das Reych zu Behemen In Smertzlichen klagenn.
des Jares als oben XIX kalendas february ist tot der Wratißlaus, der Erst kunck zu Behemen, der do Regyret als ein hertzog XV Jar vnd als ein kunck XVI Jar das Reich tzu Behemen.

Anno domini Millesimo XCII als oben als do vergangen was der Erste kunck tzu Behemen noch seiner ordnung als denn verlassenn wirt, Conradus, sein Bruder, nachuolget in In dem Reiche, von welchs geschichten nichtz wirt geschribenn, dar vmb das er Allein syben moned lebte vnd XVII tage, VIII ydus septembriss yst begraben vnd In dem leben verschlief er In dem hern vnd lies tzwen sune als mit namen Odalricum vnd Lewtoldum, von den hernach geschicht gedechtnuss.
Desselben Iares als obenn, Do begraben ward Conradus, etwann des Wradyßlay, kunges zu Behemen, Pruder, vnd do noch Brzetißlaus, desselben kunges Erster geporen sune, was tzu Vnngern mit seinen anhangenden vnd do er derhoret den tot seins vettern, do wanndert er gein Behemen, vnd do er gein Prag kome, Do ward er auf genumen frolich peyd von der priesterschaft vnd auch von dem gemeinen volck vnd ward gesetzt Inn den sall des seinen veterlichen Reiches; vnd dye solch erhebung yst geschehen Anno domini millesimo XCII Jare als oben VIII kalendas octobris.
In dem selben mened kom ein falscher prophet, ein Bischoue, genant Robertus, gein Behemen, von dem lande Cabalonenn, welcher dar vmb das der Cosmas vnd Andreas erwelet waren tzu den kirchen gen Brag vnd gein Olmuntz vnd noch nicht geweyhet waren, vnd ward geschatzt als ein Bischoue vnd weyhet vill kirchen vnd Celebriret oder heyliget dye heyligen ordnung vnd fordert vil pfaffenn tzu der grosseren vnd mynneren weyhung. Aber darnach, do man fand, das er ycht was ein Byschoue, vnd alle dinck, die durch Inn geschaffen sein, sein worden wider gemacht heyligklich noch den heyligen gesetzen oder Regelen.
Auch desselbigen Jares als oben der Brzytyßlauss, der do was Regyren das Reych zu Behemen gein Brag, alle sein fursten, Banerhern vnd edlen vmb den vestlichen tag des heyligen haubthern Wentzelay zu Behemen vnd vnd Beging ein Erwirdigen houe drey tag vnd do selbst ward entzundt mit liebhabendem Ratt seiner prelaten der crystenlichen samenung vnd treyb aus von dem Reich all swartzkunster, tzawbrer vnd Lupperer, auch die vngeystlichen vnd vngerechten secte des Behemischen volcks, vntter welchen etlich anpeteten, aber dy andern ob den quellenden Brunen metzelten sy lebendige opfer des vyhes. Endlich alle geselleschaft der heyden vnd dye anndern, die do noch warn In dem Reich tzu Behemen, außrewtet vnd sy gantz vnd miteinander abtylget, vnd satzt vnd schuff, Das von allen menschen das do solt ge eret werden allein der almechtig got.
Der Brzetislaus gar oft Reyset gein Polenn vnd allezeyt do von widerkome mit sygung.
Breßtißlaus thet grossen schaden den Pollendern vnd schuf das tzwen Byschoue geweyhet wurden
Anno domini millesimo XCIII Jare der genant Brzetyßlaus wustet dasselb Polener lant mit herten anlauffen on vnterloz, das von dem Sloss Trentz vber dem wasser Albea vntz Biss an dye stat Gols vber Odora allein on einen marck, genant Nyemptz kein mensch wonung hett noch enwolt nicht aufhoren, als lang Biss Wladyßlaus, hertzog tzu Polen, mit grossen gepeten betzalet gantz vnd tzu vollen den tzins vnder den Etwen der Breztißlaus, hertzog tzu Behemen, sein anher, stet setzet die stat Wratißlauienn vnd die anndern stet tzu einem tzaychenn warer vntertenigkeyt von tzweyen Jaren, noch vnbetzalt als mit namen Tausent marck sylbers vnd LX goldess, vnd das darnach Wratißlaus, der hertzog zue Polenn, fur sich vnd sein nachkumende hertzog Zu Polen verpant sich tzu Betzalen dem Brztißlao, Regyrende das Reich Zu Behemen, vnd seinen nachkumen einen tzymlichen tzinss als mit namen Jerlich funf hundert marck sylbers vnd XXX goldes, vnd zu dem satzt ein gewysse tzeyt vnd mit Brieuen vnd heymlichkeyt der trew zu Betzalende etc.


Darvmb nach Cristi gepurt millesimo XCIIII Jare, do keyser Heinrich der drit anderweyt celebriret seinen erwirdigen houe tzu Meintz, do sante Brzetyslaus, ein furst des Reychs zu Behemen, zu dem keyser Cosmam vnd Anndream, die oben gesprochen Erwelten Bischoue, Bittende, das er wolle schicken, das dy Bestetiget vnd geweyhet werdenn von dem Ertzpyschoue tzu Meintz, welchs durch sein pete von dem keyser yst geschehen, Vnd durch den Richardum, Ertzpischoue tzu Meintz ward geystlich oder Regelich volbracht.
vnd desselben Jares, vnd vor was vngehort, grose totlichkeyt oder sterben.
Anno domini millesimo XCV der vorgenant Brzeytißlauss nam tzu einem weybe dy tochter des Pfaltzgrauen Alberti vom Reyne geheyssen Lukarda Inn dem monden septembri aus der er gepure Wladyßlaum den anndern, welcher darnach durch seinen vettern Wratißlaum den dritten gesand ward gein Rome mit keyser Heinrichen dem vierden vnd mit sein hylf ist gefangen worden papa Pascalis vnd darnach von dem moned octobris Cosmas, Byschoue tzu Prag, weyhet den altar sandt Veytzs. In der kirchen zu Prag etc.
Wie ein merfart was vnd dy Juden wurden all Betwungen tzu der tauf In Behem Lant. Anno domini millesimo XCVI Jar XVIII kalendas may von schickung des gesprochen Brzetißlay wart geweyhet dye kirchen tzu Prag durch den vorgenanten Bischoue Cosmam. auch in welchem Jare vil volckes von den tewtschenn Landen tzu floss tzu dem heyligen Ertrich Iherusalem vnd al vill Juden In vil landen sy funden, tzwungen sy tzu der tawf; auch dy do nicht woltenn vnd achten nicht, das sy theten wider dy heyligen Regelen.
Auch der gesprochen Brzetyßlaus was aber ein geen gein polen mit eyner schar vnd wustet das miteinander Bey dem wasser genant Nyssa vnd zerstorte Ir gar vestes Sloss genant Brig, gelegen An dem wasser Odre. darnach Bawett er ein Sloss genant Camentz, do nu ein munster gelegenn yst, vnd keret wider gein Behemen vnd vertreyb denn Mutinam, ein sun Bozie vnd Koyatam, seinen gepornen frewndt des vngerechten geschlechtes Wrssouicen vnd sendet sy In Syrbiam ellende tzu leyden, vnd